Laagberglager-KZ: Soll ein Tatort verlegt werden?

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Kategorie: Nie wieder Faschismus
Erstellt am Freitag, 09. Juni 2017 13:47
Zuletzt aktualisiert am Freitag, 09. Juni 2017 13:49
Veröffentlicht am Freitag, 09. Juni 2017 13:47
Geschrieben von Roswitha Engelke
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Die Wolfsburger Bundestagsabgeordnete Pia Zimmermann lädt in ihrer Veranstaltungsreihe „Feierabendgespräche“ zur öffentlichen Diskussion über den weiteren Umgang mit den ausgegrabenen Überresten des Konzentrationslagers, das zur Zeit des Nationalsozialismus auf dem Laagberg errichtet wurde.

„Es ist zu begrüßen, dass es eine engagierte Diskussion über den angemessenen Umgang mit den Überresten des KZ gibt, denn es handelt sich dabei nicht einfach um ein paar Mauerstücke“,

so Pia Zimmermann. „Es ist wichtig, dass uns der Schrecken des Hitler-Faschismus bewusst bleibt. Es muss deutlich werden, dass der Terror unmittelbar in der Nachbarschaft und mitten unter uns stattfand, dass er nicht abstrakt war. Wir brauchen solch Mahnmale, die uns immer wieder zurufen: das darf nicht wieder passieren, wir müssen gerade auch heute wachsam sein. Deshalb sollte solch ein Tatort auch nicht verlegt werden, sondern unbequem und dort sichtbar sein, wo er nun mal ist“, so die Abgeordnete der LINKEN.

Zur Diskussion über die Aufarbeitung der Geschichte des NS in Wolfsburg und über den Umgang mit den Überresten des KZ auf dem Laagberg hat Pia Zimmermann den ehemaligen VW-Betriebsratschef und Sozialminister Walter Hiller, den Historiker Dr. Manfred Grieger sowie Mechthild Hartung von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes eingeladen.

Die Veranstaltung findet statt im Anschluss an die Sondersitzung des Kulturausschusses am Mittwoch, den 14.Juni um 19.30 Uhr im „Föhrenkrug“ in der Pestalozziallee 3 in Wolfsburg. Der Eintritt ist wie immer frei.