03. Januar 2018   Aktuell

Antikapitalismus = Antisemitismus?

Beitrag: Roswitha Engelke

Antisemitismus so heisst es, ist eine deutsche Tradition, die es mit der Shoa zu mörderischer Perfektion gebracht hat. Dies wiederum hat die UNO zur Gründung des Staates Israel bewogen auf einem Territorium, auf dem Palästinenser leben. Dieses Thema ist heikel und erfordert Zurückhaltung und Sensibilität.

Hierzulande bedeutet jedoch Zurückhaltung: Keine Kritik an der israelischen Regierung.

Die Erfüllung des aus tiefstem Herzen kommenden Wunsches nach friedlichem Zusammenleben mit den Palästinensern würde ein Ende von Siedlung und Besatzung bedeuten sowie eine einvernehmliche Nutzung von Wasser und Land.

Die Äußerung, dass dies mit der jetzigen Regierung nichts wird, macht niemand ungestraft. Die Schuldzuweisung ein Antisemit zu sein, folgt auf dem Fuß.

Neuerdings wird Kritik am Kapitalismus ebenfalls auf diese Weise abgestraft, indem die Auffassung vertreten wird, dass Kapitalismuskritik strukturell antisemitisch sei. Man bezieht sich hier auf die Auffassung aus dem Dritten Reich, alle Juden seien Kapitalisten und folglich eine Gefahr. Die Folgen daraus siehe unter dem Begriff שואה "Shoa".

Ergo, darf Kapitalismus nicht kritisiert werden. Welch ein Paradoxon und welche Unverschämtheit.

Das Kapital macht sich die Ungeheuerlichkeiten der Shoa zu nutze, um jede Kapitalismuskritik im Keim zu ersticken.

 

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