1933 - Deutschland wird kriegstauglich ...
Veressen?? Der Letzte, der von Deutschlands Kriegstauglichkeit sprach, war Hitler ...
Quelle: Deutschlandfunk, "Der Weg in den zweiten Weltkrieg"
Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Sechs Jahre dauerte er und kostete schätzungsweise 80 Millionen Menschen das Leben. Der Weg in den Krieg begann schon 1933.
Bereits am 3. Februar 1933, vier Tage, nachdem er zum Reichskanzler ernannt worden war, erklärte Hitler bei einem Abendessen der Reichswehrführung seine Pläne: Allen Verboten zum Trotz sollte Deutschland wiederaufgerüstet werden,
um kriegstauglich zu werden. Auch das Ziel nannte Hitler sofort: Eroberung neuen Lebensraums im Osten und rücksichtslose Germanisierung der zu erobernden Gebiete. Deutschland verließ den Völkerbund und kehrte Abrüstungsverhandlungen den Rücken: Schon 1933 war erkennbar, dass das NS-Regime kein Interesse an kollektiver Friedenssicherung hatte.
Nach außen bekundete Hitler seinen Friedenswillen. Erst 1938/39 gab er offen zu, dass dieses Reden vom Frieden nur zur Beruhigung der Weltmächte diente, als Deutschland militärisch noch zu schwach war. Doch Schritt für Schritt stärkte das Regime seine militärische Position: 1935 mit der Einführung der Wehrpflicht, obwohl der Versailler Vertrag dies verboten hatte. Zur selben Zeit wurden Kasernen errichtet, Luft- und Seestreitkräfte aufgebaut. Die Westmächte reagierten nicht.
Erster militärischer Vorstoß im Rheinland
Deutschland war hochgerüstet
1939 hatte der Zweite Weltkrieg begonnen. Am frühen Morgen des 22. Juni 1941 begann das Deutsche Reich ohne Kriegserklärung den Russlandfeldzug. Mehr als drei Millionen Soldaten, dazu 600.000 Soldaten der Verbündeten Ungarn, Rumänien, Finnland, Slowakei und Italien, überschritten die Grenze und rückten tatsächlich sehr schnell vor. Der Russlandfeldzug sollte in drei Monaten vorbei sein – auf jeden Fall vor dem Beginn des Winters.
Mit dem Überfall auf Russland wollte Hitler so genannten "Lebensraum im Osten" erobern. Doch der Russlandfeldzug war entsprechend der deutschen Rassenpolitik von Beginn als Vernichtungsfeldzug geplant: Die Menschen in den eroberten Gebieten galten als sogenannte "Untermenschen" und sollten als Zwangsarbeiter versklavt werden.
Die jüdische Bevölkerung wurde verfolgt und ermordet – so hatte es die Nazi-Führung im Sommer 1941 beschlossen. Zugleich war der Feldzug für Adolf Hitler ein Kampf gegen den "jüdischen Bolschewismus", den er als Bedrohung ansah. Die Gebiete selbst sollten wirtschaftlich so weit wie möglich ausgebeutet werden.
Widerstand vor Moskau
Nach sechs Monaten stand die Wehrmacht kurz vor Moskau. Das Baltikum, Weißrussland und Teile der Ukraine waren besetzt. Doch spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass die Stärke der Roten Armee unterschätzt worden war. Die deutsche Armee war außerdem nicht für eine längere Kampfdauer ausgerüstet und schon gar nicht für einen sowjetischen Winter.
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