Weltweit

09. September 2022   Aktuell - Weltweit

Sklaverei und Reparationen: Karibikstaaten melden sich zu Wort nach Charles' Thronbesteigung

Kommentar: Nachdem Prince Charles die Thronfolge angetreten hat, mehren sich Forderungen von Politikern und Aktivisten in der Karibik, den Monarchen als Staatsoberhaupt der ehemaligen Kolonien abzusetzen. Auch soll Großbritannien Reparationen für seine Beteiligung an der Sklaverei zahlen.

Aus der Karibik mehren sich kritische Stimmen, nachdem Charles III. die Nachfolge seiner Mutter, Königin Elisabeth, angetreten hat, die 70 Jahre lang regiert hatte und am Donnerstagnachmittag gestorben hatte. Zwar erklärte der Premierminister Jamaikas Andrew Holness, sein Land werde um Elisabeth trauern, und sein Amtskollege in Antigua und Barbuda Gaston Browne ordnete an, die Flaggen bis zum Tag ihrer Beerdigung auf halbmast zu setzen. Doch gleichzeitig wird immer öfter die Zukunft der Monarchie in Frage gestellt.

Schon zu Beginn dieses Jahres hatten einige Staats- und Regierungschefs des Commonwealth auf einem Gipfel in Kigali, Ruanda, ihr Unbehagen darüber geäußert, dass die Führung des 54 Nationen umfassenden Klubs von Elisabeth auf Charles übergehen soll. Und auf einer achttägigen Reise im März, die der nunmehrige Thronfolger Prinz William und seine Frau Kate nach Belize, Jamaika und auf die Bahamas unternahmen, waren Reparationszahlungen und eine Entschuldigung für die Beteiligung Großbritanniens an der Sklaverei gefordert worden.

Niambi Hall-Campbell, eine 44-jährige Akademikerin, die dem Nationalen Wiedergutmachungskomitee der Bahamas vorsitzt, sagte am Donnerstag:

"Da sich die Rolle der Monarchie ändert, erwarten wir, dass dies eine Gelegenheit sein kann, die Diskussion über Wiedergutmachung für unsere Region voranzutreiben."

Hall-Campbell sprach der Familie der Königin ihr Beileid aus und wies darauf hin, dass Charles bei einer Zeremonie im vergangenen Jahr zum Ende der britischen Herrschaft, als Barbados zur Republik geworden war, die "entsetzlichen Gräueltaten der Sklaverei" anerkannt habe. Sie sagte, sie hoffe, dass Charles in einer Art und Weise führen werde, die die "Gerechtigkeit widerspiegelt, die die Zeit verlangt. Und diese Gerechtigkeit ist wiedergutmachende Gerechtigkeit".

Mehr als zehn Millionen Afrikaner wurden zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert von den europäischen Staaten in den atlantischen Sklavenhandel verstrickt. Diejenigen, die diese brutale Reise überlebten, wurden zur Arbeit auf Plantagen in der Karibik und in Amerika gezwungen.

Die jamaikanische Verfechterin von Reparationszahlungen, Rosalea Hamilton, sagte, dass die Äußerungen von Charles auf der Konferenz in Kigali über sein persönliches Bedauern über die Sklaverei "ein gewisses Maß an Hoffnung aufkommen ließen, dass er aus der Geschichte lernen und die schmerzhaften Auswirkungen verstehen würde, die viele Nationen bis heute erdulden mussten". Doch er müsse auch die Notwendigkeit von Reparationen ansprechen. Der neue König hatte in seiner Rede in Kigali keine Reparationen erwähnt.

Das Advocates Network, das Hamilton koordiniert, hatte einen offenen Brief, in dem es anlässlich des Besuchs von William und Kate "Entschuldigung und Wiedergutmachung" forderte. Die Enkelkinder der Königin hätten die Chance, das Gespräch über Wiedergutmachung zu führen, so Hamilton. Die jamaikanische Regierung kündigte im vergangenen Jahr an, Großbritannien um Entschädigung für den Zwangstransport von schätzungsweise 600.000 Afrikanern zur Arbeit auf Zuckerrohr- und Bananenplantagen zu bitten, die den britischen Sklavenhaltern ein Vermögen einbrachten.

David Denny, Generalsekretär der Karibischen Bewegung für Frieden und Integration aus Barbados, sagte:

"Wer auch immer das Amt übernehmen wird, sollte aufgefordert werden, der königlichen Familie zu erlauben, den Afrikanern Reparationen zu zahlen. (...) Wir sollten alle darauf hinarbeiten, die königliche Familie als Staatsoberhaupt unserer Nationen abzusetzen."

Jamaika hat angedeutet, dass es bald Barbados folgen und die königliche Herrschaft aufgeben könnte. Barbados

Das Advocates Network, das Hamilton koordiniert, hatte einen offenen Brief, in dem es anlässlich des Besuchs von William und Kate "Entschuldigung und Wiedergutmachung" forderte. Die Enkelkinder der Königin hätten die Chance, das Gespräch über Wiedergutmachung zu führen, so Hamilton. Die jamaikanische Regierung kündigte im vergangenen Jahr an, Großbritannien um Entschädigung für den Zwangstransport von schätzungsweise 600.000 Afrikanern zur Arbeit auf Zuckerrohr- und Bananenplantagen zu bitten, die den britischen Sklavenhaltern ein Vermögen einbrachten.

