03. Mai 2016   Themen

Kämpfen lohnt sich - Charité Berlin

Liebe Genossinnen und Genossen,

der 1. Mai stand dieses Jahr im Zeichen der Solidarität Nur durch Solidarität untereinander ist es den Beschäftigten der Berliner Charité gelungen, nach vier Jahren einen Tarifvertrag für mehr Personal im Krankenhaus zu erkämpfen.

 

Das ist nicht irgendein Tarifabschluss, sondern echte Tarif-Geschichte! Es ging nicht in erster Linie um Löhne, sondern um mehr Personal.

 

Und: sie haben es geschafft. Denn: kämpfen lohnt sich!

 

 

Das haben die Beschäftigten, die Betriebsgruppe, Vertrauensleute und Tarifberater/innen letzten Donnerstag gefeiert und mich gefragt, ob ich nicht dazukommen mag. Im Gepäck hatte ich ein Gratulationsschreiben der gesamten Bundestagsfraktion (siehe Anlage), darum haben Harald Weinberg und ich uns gekümmert. Zu Beginn der Feier hat der Vorsitzende der Betriebsgruppe noch einmal die lange Auseinandersetzung Revue passieren lassen. Er sprach von der schwierigen Anfangszeit und auch darüber, wie sie anfänglich von ihrer Gewerkschaft gebremst wurden. Er sagte wortwörtlich:

 

 

„Wir saßen ziemlich genau vor vier Jahren in der Deponie in Mitte, völlig desillusioniert und wussten nicht mehr weiter. Und dann kam DIE LINKE. Sie beauftragte den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages ein Gutachten zu erstellen, ob die Frage von Personalstärke streikfähig vor dem Grundgesetz ist.  DIE LINKE unterstützte uns im Aufbau des Berliner Bündnisses und war immer an unserer Seite. DIE LINKE organisierte bei unserem Streik im vergangenem Jahr die Streikuni und unterstützte uns all die Jahre auf der Straße, im Bündnis selbst und im Bundestag – einfach überall. Deswegen darf heute, wo wir feiern, natürlich DIE LINKE nicht fehlen.“

 

Es gab tosenden Applaus, schon bevor ich die Gelegenheit hatte, überhaupt ein paar Worte an die Kolleg/innen zu richten. Es waren auch Kolleg/innen der kommunalen Krankenhäuser aus dem Saarland anwesend. Sie planen, für einen Tarifvertrag über mehr Personal im Herbst zu streiken und die Charité-Kolleg/innen haben symbolisch den Staffelstab weitergereicht. Der Funke springt also über und bundesweit entsteht eine beachtliche Dynamik. Dieser Tarifvertrag muss Signalwirkung haben, denn Personalmangel ist bundesweit ein Problem!

 

Diese bevorstehenden Auseinandersetzungen bieten uns eine Chance, denn es macht eben doch einen Unterschied, wenn wir uns solidarisch an Auseinandersetzungen beteiligen. Pflegestreiks sind Klassenkämpfe für das Allgemeinwohl und sie sind auf öffentliche Unterstützung angewiesen. Überall wo sie organisiert werden, sind wir aufgefordert, uns daran zu beteiligen. Wir können den Unterschied ausmachen und dabei helfen, breite Bündnisse für mehr Personal in Krankenhäusern aufzubauen.

Material gibt es dazu auf der Kampagnenseite unserer Partei: https://www.die-linke.de/kampagne/aktionen/mehr-personal-im-krankenhaus-maerz-2016/

 

 

Die Beschäftigten der Charité hatten einen Schlachtruf: „Mehr von uns ist besser für alle!“ Das gilt doch irgendwie auch für uns, oder?

 

Ich wünsche euch allen einen angenehmen Wochenstart.

 

 

Mit solidarischen Grüßen,

 

Jutta

 

 

Jutta Krellmann, MdB

 

Gewerkschaftspolitische Sprecherin

 

Sprecherin für Arbeit & Mitbestimmung


(http://juttakrellmann.de/aktuelles/1.-mai-im-zeichen-der-solidaritaet).

 

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