Militäreinsatz

04. Februar 2020   Themen - Militäreinsatz

USA baut für 425 Millionen Euro Stützpunkte in Deutschland aus

Quelle: Pfälzischer Merkur 28. Januar 2020 | 23:18 Uhr

Doppelte Aufrüstung

US-Militär baut Stützpunkte in Spangdahlem und Ramstein für 425 Millionen Euro aus
 Eine Transportmaschine der US-Luftwaffe überfliegt den US-Flughafen Ramstein. Die größte Militärstützpunkt außerhalb der  USA soll ebenso wie der Standort Spangdahlem ausgebaut werden. 
 

Eine Transportmaschine der US-Luftwaffe überfliegt den US-Flughafen Ramstein. Die größte Militärstützpunkt außerhalb der  USA soll ebenso wie der Standort Spangdahlem ausgebaut werden.  FOTO: dpa / A3587 Ronald Wittek, dpa (dpa)

Spangdahlem/Kaiserslautern. Die Militärstützpunkte der US Airforce in Spangdahlem und Ramstein werden mit 425 Millionen US-Dollar weiter ausgebaut. Damit verbunden ist der Umzug von Spezialeinheiten der US Airforce vom britischen Mildenhall in die Eifel. Von Alexander Schumitz

Die US Airforce baut ihre Flugplätze in Spangdahlem und Ramstein insgesamt für weitere 425 Millionen US-Dollar aus. Dies ergibt sich aus einem Bericht der US-amerikanischen Militärzeitung Stars & Stripes, der jüngst veröffentlicht wurde. Die Aufträge für den Ausbau der beiden Flugplätze gehen nach Angaben von Airforce-Angehörigen an sechs Firmen aus den USA und aus Deutschland. Der jetzt zur Verfügung stehende Betrag ist laut Elizabeth Preston, die in Kaiserslautern für Vertragsangelegenheiten der US-Armee verantwortlich ist, etwa dreimal so hoch, wie die 150 Millionen US-Dollar, die in den vergangenen fünf Jahren hierfür ausgegeben wurden.

Mit den Investitionen soll der Umzug der Militärangehörigen vom Militärstützpunkt im britischen Mildenhall nach Deutschland vorbereitet werden. Aktuell plant das US-Militär diesen Flugplatz bis zum Jahr 2028 an die Briten zurückzugeben. Die von den US-Militärs bereitgestellten Mittel dienen dazu, die Militärstützpunkte Ramstein und Spangdahlem auszubauen und zu sanieren. So müssen beispielsweise die Landebahnen an die neuen Einsatzbedingungen angepasst werden. Auch die Kasernen werden an beiden Standorten modernisiert.

Nach Spangdahlem soll der 352. Special Operation Wing, eine Einheit für Sondereinsätze, umziehen. Zu ihr gehören 20 Flugzeuge der Typen Boeing-Bell CV-22 Osprey und Lockheed MC-130J Commando II. Rund 2500 Militär- und Zivilanghörige ziehen mit der Einheit in die Eifel. Zurzeit ist auf der Airbase in Spangdahlem die F-16-Kampfjet-Staffel des 52. Jagdgeschwaders mit rund zwei Dutzend Flugzeugen stationiert. Ihr gehören mehr als 4000 Militärangehörige und rund 1000 Zivilbeschäftigte an.



Die Boeing-Bell CV-22 Osprey, auch „Fischadler“ genannt, ist ein Flugzeug, das mit Rotoren ausgestattet ist, die sich im Flug kippen lassen. Sie können senkrecht starten und landen. Für den Reiseflug schwenkt das Flugzeug beide Propellergondeln mit den Rotoren um etwa 90 Grad nach vorne und wird zu einem Flächenflugzeug mit Turbopropantrieb und entsprechender Reisegeschwindigkeit.

Die Flugzeuge sind Teil des US Special Operations Commands (USSOCOM) – eines Teilstreitkräfte übergreifenden Spezialverbands, der unter anderem zur Terrorismusbekämpfung eingesetzt wird. Mit dem Transportflugzeug des Typs Lockheed MC-130J Commando II werden vor allem Spezialeinsätze geflogen.

