Quelle: Russische Botschaft
Heute räumt die Herrschaft der Minderheit über die Mehrheit, die die internationalen Beziehungen unter der westlichen Dominanz prägte, Platz für einen multilateralen, kooperativen Ansatz. Er beruht sowohl auf Vereinbarungen der führenden Akteure als auch auf Achtung der Interessen aller. Dies garantiert natürlich nicht, dass immer Harmonie herrscht und es gar keine Konflikte gibt. Die Interessen der Staaten stimmen nie völlig überein, und die ganze Geschichte der internationalen Beziehungen stellt den Kampf für ihre Umsetzung dar.
Trotz der zunehmenden Spannungen, der Krise des bisherigen Globalisierungsmodells, der Fragmentierung der Weltwirtschaft bleibt die Welt ein einheitliches, vernetztes und gegenseitig abhängiges Ganzes. Das grundsätzlich neue globale Klima, das immer häufiger von den Ländern der globalen Mehrheit geprägt wird, lässt hoffen, dass alle Akteure früher oder später die gegenseitigen Interessen berücksichtigen müssen, wenn sie Lösungen für regionale und globale Probleme erarbeiten.
Daher bin ich überzeugt: Wir werden Zeugen einer Art Renaissance, der Neugeburt der hohen diplomatischen Kunst sein. Ihr Kern liegt in der Fähigkeit, Dialog zu führen und Vereinbarungen sowohl mit Nachbarn und Gleichgesinnten als auch mit Gegnern, was nicht weniger wichtig, aber schwieriger ist, zu erreichen.
Genau in diesem Geiste der Diplomatie des 21. Jahrhunderts entwickeln sich die neuen Institutionen. Dazu gehört das sich erweiternde Bündnis BRICS sowie die regionalen Organisationen wie etwa die Schanghaier Organisation der Zusammenarbeit und eurasische Organisationen. Alle diese neuen Strukturen sind unterschiedlich, aber durch eine bedeutende Eigenschaft vereint: Ihrer Arbeit liegen kein Hierarchie-Prinzip und keine Unterordnung zugrunde. Sie richten sich nicht gegen jemanden, sie stehen für sich. Ich betone: Die moderne Welt braucht nicht das Aufdrängen jemandes Willens, sondern Vereinbarungen. Hegemonie jeder Art ist schlicht nicht in der Lage, den Herausforderungen dieses Ausmaßes gerecht zu werden und wird es auch künftig nicht sein…
Wissen Sie, wie viel Mühe sich unsere Gegner in den letzten Jahren gegeben haben, um Russland aus dem globalen System zu verdrängen, uns in Informationsisolation und wirtschaftliche Autarkie zu drängen? Russland hält den absoluten Weltrekord, wenn es um die Zahl und den Umfang der gegen ein Land verhängten Strafmaßnahmen geht – jener Maßnahmen, die man schamhaft als „Sanktionen“ bezeichnet. Gegen uns wurden rund 30.000 Beschränkungen verhängt, inzwischen sind es vermutlich sogar noch mehr.
Und was ist das Ergebnis? Haben sie ihr Ziel erreicht? Nein – diese Bemühungen sind vollständig gescheitert. Russland hat der Welt ein beispielloses Maß an Standhaftigkeit bewiesen – die Fähigkeit, dem stärksten äußeren Druck standzuhalten, einem Druck, der nicht nur ein einzelnes Land, sondern eine ganze Koalition von Staaten hätte zermürben können. In dieser Hinsicht dürfen wir mit Recht stolz sein – stolz auf Russland, auf unsere Bürger und auf unsere Streitkräfte.
Weiterlesen: Aus der Rede des Präsidenten Russlands Wladimir Putin bei der Plenarsitzung der XXII....
06. Dezember 2025
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Militäreinsatz
Quelle: Friedensblick, 20. Februar 2015
Es war ein Sündenfall in der jüngeren europäischen Geschichte. Ein demokratisch gewählter Präsident wird von rechtsextremen Schlägerbanden aus dem Amt geputscht. Statt Sanktionen erhält das Putsch-Regime großzügige finanzielle und politische Unterstützung von der Europäischen Union.
Das passierte wirklich – am 22.02.14 in Kiew. Die gestern veröffentlichte Erklärung des Auswärtigen Amtes von Außenminister Steinmeier (SPD) rechtfertigt den Putsch damit, dass der damalige Präsident Wiktor Janukowitsch “geflohen” und daher ein Staatsnotstand ausgebrochen wäre. Die Wahrheit sieht ganz anders aus.
