Innen-/Außenpolitik
Leserbriefe zu „Warum ich mit dem Rad nach Moskau gefahren bin“
Quelle: NachDenkSeiten, Artikel von Redaktion
Unser 23-jähriger Gastautor Pablo Krappmann hat in diesem Beitrag über seine Einsicht und seine Motivation für seine zusammen mit seinem Freund Jonas unternommene Reise auf dem Rennrad nach Moskau berichtet. Der Auslöser für die Reise sei sein „Entsetzen über die geschichtsvergessene Hysterie im Umgang mit Russland“ gewesen. Als das neue Wehrdienstgesetz diskutiert worden sei, sei sein „Fass übergelaufen“. Die „Lehre aus unserer Geschichte“ sei „unsere Stärke“. Abschließend wird gefragt: „Was braucht es noch, damit wir Deutschen uns endlich entschlossen gegen jeden Krieg stellen?“ Wir haben dazu sehr wohlwollende und interessante Leserbriefe erhalten. Danke dafür. Die nun folgende Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.
1. Leserbrief
Lieber Herr Krappmann,
herzlichen Dank für Ihren Artikel! Schön, dass auch junge Stimmen sich erheben gegen den derzeitigen Irrsinn. So funktioniert Völkerverständigung! Ich stimme Ihrem Artikel in jedem Punkt zu.
Beste Grüße,
Florian Bauer
2. Leserbrief
Liebes NDS-Team,
danke für diesen herzerfrischenden Beitrag! Mehr davon! Solche Stimmen brauchen wir jetzt und zwar mindestens in der gleichen Häufigkeit wie die unsägliche Hass-Propaganda im Mainstream!
Mit freundlichen Grüßen
S. Meyer
Generation Deutschland
Am letzten Wochenende fand der Gründungsparteitag der neuen AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ in Gießen statt, die im Gegensatz zu ihrer aufgelösten Vorgängerorganisation „Junge Alternative“ (JA) offiziell und organisatorisch an die Mutterpartei angebunden sein wird. Dabei kam es zu massiven Protesten und Straßenblockaden, aber auch gewaltsamen Auseinandersetzungen. Während die Umfragewerte der AfD unaufhaltsam steigen, werden die Versuche ihrer Gegner, diesen Erfolgszug zu stoppen, zunehmend repressiv. Wie kommen wir aus dieser Spirale der Eskalation wieder heraus? Ein Artikel von Maike Gosch.
Die Auflösung der JA und die Neugründung als „Generation Deutschland“ erfolgte vermutlich, um einerseits eine stärkere Kontrolle der Partei über die Jugendorganisation zu ermöglichen und sie anderseits als offizielle Jugendorganisation einer politischen Partei unter das sogenannte
Weiterlesen: Generation Deutschland
Haben Merz und Co. Friedensangst?
Quelle: Sahra Wagenknecht
Dreieinhalb Jahre lang haben die Europäer keinerlei Initiative ergriffen, um den Ukraine-Krieg auf diplomatischem Weg zu beenden. Und nun, da Trump nach wochenlangen Geheimverhandlungen mit den angeblich nie verhandlungsbereiten Russen einen 28-Punkte-Friedensplan für die Ukraine vorlegt, empören sich Merz, von der Leyen, Macron und Co., dass sie daran nicht beteiligt waren. Die Aussicht auf ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs hat die Aktienkurse von Rüstungskonzernen wie Rheinmetall zum Abstürzen gebracht. Ist die „Friedensangst“ an der Börse der Grund, warum die europäischen Staats- und Regierungschefs wieder einmal alles versuchen, um mit unrealistischen Forderungen Sand ins Getriebe der Verhandlungen zu streuen?
Die Erinnerungskultur hat den moralischen Bankrott Deutschlands nicht verhindern können. Eine Konferenz in Zürich erkundet dieses Versagen.
Quelle medico Rundschreiben 04/25
Von Katja Maurer
Nach zwei Jahren ist der israelische Vernichtungskrieg in Gaza insofern vorbei, dass spärliche Hilfslieferungen eintreffen und die Bombardierungen nicht unablässig stattfinden. Die deutschen Eliten in Politik, Medien und Kultur atmen auf. Man spürt ihre Hoffnung, der Rachefeldzug für den 7. Oktober könnte ein Betriebsunfall gewesen sein und sie könnten möglichst schnell zur Tagesordnung übergehen. Alles wird wieder gut, auch Deutschland.
Es ist eine Hoffnung mit angehaltenem Atem. Ist das globale Gedächtnis für das Grauen von Gaza kurz genug? Man muss davon ausgehen, dass der Mainstream in Deutschland in seiner Verblendung auf dieses Vergessen setzt. Russland-Angst und Migrationsfeindlichkeit bestimmen jedenfalls weiterhin die Debatte. Schon melden sich Stimmen im Politikbetrieb, die die Abhängigkeit des deutschen Militärs von israelischen Hightech-Waffen behaupten und deshalb auf eine schnelle Normalisierung der Beziehungen
zu Israel setzen. Kanzler Merz hat bereits angekündigt, dass er keine Initiative der EU, dieauf die israelische Regierung Druck ausüben könnte, durchgehen lassen wird. Die völkerrechtliche und ethische Frage, inwieweit sich Deutschland der Komplizenschaft an einem Krieg schuldig gemacht hat, der einen tiefen Bruch der Nachkriegsordnung darstellt, wirdhierzulande gar nicht erst diskutiert.
„Die Regierung darf ihr Zensursystem nicht an NGOs auslagern“
Quelle: NachDenkSeiten, e
In der vergangenen Woche hat die gemeinnützige Initiative liber-net ihren neuen Bericht „Das Zensurnetzwerk: Regulierung und Repression im heutigen Deutschland“ über die deutliche Ausweitung staatlicher und privatwirtschaftlicher Eingriffe in die digitale Informationsfreiheit in Deutschland in den letzten Jahren veröffentlicht und bei Veranstaltungen in Brüssel und Berlin vorgestellt. In einem Bericht und einer ausführlichen Datenbank dokumentiert sie, wie in den vergangenen Jahren ein immer dichteres Geflecht aus Organisationen, Projekten, Maßnahmen und technischen Instrumenten zur Abwehr sogenannter Desinformation und Hassrede entstanden ist. Strukturelle Veränderungen, die im Ergebnis laut liber-net den öffentlichen Debattenraum in Deutschland zunehmend verengt haben. Zu dem Bericht und seinen Erkenntnissen über die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Deutschland hat Maike Gosch mit dem Geschäftsführer von liber-net, Andrew Lowenthal, ein ausführliches Gespräch geführt.
Weiterlesen: „Die Regierung darf ihr Zensursystem nicht an NGOs auslagern“


