20. September 2017   Aktuell

Was das Wahlverhalten über den IQ aussagt

Schon immer haben Wissenschaftler versucht, anhand des Verhaltens etwas über die Intelligenz eines Menschen zu erfahren. Eine neue Studie in den USA untersuchte in diesem Zusammenhang den IQ von Wählern. Die Wissenschaftler wollten beweisen, dass eine bestimmte Gruppe von Wählern einen ähnlich hohen oder niedrigen IQ haben müsste. Diese Wählerstudie fand zwar in den USA statt, sie könnte aber sicher überall in der Welt zu ähnlichen Ergebnissen führen.

Denn diese Studie gründet auf der Theorie, dass Menschen überall dieselben Gründe anführen würden, wenn man sie nach ihrem Wahlverhalten befragt. Diese Studie in den USA geht davon aus, dass die Wähler konservativer Parteien einen deutlich niedrigeren IQ hätten als die Wähler liberaler Parteien. Laut der Definition der Wissenschaft erlaube ein höherer IQ den Menschen, sich deutlich mehr für soziale Themen zu engagieren.

Diese Wählergruppe würde sich mehr für das Gemeinwohl einsetzen und sei eher in der Lage, sich in die Situation einer Randgruppe oder einer Minderheit hineinzuversetzen. Der sprichwörtliche Blick über den Tellerrand hinaus verlangt also einen deutlich höheren IQ, als das Festhalten an bewährten Ansichten und Meinungen.

Je freier die Geisteshaltung desto höher der IQ!

 

Zu einem ganz ähnlichen Ergebnis kam eine britische Studie. Auch diese Wissenschaftler untersuchten den IQ der Wähler.

Nach ihrer Studie liegt der IQ linker also liberaler Wähler höher als der konservativer Wähler.

Als Grund wurde unter anderem aufgeführt, dass das Beharren auf bewährten Werten und Ansichten kaum Gehirnleistung erfordert. Eine liberale, soziale Geisteshaltung erfordert im Gegensatz dazu ständiges Umdenken und die Auseinandersetzung mit anderen Menschen.

Noch schlechter als die konservativen Wähler schnitten in dieser Studie die Wähler rechtsextremistischer Parteien und die Nichtwähler ab. Da Rechtsextreme auf nur wenigen Konzepten beharren, müssen sie wohl am wenigsten über Politik nachdenken. Leider scheint das auch für Nichtwähler zu gelten.

Was die religiöse Haltung über den IQ aussagt!

Nach Ansicht der Wissenschaft zeigt sich der Unterschied beim IQ auch in Sachen Religion. Laut ihrer Untersuchungen liegt der IQ religiöser Menschen unter dem nicht religiöser Menschen. Das liegt, nach Ansicht der Wissenschaftler daran, dass Menschen, die im Bekannten leben, nicht mehr viel über ihre Situation reflektieren. Ihr Weltbild ist genau definiert und bedarf keiner Veränderung mehr. Die Entwicklung des menschlichen Gehirns und damit der Intelligenz lebt aber gerade davon, ständig neue Verknüpfungen zu bilden. Je starrer eine Religion oder Weltanschauung ist, umso weniger Freiraum für eigene Ansichten und Meinungen scheint es zu geben.

So können Parteien gezielt um Wähler werben!

Parteien, die sich an diesen Untersuchungen orientieren, sind in der Lage, gezielt um ihr Klientel zu werben. So sprechen konservative Parteien nicht umsonst religiöse Werte in ihren Wahlprogrammen an. Sie bieten bewährte Konzepte und Lösungen an und ersparen damit ihren Anhängern sich selbst Gedanken zu machen.

Das gilt aber ebenso für liberale Parteien, sie sprechen gezielt Menschen an, die geistig flexibel sind und sich ihre eigene Meinung bilden. Eine Partei, die weiß, wer sie wählt, kann sich gezielter an diese Menschen wenden. Wie diese Untersuchung gezeigt hat, ist es offenbar nicht nur allein eine Sache der Weltanschauung, wie man wählt.

 

 

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