Sie haben etliche Verstärkungen, die besonders Tiefflüge möglich machen. Über die Rampe können auch mitgeführte Fahrzeuge und Schlauchboote an Fallschirmen abgeworfen werden. Beide Flugzeugtypen werden von der 352. Special Operation Wing unter anderem für Such- und Rettungseinsätze genutzt.

In Ramstein werden Tankflugzeuge des Typs Boeing KC-46 Pegasus stationiert. Sie ersetzen die bislang von Mildenhall aus eingesetzten Tankflugzeuge des Typs Boeing KC-135 Stratotanker – die mit über 50 Jahren ältesten noch aktiven Flugzeuge der Airforce.

In der Umgebung von Spangdahlem befürchten die Anwohner, dass es auf der Airbase deutlich lauter wird als bislang. Nach Unterlagen, die unserer Zeitung vorliegen, könnten auf den Flugplatz bis zu 1050 Starts und Landungen sowie bis zu 240 Nachtflüge pro Halbjahr hinzukommen. Außerdem übt die Staffel mehrmals pro Woche das Betanken der Flugzeuge am Boden. Dazu kommen wöchentlich bis zu acht Motorenchecks – zumindest wenn man die Zahlen des Luftwaffenstützpunkts Mildenhall zum Vergleich mit hinzuzieht. Die Ergebnisse eines vom Amt für Bundesbau – es kümmert sich etwa um die amerikanischen Militär-Liegenschaften in Rheinland-Pfalz – im Jahr 2017 in Auftrag gegebenen Lärmgutachtens sind bislang nicht öffentlich bekannt.

27. Januar 2020   Themen - Militäreinsatz

NATO-Großmanöver: Defender mit Drohgebärden oder eher doch Offender mit miesen Absichten?

Beitrag: Roswitha Engelke

Quellen: jungeWelt

Telepolis / Heiseonline

Mit Defender 2020 senden die USA, Großbritannien und Frankreich eine geschichtsvergessene Botschaft des Größenwahns, der Kleingeistigkeit sowie der Kriegsgeilheit an den ehemaligen Verbündeten aus der Anti-Hitler-Koalition.

Der Zeitpunkt, April/Mai, wurde nicht zufällig gewählt: 75 Jahre nach der Befreiung Europas vom Faschismus vor allem durch die Rote Armee marschieren wieder deutsche Soldaten an der russischen Grenze auf.

Seit dem die USA den "Kalten Krieg" wieder ins Leben gerufen haben und  wie schon früher in Russland den Staatsfeind Nummer eins sehen, arbeiten sämtliche NATO-Staaten zielgerichtet auf die Erhöhung des Rüstungshaushaltes hin. Für militärische Aufrüstung werden in Deutschland, Europa, die Welt horrende Mittel und Ressourcen verschlungen, die für soziale, ökologische und infrastrukturelle Maßnahmen zwingend erforderlich wären.

Und wie schon im 1. und 2. Weltkrieg ist Europa, spezifisch Deutschland,  ein zentraler Punkt des Geschehens

Aufgrund seiner geostrategischen Lage im Mittelpunkt Europas wurde die BRD zur logistischen Drehscheibe der NATO- und  US-Truppen.

Mit dem neuen Joint Support and Enable Command der NATO in Ulm, den Umschlaghäfen Hamburg, Bremerhaven und Nordenham sowie den Convoy Support Centern in Garlstedt (Niedersachsen), in Burg (Sachsen-Anhalt) und auf dem sächsischen Truppenübungsplatz Oberlausitz südlich von Weißwasser zur Drehscheibe der Transporte.

Operativ zuständig für Transport und Manöver ist das US-Heereskommando Europa in Wiesbaden, geleitet wird es über das EUCOM in Stuttgart. Datenübertragung und ergänzende Lufttransporte erfolgen über die US-Air Base Ramstein. Parallel finden Truppenübungen auf den US-Übungsplätzen in Grafenwöhr und Hohenfels in Bayern statt.

Die Größe des Manövers und die Örtlichkeit entlang der russischen Westgrenze stellen eine Provokation gegenüber Russland dar und bedeuten eine erneute Zuspitzung der Konfrontationspolitik von NATO und EU gegenüber Russland, die mit der Osterweiterung der NATO 1990 begonnen wurde und zur Einkreisung Russlands führte. Das Manöver birgt auch die Gefahr einer möglichen direkten Konfrontation zwischen militärischen Verbänden von NATO und Russland in sich.

