Nie wieder Faschismus


06. Mai 2020   Aktuell - Nie wieder Faschismus

8. Mai 2020 – 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus – Bündnis lädt ein zur Gedenkveranstaltung

„Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit“

 

Wie jedes Jahr erinnert das Bündnis gegen Rechts mit einer Gedenkveranstaltung auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Schillstraße an den Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

 

8. Mai 2020 - 17:00 Uhr - KZ Gedenkstätte Schillstraße

 

Als Rednerin eingeladen ist Laura Poth, die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen.

 

Die Sängerin und Musikerin Isabel Neuenfeldt aus Berlin sorgt für einen passenden musikalischen Rahmen.

 

Am 8.Mai 1945 kapitulierte Nazi-Deutschland vor den Siegermächten des zweiten Weltkrieges, der Sowjetunion, Großbritanniens, Frankreichs und der Vereinigten Staaten von Amerika. Ein Tag, der vielen Deutschen eher als eine Niederlage erschien, der aber für den überwiegenden Teil Europas, für die übrige Welt und für alle Gegner der Nazis ein Tag der Befreiung vom nationalsozialistischen Terror und von der faschistischen Gefahr war.

 

Dieses Jahr erinnert das Bündnis an den Tag der Befreiung vor 75 Jahren. Es sei dankbar dafür und freue sich, dass es damals den Alliierten gelungen ist, die Wehrmacht zu besiegen und Europa und Deutschland vom Nationalsozialismus zu befreien.

 

Heute, in einer Zeit, in der Nationalisten, Rassisten, Antisemiten und Nazis in vielen Ländern und auch in Deutschland Zulauf erfahren, mache es Mut, daran zu erinnern, dass der Faschismus schon einmal erfolgreich besiegt wurde.

 

Das Bündnis gegen Rechts kündigt außerdem an, dass am 8.Mai vielerorts in Braunschweig die sog. Stolpersteine gereinigt würden, die auf die Deportationen und Ermordung der Jüdinnen und Juden in Braunschweig hinweisen. Diese werden immer wieder mit Hakenkreuzen und anderen NS-Symbolen beschmiert.

 

Sebastian Wertmüller für das Bündnis: „Mit Blick auf die Corona-Pandemie weisen wir darauf hin, dass wir alle einschlägigen bzw. auferlegten Schutzregeln einhalten werden: Begrenzung TN-Zahl, Abstand 2 m, Mund- und Nasenmasken, verstärkter Ordner*inneneinsatz. Wir sind uns der Verantwortung für unsere Teilnehmer*innen und für Dritte bewusst.“

 

 

 

Bündnis gegen Rechts, Carl-von-Ossietzky-Centrum, Leopoldstr. 23, 38100 Braunschweig

 

06. Mai 2020   Aktuell - Nie wieder Faschismus

75 Jahre Befreiung vom Hitlerfaschismus - lernen und danken!

Liebe Genoss*innen,

am kommenden Freitag, den 8. Mai, findet um 19 Uhr unsere nächste Videokonferenz statt. An diesem 75. Tag der Befreiung ist Andrej Hunko unser Gast. Er ist europapolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Er wird mit Diether Dehm und Euch über deutsch-russische Freundschaft und die neuen Kriegsziele der NATO sprechen, sowie darüber, wie sich die Friedensbewegung neu stärken muss - auch in der Coronazeit! 

Im Anhang findet ihr ein Sharepic zur Veranstaltung, das ihr gerne für eure Social-Media-Accounts verwenden könnt!

Datum: Fr, 8. Mai 2020

Uhrzeit: 19 Uhr

Meeting-ID: 823 7896 1104 

Einwahl per Telefon: +49 69 7104 9922; Meeting-ID: 823 7896 1104
 

Rückfragen gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Solidarische Grüße
Büro Dehm 
03. Mai 2020   Aktuell - Nie wieder Faschismus

Vor 75 Jahren: Untergang der "Cap Arcona": Briten-Irrtum und NS-Kalkül

Eine der größten Schiffskatastrophen der Geschichte 7000 Tote:

Britische Bomber versenken das deutsche Passagierschiff "Cap Arcona" und den Frachter "Thielbek" vor Neustadt in Holstein.

 

von Imke Andersen und Britta Probol, NDR.de
Die "Cap Arcona" liegt 1938 im Hamburger Hafen vor Anker. © dpa-Bildarchiv
Die "Cap Arcona", hier 1938 im Hamburger Hafen, war eines der elegantesten Passagierschiffe der Vorkriegszeit.

