Nie wieder Faschismus


07. Juli 2019   Aktuell - Nie wieder Faschismus

An das Gewissen ...

Beitrag: Joachim Augustin

Guten Tag, Genossinnen und Genossen!
Der immerwährende Kampf um die mir verbliebene Niere macht mich immer wieder nieder und oft
auch hilflos. Bedingt durch die starken Medikamente bin ich oft nicht in der Lage, mein Leben und
vor allem meine Mitarbeit in der Partei so zu gestalten, dass ich meine Gedanken und Meinungen
zur Diskussion stellen kann. Und doch muss ich immer wieder aufstehen und weitermachen, da wir
als Partei und Menschen noch so viel zu tun haben. Obwohl ich ein Steinbock mit einem starken
Willen bin, fällt es mir öfter schwer, die Kraft aufzubringen, um daran zu glauben, das es besser
wird. Selbst ein implantierter Schrittmacher hat mir den Dienst verweigert und muss getauscht
werden. Wird wohl mit Diesel betrieben und hat eine illegale Abschalteinrichtung. Mit diesen
kleinen Sprüchen und der Gewissheit, dass es vielen anderen Menschen noch viel schlechter geht,
mache ich mir Mut und werde versuchen, die Meinungsbildung in unserer Partei mit einigen
Beiträgen zu befeuern. Und möchte mich bei denen entschuldigen, die mir geschrieben hatten oder
per Telefon wissen wollten, warum ich nichts mehr geschrieben habe.
Das heutige Datum 06. Juli gibt mir Gelegenheit, ein paar Worte zu einem Mann zu sagen, den
einige nicht kennen und denken, was macht diesen Menschen so außergewöhnlich, dass er in die
Geschichte eingegangen ist. Dieser Mann ist der tschechische Reformator und Nationalheld Jan Hus
(1370 – 1415).
Am 06.07.1415 wurde er als „Ketzer“ auf Beschluss des Konstanzer Konzils auf dem
Scheiterhaufen verbrannt. Ein Mensch, der für seine Überzeugung und Ideale mit seinem Leben
bezahlt oder im Gefängnis landet, müsste gerade unter den Linken einen besonderen Stellenwert
haben.

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30. Juni 2019   Aktuell - Nie wieder Faschismus

Veranstaltungen der Rosa-Luxembur-Stiftung Juli/August 2019

Mo., 01.07.2019 | 19:00 Uhr | Diskussion/Vortrag
SOLIDARISCHE ÖKONOMIE
Lesekreis "Die Zukunft des Sozialismus"
Freizeitheim Linden | Windheimstr. 10 | Hannover
Grundlage für die Diskussion: Textauszug aus dem Buch "Zwickmühle Kapitalismus" von Klaus Simon
Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Hannover.
Eintritt frei
http://nds.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/ZQLNN
 

Mo., 01.07.2019 | 20:00 Uhr | Diskussion/Vortrag
WER WAR ROSA LUXEMBURG UND WOMIT WIRKTE SIE?
Vortrag zum 100. Jahr der Ermordung mit Jörn Schütrumpf von der Rosa-Luxemburg-Stiftung
UJZ Korn | Kornstraße 28-30 | Hannover
Eine gemeinsame Veranstaltung von Kritik & Subversion Hannover, Let´s push feminism forward und Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen.
Eintritt frei
http://nds.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/YVOED
 

HILDESHEIM

Mi., 03.07.2019 | 18:00 Uhr | Diskussion/Vortrag
DER DIREKTDEMOKRATISCHE WEG ZU EINER BESSEREN GESELLSCHAFT
Clubgespräche im Juli mit Dr. Alfred Müller
Bürgertreff Moritzberg | Hachmeisterstraße 1/ Ecke Alfelder Straße | Hildesheim
Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Hildesheim
Eintritt frei
http://nds.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/CJLU3
  