In der Charta von Paris aus dem Jahr 1990 wurde von allen europäischen Staaten einschließlich Russland, den USA und Kanada gemeinsam formuliert:

Das Zeitalter der Konfrontation und der Teilung Europas ist zu Ende gegangen. Wir erklären, dass sich unsere Beziehungen künftig auf Achtung und Zusammenarbeit gründen werden.“

Für das Einhalten der Charta wird allein Russland in die Pflicht genommen. Die USA sucht akribisch mit Hilfe der EU  nach Gründen, um Russland vor dem Rest der Welt als den Aggressor zu erklären. Es sollten Entspannungspolitik und freundschaftliche kooperative Beziehungen mit Russland das Gebot der Stunde sein.


Vielen Menschen stellt sich die Frage, was hier überhaupt geübt werden soll

Nach Angaben der NATO werden alle zwei Jahre solche Manöver durchgeführt, wechselnd mit denen im südpazifischen Raum.

Offenkundig richten sich die einen gegen China, die anderen gegen Russland. Um die Verteidigungsbereitschaft zu demonstrieren, braucht es diese Art von Aktionen nicht. An den Zahlen der Rüstungsetats lässt sich schnell erkennen, dass die NATO hier weit vorne liegt.

 

 

 

15. Januar 2020   Themen - Militäreinsatz

Defender - passen klimafeindliche Großmanöver in unsere Zeit

 

Nato probt in "good old Germany" den Ernstfall: Bremerhaven wird Drehscheibe für US-Militär

Quelle: buten  und binnen

Wenn die US-Army ab Februar die größte Truppenverlegung nach Europa der letzten 25 Jahre probt, dann ist auch Bremerhaven beteiligt. Was steckt hinter der Operation?

 

Was passiert bei der Übung?
 
"Defender Europe 2020" heißt die Militär-Übung, die am Dienstag von US-Army und Bundeswehr in Berlin vorgestellt wurde. Dabei proben die USA die Verlegung einer Division aus Amerika nach Osteuropa. Insgesamt sind rund 37.000 Soldaten aus 18 Nationen beteiligt. Über 20.000 US-Soldaten kommen mitsamt Material und Fahrzeugen in Europa an. Damit wird erstmals die Verlegung einer ganzen Division geprobt. Es handelt sich um die umfangreichste Truppenverlegung der letzten 25 Jahre. Der Hauptzeitraum reicht von Februar bis in den Mai 2020. Bei einer größeren Truppenverlegung 2017 wurden mehr als 4.000 Soldaten und 2.000 Fahrzeuge nach Europa verlegt.
 
 
Welche Ziele stecken hinter der Operation?
 
Mit der Operation soll die schnelle Verlegbarkeit größerer Truppenteile über den Atlantik geübt werden. Außerdem soll die Einsatzbereitschaft innerhalb der Nato geprüft und erhöht und gezeigt werden, dass europäische Partner gemeinsame Vorhaben verlässlich unterstützen und umsetzen. Der stellvertretende Kommandeur der US-Army Europe, Major General Andrew Rohling, sprach am Dienstag in Berlin von einem Signal, dass die USA ihrer Verantwortung für Europa und die Nato-Partner gerecht würden.
Bereits 2017 schlug das US-Militär Militärgüter in Bremerhaven um.
 
Wo findet das Manöver statt?
 
Die US-Amerikaner kommen mit Schiffen und Flugzeugen in Europa an. Sie nutzen dafür 14 See- und Flughäfen in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland. Übungen finden in Deutschland, Polen, Georgien und dem Baltikum statt. Per Schienen- und Straßentransport geht die Verlegung anschließend weiter Richtung Ost-Europa. Dabei durchqueren die Teilnehmer der Übung zehn Länder. Die Konvoi-Routen werden etwa 4.000 Kilometer lang sein.
 
 
Welche Rolle spielt Deutschland?
 
