17. April 2018   Aktuell

Gnade gegenüber gnadenlosen Mördern und ihren hilfreichen Mitläufern?

Beitrag: Roswitha Engelke

Der Zentralrat der Juden in Deutschland ist gegen einen juristischen „Schlussstrich“ unter den Holocaust. Auch gegen hochbetagte Verdächtige im Alter von über 90 Jahren soll strafrechtlich ermittelt werden.

„Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der deutschen Geschichte und lehrreich auch für heutige Generationen“, sagte Präsident Josef Schuster dem „Mannheimer Morgen“ (Dienstagausgabe).

Wie am Montag bekannt wurde, hatte die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage gegen einen inzwischen 94-jährigen ehemaligen Wachmann des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau erhoben.

 

Dem Mann aus der Nähe von Mannheim wird Beihilfe zum Mord in 13.335 Fällen vorgeworfen. „Vor allem für die Überlebenden der Schoa und ihre Nachfahren ist es wichtig, dass eine Form später Gerechtigkeit versucht wird“, sagte der Zentralrats-Präsident.

„Fast alle Überlebenden leiden bis heute an den Folgen der Misshandlung, während sich die Täter nach dem Krieg oft gut arrangieren konnten oder sogar später Rente bezogen. Daher darf auch vor Gericht kein Schlussstrich gezogen werden, sondern die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden.“ (dts)

Deutschlands Regierung hat in den 70iger Jahren mit Willy Brandt Unrechtsbewusstsein gezeigt, welches sich aber, nach Brandts Rücktritt sichtlich zurück entwickelt hat. Das Verständnis für Krieg und Bombardements ist, wie es scheint, wieder im Kommen und wird bereits als erforderlich und angemessen deklariert!

Auch das "Ermächtigungsgesetz" wurde in der deutschen Geschichte einmal als erforderlich erachtet.

 

 

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