Eine der größten Schiffskatastrophen der Geschichte ereignet sich in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges in der Lübecker Bucht. Mehr als 7.000 Menschen kommen dabei am 3. Mai 1945 ums Leben. Sie sind Opfer eines folgenschweren Irrtums: Britische Bomber versenken das deutsche Passagierschiff "Cap Arcona" und den Frachter "Thielbek" vor Neustadt in Holstein. Die drei Kilometer vor der Küste liegenden Schiffe waren eher zufällig ins Fadenkreuz geraten. An Bord sind allerdings nicht wie angenommen deutsche Truppenverbände, sondern hauptsächlich evakuierte Häftlinge aus dem Hamburger KZ Neuengamme. Doch auch die SS hatte offenbar in Erwägung gezogen, die Häftlinge niemals an ihrem Ziel ankommen zu lassen.

KZ-Evakuierung vor der Ankunft der Briten

Portrait von Heinrich Himmler, Mann mit Nickelbrille und kleinem Oberlippenbärtchen.
SS-Reichsführer Heinrich Himmler hatte den Befehl erteilt, KZ-Häftlinge nicht in die Hände der Alliierten fallen zu lassen.

Frühling 1945: Kein KZ-Häftling dürfe den Alliierten in die Hände fallen, hat SS-Chef Heinrich Himmler befohlen. Die Briten rücken bereits auf Hamburg vor. Um die Verbrechen des Nazi-Regimes zu vertuschen, beginnen am 19. April im KZ Neuengamme hastige Räumungsarbeiten. Die alliierten Verbände sollen das Lager spurlos leergefegt vorfinden. Gemeinsam beschließen der Hamburger Gauleiter Karl Kaufmann - zugleich Reichskommissar für Seeschifffahrt - und Hamburgs SS-Führer Graf Bassewitz-Beer, die KZ-Häftlinge auf zwei in der Lübecker Bucht ankernde Schiffe zu bringen. Dass die Schiffe von der britischen Luftwaffe möglicherweise für Truppentransporter gehalten werden, gehört zum perfiden Kalkül.

Kriegsende: Die Tragödie der "Cap Arcona"

NDR 90,3 - Hamburger Hafenkonzert - 03.05.2020 06:00 Uhr Autor/in: Dietrich Lehmann

In den letzten Kriegstagen trieb die SS etwa 9.000 Häftlinge und KZ-Insassen auf Schiffe, darunter die "Cap Arcona". Nur wenige überlebten. Dietrich Lehmann berichtet.

 
 

Luxusliner wird zum schwimmenden KZ

Zu Fuß und in Güterzügen werden rund 10.000 Häftlinge in den letzten April-Tagen nach Lübeck getrieben. Dort müssen sie im Vorwerker Industriehafen auf die "Athen" und andere beschlagnahmte Zubringerschiffe umsteigen, die sie zur "Cap Arcona" transportieren.

Der 330 Meter lange Luxusliner, 1927 bei Blohm & Voss in Hamburg gebaut, liegt seit dem 14. April mit einem Maschinenschaden manövrierunfähig vor Neustadt. Bevor er Ende August 1939 der Kriegsmarine unterstellt wird, war er eines der mondänsten Passagierschiffe seiner Zeit. Noch 1942 drehte die UFA an Bord den Film "Der Untergang der Titanic". Im Krieg diente die "Cap Arcona" lange Zeit als schwimmende Kaserne, lag gemeinsam mit der "Wilhelm Gustloff" in Gotenhafen vor Anker und evakuierte zuletzt Zivilisten und Soldaten aus Ostpreußen. Nach dem Turbinenschaden wird sie von der Marine an die Reederei Hamburg-Süd zurückgegeben. Damit gelangt sie in den Machtbereich Karl Kaufmanns.

Mit dem Beginn der KZ-Räumung informiert die SS die Kapitäne der "Cap Arcona" und des Frachters "Thielbek", Bertram und Jacobsen, dass ihre Schiffe für eine Sonderoperation benötigt werden. Beide weigern sich entschieden, ihre Schiffe als schwimmende Konzentrationslager zur Verfügung zu stellen, beugen sich aber schließlich dem Druck und Gewaltandrohungen.

06. Mai 2020   Aktuell - Nie wieder Faschismus

Nds-Flüchtlingsrat e. V. - Kundgebungen anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom NS-Regime

Beitrag: Nieders. Flüchtlingsrat e.V.

Kundgebungen anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom NS-Regime

Achtung Änderung der Anfangszeit!