GÖTTINGEN

Mi., 10.07.2019 | 19:00 Uhr | Film
"THE TRUTH LIES IN ROSTOCK"
Dokumentarfilm über den viert Tage dauernden Angriff eines Mobs aus Anwohner_innen und Nazis auf die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ (ZaST) im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen im August 1992
AStA Universität Göttingen | Goßlerstr. 16 | Göttingen
Dieser Film bildet den Abschluss einer Veranstaltungsreihe, die sich mit rassistischer Gewalt in der BRD auseinandersetzt.
Eine Veranstaltung von "United against Racism" in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen.
Eintritt frei
http://nds.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/3K8Q4
  

Fr., 12.07.2019 | 19:00 Uhr | Buchvorstellung
DIE NEOLIBERALE ZERSTÖRUNG DES ARBEITSRECHTS
Lesung und Diskussion mit Dr. Rolf Geffken, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Referent und Autor in Hamburg-Harburg.
Arbeit & Leben Göttingen | Lange Geismar Strasse 72-73 | Göttingen
Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Göttingen
Eintritt frei
http://nds.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/3K8Q4
  

KÜSTEN

30.07.-03.08.2019 | Bildungstreffen
SUMMER FEMINIST CONNECT 2019
Bundesweite Austausch-, Bildungs- und Vernetzungstreffen
Tagungshaus Meuchefitz | Meuchefitz Nr.12 | Küsten
Das Treffen ist offen für alle Frauen, Trans, Non-Binary und Inter und ihre Kinder. Es wird mehrsprachige Übersetzungen geben und eine Kinderbetreuung während der Workshop-Zeiten.
Nähere Infos zu Programm und Anmeldung unter:
 https://empowerweek.blackblogs.org/  
Die Veranstaltung des Bündnis Feminist Resist findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen statt.
http://nds.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/2HA8E
 


AUßERHALB

05. und 06.07.2019 | 10:00 Uhr
BILDUNG IS A BATTLEFIELD!
Lernen im neoliberalen Kapitalismus und Alternativen
Rosa-Luxemburg-Stiftung | Franz-Mehring-Platz 1 | Berlin
Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/SNEAX/
 

14.07.2019 | 18:00 Uhr
ICH WAR, ICH BIN, ICH WERDE SEIN.
Rosa Luxemburg auf der Spur. Audiowalk im Berliner Stadtraum
Ort der Verhaftung Rosa Luxemburgs | Mannheimer Straße 27 | Berlin-Wilmersdorf
Das Projekt wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, sowie vom Senat für Kultur und Europa und präsentiert vom Museum Mitte.
https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/HE3UI

26. Mai 2019   Aktuell - Nie wieder Faschismus

Christsein und Sozialistsein gehen Hand in Hand

Vorwort:

Am 29. Dezember 2008 wäre der große evangelische Theologe Helmut Gollwitzer 100 Jahre alt geworden. Der im Oktober 1993 im Alter von fast 85 Jahren verstorbene Gollwitzer trat nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 entschieden für die "Bekennende Kirche" ein und war später unter anderem Wegbegleiter der Studentenbewegung wie der sozialen Bewegungen der 70er und 80er Jahre. Wir erinnern in der Lebenshaus-Website an ihn durch die Veröffentlichung verschiedener Predigten, Reden und Artikel.

Für Helmut Gollwitzer ergab sich aus dem Evangelium, dass er als Christ Sozialist zu sein hat. 1980 hat ihn die Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zu einer Klausurtagung über "Christentum und Sozialismus" eingeladen, um seine Position zu begründen. Nachfolgend dokumentieren wir anlässlich Gollwitzers 100. Geburtstag seine Rede, die er vor den Synodalen gehalten hat.