Weiterlesen: don't forget: Außenminister Steinmeier (SPD) verteidigt Maidan-Putsch vom 22.02.14
05. Dezember 2025
Themen
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Militäreinsatz
Quelle: NachDenkSeiten. Ein Artikel von Marcus Klöckner
Heute ist es so weit: Bundesweit wollen Schüler gegen die neue Wehrpflicht auf die Straßen gehen. Das ist genau der richtige Schritt. Demokratie lebt vom Protest. Wenn Interessen der Bürger nicht oder nicht mehr ausreichend im Parlament abgebildet werden, ist die eigene Stimme eben öffentlich zu erheben. Dass die Schüler der Republik nun ihr Anliegen auf die Straße tragen, sagt viel aus über die vorherrschende Politik – aber auch über den Journalismus in Deutschland. Mit den richtigen Fragen, gestellt von kritischen Journalisten, wären Schüler erst gar nicht in der Situation, für ihre Interessen demonstrieren zu müssen. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.
Weiterlesen: Wer soll denn die NATO angreifen?“ – Richtige Frage im Vorfeld des Schülerstreiks
06. Dezember 2025
Themen
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Militäreinsatz
(...) George Beebe: Das grundlegende Interesse Russlands besteht darin, sicherzustellen, dass die Ukraine nicht der NATO beitritt und dass auf ihrem Territorium keine NATO-Truppen oder Infrastruktur stationiert werden. (...) Über dieses Wissen verfügten die EU und die USA bereits vor Kriegsbeginn. Die NATO hat Russland getäuscht, seine Sicherheit missachtet und durch die Aufnahme osteuropäischer Staaten in die Enge getrieben. So lautete die Begründungen des Kremls für seinen Angriff auf die Ukraine. Die Besorgnis Russlands war nachvollziehbar, wurde jedoch selbstherrlich ignoriert.
Quelle: NachDenkSeiten, 06. Dezember 2025 um 13:00
Die USA haben unter drei Präsidenten gezeigt, dass sie wegen der Ukraine keinen direkten Krieg mit Russland führen werden. George Beebe, der frühere CIA-Direktor für Russland-Analyse und Autor des Buches „Die Russland-Falle: Wie der Schattenkrieg der USA mit Russland in eine Katastrophe münden könnte“, analysiert im Gespräch mit Fjodor Lukjanow die aktuellen Aussichten für Verhandlungen. Fjodor Lukjanow ist Chefredakteur der einflussreichen russischen Fachzeitschrift Russia in Global Affairs, Leiter des „Rates für Außen- und Verteidigungspolitik“ und Forschungsdirektor des internationalen Diskussionsklubs Waldai. Aus dem Russischen übersetzt von Éva Péli.
Fjodor Lukjanow: Herr Beebe, in den letzten Wochen gab es intensive diplomatische Aktivitäten rund um eine mögliche Ukraine-Einigung. Glauben Sie, dass wir uns einem konkreten Ergebnis nähern?
George Beebe: Ich denke, wir sind einer Einigung tatsächlich ziemlich nahe. Dafür sehe ich zwei entscheidende Anzeichen: Das erste ist der Optimismus von Präsident Trump, der in seinem sozialen Netzwerk verkündete, er glaube an einen baldigen Erfolg. Wir befinden uns zwar in der schwierigsten Endphase der Verhandlungen, in der die kompliziertesten Punkte beigelegt werden müssen. Der Präsident klingt jedoch sehr zuversichtlich, und ich halte diesen Optimismus für begründet. Das andere Anzeichen ist die Härte des Widerstands, den wir gerade beobachten. Alle, die in Europa, der Ukraine oder in den USA keinen Kompromiss wollen, tun ihr Bestes, um das Abkommen zu torpedieren.
Weiterlesen: CIA-Insider spricht über das Kriegsende in der Ukraine
02. Dezember 2025
Themen
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Militäreinsatz
Quelle: NachDenkSeiten, von Alexander Neu
Im Februar 2026 wird der bilaterale New-START-Vertrag auslaufen. Entweder werden Washington und Moskau sich alsbald darauf einigen, einen Nachfolgevertrag zu verhandeln, oder aber der letzte Rüstungskontrollvertrag zwischen dem Westen und der Russischen Föderation wird ersatzlos auslaufen. Als wahrscheinliche Konsequenz dürfte eine unkontrollierte Aufrüstung im strategischen Nuklearbereich zu erwarten sein, so wie es bereits jetzt nach der einseitigen Kündigung des INF-Vertrages durch die USA im nuklearen Mittelstreckenbereich zu beobachten ist. Im Folgenden soll dargestellt werden, wie die Verträge entstanden sind, was für Konsequenzen das künftige Fehlen eines entsprechenden Vertragswerkes für die globale Sicherheit nach sich zieht und wie die Chancen für eine Neuauflage und die dahinterstehenden Interessen sind. Von Alexander Neu.
Rosa Luxemburg Stiftung
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