20. August 2017   Themen

Leben in Saus und Braus?

  Beitrag: Roswitha Engelke

 

 

 

 

Sehr oft höre ich von Bürgern dieses Landes, denen es relativ gut geht, die Bemerkung: "Denen wird alles geschenkt"! Vor der Flüchtlingswelle waren es die HARTZ IV-Bezieher, die es sich angeblich in einer sozialen Hängematte gut gehen ließen. Faule Stützeempfänger, Sozialbetrüger, Asoziale etc. waren Bezeichnungen, mit denen ein arbeitssuchender "HATZ"-VI-Empfänger konfrontiert wurde.

 

Überraschenderweise grübelt jetzt der deutsche Wutbürger darüber nach, dass der deutsche Sozialhilfeempfänger zu wenig Sozialhilfe bekommen könnte. Wieso die plötzliche Sorge um die angeblich arbeitsscheuen Asozialen? Ist es der Masse endlich aufgegangen, dass es keine anständig bezahlten Arbeitsplätze vom Himmel regnet? Weit gefehlt. Sie wechselten nur ihr Angriffsziel. Jetzt ist es der Flüchtling, der den Sozialstaat auffrisst.

Wie der Grund der hohen Arbeitslosigkeit ausgeblendet wurde, wird nun der Grund der Flucht eines Menschen aus seiner Heimat ausgeblendet. Dabei sind es gerade die Wähler der etablierten Parteien, die mithelfen, Flüchtlinge zu "produzieren".

Wer sich wie Deutschland an Kriegen beteiligt, sollte davon ausgehen, das Kriege Flüchtlingswellen erzeugen. Wer darüber abstimmt, welche Anzahl von Soldaten in den Krieg geschickt werden, sollte auch darüber nachdenken, wie viele Menschen aus den Kriegsgebieten flüchten und bei deren Aufnahme nicht eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen.

Ist das Saus und Braus?

Foto: dpa

Unter Saus und Braus stelle ich mir wahrlich etwas Anderes vor.

Wenn jemand fragt, wo das Geld für diese Lager herkommt, mit dem Hintergedanken den Steuerzahler aufzustacheln, könnte ich kotzen.

Natürlich werden Sozialleistungen von der arbeitenden Masse bezahlt, weil unsere Regierungsclique  nicht die Bundesbürger steuerlich zur Kasse bittet, bei denen sich die Millionen auf dem Konto häufen. Das Kapitalistische System funktioniert selten ohne Ausbeutung einer bestimmten Klasse.

Flüchtlinge und Handys – für viele verbitterte Deutsche ist das die reine Provokation. Geld vom deutschen Staat kassieren – und mit teuren Luxus-Smartphones hier aufkreuzen? Eine Unverschämtheit, so die Botschaft vieler Asylkritiker im Netz.

Sorry, liebe Wutbürger. Aber eure Argumente sind leider völlig sinnlos.

Warum? Ganz einfach: In den meisten Fällen sind Smartphones für Flüchtlinge keine Luxusgüter – sondern der einzige Weg, um mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben. Skypen und WhatsAppen ist viel günstiger als ein Auslandsgespräch mit dem Festnetztelefon. So weit so klar?

Noch wichtiger ist das Handy für viele Flüchtlinge jedoch, bevor sie in Deutschland eintreffen. Es ist mit Ortungsdiensten ausgestattet und hilft ihnen dabei, sich auf ihrer Flucht zurechtzufinden. Und auch wenn ihr es nicht wahrhaben wollt: Auch in Afrika und dem Nahen Osten sind Smartphones weit verbreitet – weil dort das Telefonnetz häufig schlecht ausgebaut ist.

 (Quelle Focus online)

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