 

Warum ich als Christ Sozialist bin

Referat vor der 9. Württembergischen Landessynode während ihrer Klausurtagung am 29. Februar 1980 in Bad Mergentheim

Von Helmut Gollwitzer

Die 9. Württembergische Landessynode befasste sich vom 28. Februar bis 1. März 1980 auf einer Klausurtagung in Bad Mergentheim mit dem Verhältnis zwischen Kirche und Sozialismus. Den Anstoß dazu hatten die Auseinandersetzungen gegeben, die noch in der8. Landessynode über die Tübinger Studentengemeinde und deren damaligen Arbeitskreis "Christen für den Sozialismus" geführt worden waren.

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15. Juni 2019   Aktuell - Nie wieder Faschismus

Geschmackloser geht 's kaum und das aus Polen ...

Polens Nationalmannschaft hat Israel in der Qualifikation zur Fußballeuropameisterschaft der Männer 2020 am Montag mit 4:0 besiegt.

Das Social-Media-Team des polnischen Fußballverbands schrieb kurz vor Abpfiff auf Facebook: ­„Toooooor! Das ist jetzt schon ein Pogrom! Wir führen gegen Israel mit 4:0.“ Nach dem Wort Pogrom wurden zwei Emoticons gesetzt: ein Arm mit einem angespannten Bizeps und eine Flamme.

Zur Erinnerung:

Spiegel.online

"Polenaktion" und Pogrome 1938 "Jetzt rast der Volkszorn. Laufen lassen"

Rund 17.000 Juden wurden vor 80 Jahren über Nacht verhaftet und brutal ins Niemandsland an der polnischen Grenze gescheucht, kurz vor den Novemberpogromen. Beide Nazi-Exzesse sind eng verknüpft.

20. Mai 2019   Aktuell - Nie wieder Faschismus

Schert Sachsen weiterhin nach rechts aus - Zentralrat der Juden verstört

Kommentar R. Engelke:

"Wer oder was "steckt dahinter", daß Sachsens Landesregierung schmutzige "Effekte" dieser Art duldet? Die Behörden  hatten Fackeln, Trommeln, Fahnen und sogar die Aufstellung eines Galgens genehmigt. Auch in der einheitlichen braun-beigen Kleidung erkannten sie keine "besondere" Wirkung. -

 

Im August letzten Jahres gab es Verletzte bei rechten Protesten in Chemnitz. Mehrere Tausend Rechtsextreme zogen durch die Innenstadt, sie durchbrachen wiederholt die Ketten der Polizisten, um Gegendemonstranten und JournalistInnen anzugreifen. Dabei flogen Flaschen und andere Gegenstände. Die Polizei zog sich mit nicht genug Einsatzkräften vor Ort aus der Affäre.

Statement von Dr. Josef Schuster (Präsident des Zentralrates) zur Neonazi-Demo am 1. Mai in Plauen

 „Die Bilder vom Neonazi-Aufmarsch der Partei ‚Der dritte Weg‘ in Plauen sind verstörend und erschreckend.

Ausgerechnet am Vorabend des jüdischen Shoa-Gedenktages marschieren in Sachsen Rechtsextreme in einer Weise, die Erinnerungen an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte wach werden lassen.

Nicht nur für die jüdische Gemeinschaft, sondern für das demokratische Deutschland und die engagierte Zivilgesellschaft insgesamt wäre ein entschiedenes Vorgehen der sächsischen Landesregierung gegen derartige Aufmärsche wichtig gewesen.

Obwohl sich mindestens hinter die Genehmigung der Demo  mit Pyrotechnik ein großes Fragezeichen machen lässt, schweigen jene, die im Land Verantwortung für die Ordnungskräfte haben.

Wenn es die sächsische Landesregierung mit der Bekämpfung des Rechtsextremismus ernst meint, darf sie solche Demos nicht zulassen. Hier müssen alle rechtlichen Handlungsspielräume genutzt werden, um solche Bilder künftig zu verhindern.

Die jüdische Gemeinschaft erwartet von den zuständigen Behörden und der Landesregierung entschlossenes Handeln und sichtbare Konsequenzen.“

 

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