Hinweis: Da sich am selben Tag für 18.00 Uhr Nazis auf dem Opernplatz in Hannover angekündigt haben, ist der Beginn der 8.Mai-Kundgebung vorverlegt worden

16.00 Uhr: Pfarrlandplatz (auch als Halim-Dener-Platz bekannt), Hannover-Linden


Aus dem Aufruf:

Am 10. April 1945 maschierten die Alliierten über die Limmerstraße in Hannover ein. Einen Monat
später, am 8 Mai, kapitulierte gesamt Nazideutschland.
Am 8. Mai 2020 jährt sich dieser Tag zum 75. Mal.
Für uns ist dieser Tag Anlass uns die Straßen zu nehmen, um ein antifaschistisches Ausrufezeichen
gegen Nazis, Faschist*innen und den deutschen Normalzustand zu setzen.
Wir Gedenken der millionenfach ermordeten Jüdinnen*Juden, Sinte*zza und Rom*nja,
Zwangsarbeiter*innen, Kommunist*innen, Antifaschist*innen und anderen Linken,
Kriegsgefangenen, als „aussätzig“ gelabelten Menschen wie Homosexuelle oder vermeintlich
Behinderte und denen, die dem Rassenwahn der deutschen Besatzung zum Opfer fielen.

Gleichzeitig sehen wir in unserem Gedenken den Auftrag für die Gegenwart, keinen Versuch der
Relativierung oder Umdeutung der Geschichte zuzulassen und dem gesellschaftlichen Rechtsruck
entschlossen entgegenzutreten. […]“

Aufruf Tag der Befreiung vom NS-Regime_8. Mai 2020

Hinweis auf weitere antifaschistische Aktionen am 8. Mai in Hannover:
Ab 17.00 Uhr, Kröpcke: antifaschistische Kundgebung gegen AfD und andere Nazis
Ab 18.00 Uhr, Opernplatz: antifaschistische Kundgebung gegen AfD und andere Nazis

 

Die Kundgebung in Hannover bezieht sich auch explizit auf die bundesweit stattfinden Aktionen aus dem antirassistischen Netzwerk Welcome United.

Aus dem Aufruf zum 8. Mai von Welcome United:

„Mit der Entnazifizierung ist es wie mit dem Aufräumen: Es ist nie erledigt und man muss immer wieder von vorne beginnen. Wir feiern den 8. Mai zum 75. Mal als den Tag der Befreiung vom Faschismus. Aber Nazis marschieren wieder, hetzen in Kommentarspalten, in Parlamenten, in Behörden. Migration wird immer wieder zum Problem oder sogar zur „Mutter aller Probleme“ erklärt – in einer der reichsten Gesellschaften der Welt. Menschen ertrinken, werden an den Grenzen erschossen, in den Lagern vergessen. 53 handverlesene Kinder dürfen nach Deutschland kommen, damit es um die anderen Tausende still wird.

[…]

Der 8. Mai: Wir fangen an und führen fort. Es darf keinen Schlussstrich geben, kein Vergeben und kein Vergessen. Für eine lückenlose Aufklärung rechter und rassistischer Morde und Gewalttaten, es gibt keine rechten Einzeltäter! Für gleiche soziale und politische Rechte für alle, für eine solidarische Gesellschaft der Vielen! Yalla migrantifa!“

Aufruf 8. Mai Welcome United

01. Mai 2020   Aktuell - Nie wieder Faschismus

Gegen das Vergessen: Petition - der 8. Mai muß endlich ein Feiertag werden

Zur Petition

 

offener Brief an Kanzlerin Merkel

Esther Bejarano:

Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann.

Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes.

Dies schrieb ich in einem offenen Brief am 26. Januar 2020 „an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen“.

Die militärische Zerschlagung des Faschismus durch die Alliierten, Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen als Befreiung zu begreifen, bedeutet die richtigen Schlüsse zu ziehen und auch so zu handeln. Es ist nicht hinnehmbar, dass 75 Jahre danach extreme Rechte in allen deutschen Parlamenten sitzen und in immer rascherer Folge Mord auf Mord folgt.

Die Lehren des 8. Mai umzusetzen, bedeutet für uns:

  • AfD, NPD und ihre Verbündeten aufzuhalten,                       
  • das Treiben gewalttätiger und mordender Neonazis zu unterbinden, ihre Netzwerke in Polizei, Bundeswehr aufzudecken und aufzulösen,     
  • einzugreifen, wenn Jüdinnen und Juden, Muslime, Roma und Sinti und andere, die nicht in das Weltbild von Nazis passen, beleidigt und angegriffen werden,     
  • Geflüchtete in Deutschland aufzunehmen,  
  • die Logik des Militärischen zu durchbrechen und Waffenexporte zu verhindern und
  • die Diffamierung und Behinderung demokratischer und antifaschistischer Gruppen und Organisationen durch Geheimdienste und Finanzämter zu beenden.

Sonntagsreden, die Betroffenheit zeigen, reichen nicht. Es muss gestritten werden für die neue Welt des Friedens und der Freiheit, die die befreiten Häftlinge im Schwur von Buchenwald als Auftrag hinterlassen haben. Ein offizieller bundesweiter Feiertag wäre dafür die regelmäßige Verpflichtung. – Nicht nur, aber eben auch an jedem 8. Mai.

Deshalb: Achter Mai – arbeitsfrei! Zeit für Antifaschismus!

Esther Bejarano und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)

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