04. Mai 2020   Themen

Fiedensnobelpreis-Empfehlung für Medizinische Mission von Kuba

Ärzte in Anerkennung der Coronavirus-Bemühungen für den Nobelpreis empfohlen

Die medizinische Mission von Kuba wurde in Anerkennung ihrer Bemühungen im Kampf gegen die globale Covid-19-Pandemie für den diesjährigen Friedensnobelpreis empfohlen.

Quelle: Cubacoopera

Die französische Solidaritätsorganisation »Cuba Linda« hat dazu aufgerufen, den Preis an die kubanische Henry-Reeve-Medizinbrigade zu verleihen, die medizinisches Personal in mehr als 20 vom Virus betroffene Länder entsandt hat.

„Die internationale Gemeinschaft wird Zeuge der Solidarität von Gesundheitsfachkräften, die ihr eigenes Land verlassen, um in anderen Teilen der Welt Dienstleistungen zu erbringen und Erfahrungen auszutauschen, die im Falle der durch das neue Coronavirus verursachten Pandemie sogar das Herz Europas erreichen“, hieß es in einer Erklärung.

Die Brigade ist nach Henry Reeve benannt, einem in den USA geborenen Soldaten, der sieben Jahre lang in der kubanischen Befreiungsarmee kämpfte und im Unabhängigkeitskrieg an mehr als 400 Kämpfen gegen die spanische Armee teilnahm.

Am 26. Mai 2003 sagte der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro bei einer Rede in Buenos Aires, dass Kuba Ärzte und keine Bomben entsenden würde, und zwei Jahre später wurde Fidel Castro das Internationale Ärztekontingent „Henry Reeve“ gegründet, das auf Katastrophensituationen und schwere Epidemien spezialisiert ist. Ziel der Sonderbrigade war es, denjenigen in New Orleans zu helfen, die nach dem Hurrikan Katrina in Jahr 2005 ihrem Schicksal überlassen waren. Dieselbe US-Regierung, die sich weigerte, ihren eigenen Leuten zu helfen, lehnte das Angebot Kubas ab. Der Revolutionär beschrieb am 19. September 2005 in seiner Rede zur Gründung des Internationalen Kontingents, den Abschluss als Arzt als „das Öffnen einer Tür zu einem langen Weg, der zu der edelsten Handlung führt, die ein Mensch anderen antun kann …“.

Erdbeben, Wirbelstürme, starke Regenfälle und Epidemien haben seitdem Nationen auf mehreren Kontinenten getroffen – darunter Pakistan, Indonesien, Chile, Ecuador, Venezuela, Bolivien, Haiti, Nepal, Guinea, Liberia und Sierra Leone. Die Brigade „Henry Reeve“ schickte mehrere tausend Gesundheitsfachkräften in die betroffenen Länder.

Da der Zugang zu medizinischer Ausbildung allen Kubanern offen steht, hat die sozialistische Insel weiterhin medizinische Teams in die ganze Welt geschickt, trotz der Feindseligkeit der USA, die die kubanische Führung der Ausbeutung ihrer Ärzte beschuldigte und sie sogar mit Terroristen verglich, die ideologische Propaganda verbreiten. Aber die Henry Reeves Medical Brigade ist an der Frontlinie geblieben, bot unter anderem den Erdbebenopfern in Pakistan humanitäre Hilfe an und schickte mehr Ärzte in die Entwicklungsländer als die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Für ihre Bemühungen zur Bekämpfung der Ebola-Pandemie 2014-15, wurde die Brigade von der Jahreskonferenz der norwegischen Gewerkschaften für den Friedensnobelpreis nominiert. In der Folge entsandte Kuba weitere 400 Gesundheitsfachkräfte, in gefährliche direkte Arbeitseinsätze in Regionen mit minimalen Gesundheitseinrichtungen und fehlender grundlegender Infrastruktur, wie Straßen und Kommunikationssystemen. »Cuba Linda« wies ausdrücklich darauf hin, dass die norwegischen Gewerkschaften 2015, die medizinischen Brigaden für ihre Arbeit in Westafrika für die Auszeichnung nominierten. Obwohl die Henry-Reeves-Brigade 2015, nach ihrem Einsatz in Liberia, Sierra Leone und Guinea, nicht mit dem prestigeträchtigen Preis ausgezeichnet wurde, verlieh die WHO der Henry-Reeves-Brigade in Anerkennung ihrer Arbeit den Doctor Lee Jong-wook-Gedächtnispreis für öffentliche Gesundheit 2017.

»Cuba Linda« hat eine Facebook-Seite mit dem Titel „Prix Nobel pour les brigades medicales cubaines“ (Nobelpreis für die kubanischen medizinischen Brigaden) eingerichtet, um die öffentliche Unterstützung für die den kubanischen Ärzten zuteil werdende Auszeichnung zu gewinnen.

Quellen: Morning Star, Radio Habana

Übersetzung und Bearbeitung: Jürgen Schmiedl und Michael Quander Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, 03.05.2020

https://www.fgbrdkuba.de/presse/artikel/20200503-fuer-den-nobelpreis-vorgeschlagen.php

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