David Denny, Generalsekretär der Karibischen Bewegung für Frieden und Integration aus Barbados, sagte:

"Wer auch immer das Amt übernehmen wird, sollte aufgefordert werden, der königlichen Familie zu erlauben, den Afrikanern Reparationen zu zahlen. (...) Wir sollten alle darauf hinarbeiten, die königliche Familie als Staatsoberhaupt unserer Nationen abzusetzen."

Jamaika hat angedeutet, dass es bald Barbados folgen und die königliche Herrschaft aufgeben könnte. Barbados er unterstütze eine "allgemeine" Bewegung in Richtung Republikanismus in seinem Land. Er erklärte, dass er "zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich eine Republik unterstützen würde".

 

 

08. September 2022   Aktuell - Weltweit

The Queen, over an end ...

13.05.15 23:20-Bildschirmkopie

Quelle: Mathias Bröckers

Als letzte Amtshandlung hatte sie noch die junge Schreckschraube Liz Truss als neue Premierministerin empfangen, jetzt hat die Mutter aller Schreckschrauben und einer schrecklich netten Familie 96-jährig selbst das Zeitliche gesegnet. Hier Näheres über die Dame, zu der wir  Heathcote Williams anläßlich des Erscheinens von “Royal Babylon – The Criminal Record of British Monarchy” 2015 befragt hatten:

Das nach wie vor positive Image der Königsfamilie ist nur durch ein gehobenes Maß an Ignoranz und Selbstbetrug der Öffentlichkeit zu erklären, meint der britische Dramatiker und Autor Heathcote Williams. Die Fragen von Telepolis beantwortet er mit Passagen aus seinem investigative poem “Royal Babylon – The Criminal Record of The British Monarchy”, das jetzt auf Deutsch erschienen ist ( Die Windsors – Eine schrecklich nette Familie, Westend-Verlag). Ein notwendiges Antidot für das anschwellende Pomp,-und Popgedröhne anläßlich des Staatsbesuchs.

Die Queen und ihr Gemahl besuchen Deutschland und stehen einmal mehr im Fokus der Aufmerksamkeit. Sie aber sind not amused

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23. August 2022   Aktuell - Weltweit

Medwedew: Keiner der Nachbarn Kiews kann ihm Sicherheitsgarantien geben

Quelle: RTDeutsch

Das Kiewer Regime erfinde für sich immer wieder irgendwelche "Sicherheitsgarantien" für die Zukunft, es sei jedoch klar, dass kein Nachbar diese geben kann, so der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates Dmitri Medwedew. Er schrieb auf seinem Telegram-Kanal:

"Das Kiewer Regime erfindet weiterhin für sich selbst eine Art 'Sicherheitsgarantie' für die Zukunft. Sie veranstalten ein Treffen zu diesem Thema mit einigen unbedeutenden Nachbarn unter dem Vorsitz vergessener Rentner, oder sie bringen wieder die NATO ins Spiel.

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06. September 2022   Aktuell - Weltweit

Prager fordern den Rücktritt der rechten Regierung: Gründe sind der Wirtschaftskrieg gegen Russland und die hohen Energiepreise

Quelle: jungeWelt

Kommentar: Wer in Deutschland das Grundrecht auf freie Meinung nutzt und demonstriert ist plötzlich und unerwartet Rechtsradikaler. Vor 2 Jahren noch war man als Demonstrant noch linker Terrorist. Interessante Wendung. (Roswitha Engelke)

In der tschechischen Hauptstadt haben am Sonnabend Zehntausende Menschen gegen die Regierung des Landes und deren Ukraine-Politik demonstriert. Sie warfen ihr unter anderem vor, die Belange der Ukraine als wichtiger einzuschätzen als die der eigenen Bevölkerung. Bei der Kundgebung unter dem Motto »Die tschechische Republik zuerst« kamen nach Polizeiangaben rund 70.000 Menschen auf dem zentralen Wenzelsplatz zusammen. Sie protestierten gegen den Wirtschaftskrieg gegen Russland und die gestiegenen Lebenshaltungskosten und forderten den Rücktritt der rechten Regierung. (AFP/jW)

 

 

23. August 2022   Aktuell - Weltweit

Tausenden Ukrainern droht Ende von privater Unterkunft bei Briten

Quelle: RTDeutsch

Tausenden ukrainischen Flüchtlingen in Großbritannien droht ein Ende ihrer Unterkunft in privaten Haushalten. Wie das nationale Statistikamt ermittelt hat, will oder kann etwa jeder vierte Gastgeber die für ein halbes Jahr zugesagte Unterbringung nicht mehr fortsetzen. Flüchtlings-Staatssekretär Richard Harrington forderte deshalb, die Hilfszahlungen der Regierung von derzeit 350 Pfund (415 Euro) im Monat zu verdoppeln. Harrington verwies auf die explodierenden Kosten für Strom und Gas. Die staatlichen Zuschüsse seien ein sehr wichtiger Beitrag für die Haushaltsausgaben, sagte der konservative Politiker der Zeitung Telegraph.

Die britische Regierung hatte nach dem Beginn der russischen Sonderoperation in der Ukraine das Programm Homes for Ukraine (Ein Heim für die Ukraine) ins Leben gerufen. Dabei verpflichten sich Privatleute, ukrainische Flüchtlinge für mindestens ein halbes Jahr bei sich zu Hause aufzunehmen.

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