Deutschland wird aufgrund seiner geo-strategischen Lage die logistische Drehscheibe bei der von den US-Streitkräften geführten Übung sein. Im Sinne des "Host Nation Supports" ist die Streitkräftebasis für Unterstützungsleistungen auf deutschem Hoheitsgebiet zuständig. Darunter fallen neben der politisch-strategischen Ebene vor allem logistische Aufgaben wie Transport und Versorgung oder militärpolizeiliche Begleitung.
2017 kamen 2.500 Fahrzeuge, Container und andere Ladung im Kaiserhafen von Bremerhaven an.
 
 
Was ist in Bremerhaven geplant?
 
 
Im geografisch günstig gelegenen Bremerhaven liefern drei Frachter 825 Fahrzeuge an, vom Großpanzer bis zu kleineren Gefährten. Die frühste Anlandung könnte – je nach Durchkommen – am 20. Februar stattfinden, die letzte wird am 26. Februar erwartet. Sechs Konvois mit jeweils rund 150 Fahrzeugen machen sich anschließend auf den Weg Richtung Polen. Die Großpanzer werden über Straßen und Schienen abtransportiert, Lkw und Kleinfahrzeuge fahren selbständig. 2017 wurde ein Großteil der Fahrzeuge und Materialien über Bremerhaven abgewickelt, damals ging es um 900 Eisenbahnwaggons mit militärischem Gerät.
 
 
Ist mit Behinderungen für die Bevölkerung zu rechnen?
 
Um die Belastung für die Bevölkerung zu minimieren, solle der Großteil der Transporte aber nachts zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr erfolgen. Auszuschließen seien Staus und Behinderungen auf den Straßen laut Bundeswehr allerdings nicht.
 
Gibt es Widerstände gegen die Operation?
 
Die Linken machen bereits gegen die Operation mobil. Es handele sich um gefährliches Säbelrasseln und keinen Beitrag, die Beziehungen zwischen Russland und der Nato zu verbessern, so Tobias Pflüger, verteidigungspolitischer Sprecher der Linken im Bundestag zur "Neuen Osnabrücker Zeitung". Ein klimafeindliches Großmanöver passe nicht in diese Zeit.
Ein Panzer bewegt sich in Richtung eines Schiffes

 

 

 

21. Januar 2020   Themen - Militäreinsatz

Es spricht sich herum: Europa baut panzerfeste Straßen

Von wegen Verschörungstheorie

Die EU will im Schengenraum die Möglichkeit schaffen militärisches Gerät schnell von A nach B auch über Ländergrenzen hinweg transportieren zu können. Die EU meint auch, dass davon auch der zivile Transport profitieren würde.

Hitler wollte 1933 genau dasselbe und meinte damit könne man Arbeitsplätze schaffen. Was soll das? Wollen wir nicht endlich irgendwann mal aus der NATO austreten? Soweit ich weiß liegt Deutschland nicht am Atlantik und der Ostteil Deutschlands war bis zur Einheit in einem Waffenbündnis mit Russland - wieso ist Deutschland nach 1990 dann eigentlich in der NATO gewesen? Nur weil der Westteil schon drin war? Da wäre aus meiner Sicht eine Volksabstimmung sinnvoll gewesen. (Quelle: Internet)

Anbei ein paar Videolinks dazu:

13. Januar 2020   Themen - Militäreinsatz

Frau von der Leyens Abendgebet?

„Es geht um ein Europa, das auch militärisch mehr Gewicht in die Waagschale werfen kann. Der Aufbau von Fähigkeiten und Strukturen ist das eine. Das andere ist der gemeinsame Wille, das militärische Gewicht auch tatsächlich einzusetzen, wenn es die Umstände erfordern.“(Ursula von der Leyen, EU-Kommissions-präsidentin, Münchner Sicherheitskonferenz, 16.2.2018)

 

Schulden machen für Aufrüstung hatten wir schon mal ... Waffen für den Frieden ebenfalls

Suche

 
 
 
 

Europawahl 2019

 

Konversion statt Aggression

 

Fraktion DIE LINKE: PLAN B

 

Rosa Luxemburg Stiftung

 
 

Besucherzähler

Heute13
Gestern17
Woche30
Monat499
Insgesamt70329
 

Anmeldung