Vor Ort

02. August 2021   Aktuell - Vor Ort

Erhebung von Kontaktdaten und Maskenpflicht in der Gastronomie

Gastronomiebetriebe in Niedersachsen müssen zur Verfolgung von Infektionswegen des Corona-Virus SARS-CoV-2 die Kontaktdaten von Gästen erheben. DieseRegelung ist inzidenzunabhängig.

Aus gegebenen Anlass weist der Landkreis Helmstedt darauf hin, dass gem. § 1 f der
Niedersächsischen Corona-VO auch bei einer Inzidenz von unter 10 weiterhin die perso
nenbezogenen Daten von Gästen eines Gastronomiebetriebes erhoben und für die
Dauer von einem Monat aufbewahrt werden müssen.
Aufzunehmen sind der Name und Kontaktdaten (Telefonnummer und
postalische Adresse) sowie der Zeitraum des Aufenthalts.
Weiterhin gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Innenräumen der
Gastronomiebetriebe. Lediglich am Sitzplatz darf die Mund-Nasen-Bedeckung abgesetzt
werden. Ausnahmen gelten nur für private Feiern.
02. August 2021   Aktuell - Vor Ort

Sind Ungeimpfte Aussätzige denen keine Grundrechte gewährt werden müssen?

Quelle: NachDenkseiten

 

 
Ein Artikel von: Jens Berger

 

„Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte“ – mit diesem Satz setzte Kanzleramtsminister Helge Braun in der ohnehin fehlgeleiteten Impfdebatte an diesem Wochenende einen neuen Tiefpunkt.

Grundrechte sind keine Gratifikation, die von der Exekutive nach Belieben für regierungskonformes Handeln und Denken gewährt oder entzogen werden dürfen. Es ist bitter: Die Feinde der freiheitlichen demokratischen Grundordnung dieses Staates sitzen heute in dessen höchsten Ämtern. Und auch ansonsten zeichnet sich die gesamte Debatte vor allem durch Denkfehler aus. Die eigentlichen Impfskeptiker und Verfassungsgegner sitzen offenbar im Kabinett. Ein Kommentar von Jens Berger.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Darf der Staat die Grundrechte einschränken, um die Gesundheit seiner Bürger zu schützen? Er darf. Aber nur dann, wenn die Verhältnismäßigkeit gegeben ist, es ein übergeordnetes Interesse gibt und keine sanfteren Alternativen zur Verfügung stehen. So lassen sich ungefähr die Entscheidungen der oberen Gerichte im letzten Jahr zusammenfassen. Es ist jedoch nicht sonderlich zielführend, an dieser Stelle noch einmal die „Schlachten“ des letzten Jahres zu schlagen. Denn seit der Zulassung der ersten Impfstoffe und vor allem seit dem Zeitpunkt, an dem jedem Impfwilligen ein Impfangebot unterbreitet wurde, hat sich der Rahmen massiv verschoben.

Der Staat hat nun jedem seiner Bürger ein Impfangebot unterbreitet. Viele haben es angenommen, viele nicht. Und das ist vollkommen in Ordnung – zumindest wenn man sich nicht allzu sehr vom humanistischen Grundgedanken entfernt, der unser Grundgesetz durchzieht. Dazu hat im März dieses Jahres ein Politiker einen schlauen Satz gesagt: „Diejenigen, die ihr Impfangebot nicht wahrnehmen, treffen ihre individuelle Entscheidung, dass sie das Erkrankungsrisiko akzeptieren. Danach können wir aber keine Grundrechtseinschränkung eines anderen mehr rechtfertigen […] Wenn wir jedem in Deutschland ein Impfangebot gemacht haben, dann können wir zur Normalität in allen Bereichen zurückkehren“. Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Der Politiker, der dies sagte, war niemand anderes als Helge Braun; genau der Helge Braun, der nun massive und dauerhafte Grundrechtseinschränkungen für die Bürger fordert, deren individuelle Impfentscheidung nicht im Sinne der Regierung ausfällt.

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01. August 2021   Aktuell - Vor Ort

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01. August 2021   Aktuell - Vor Ort

Rosa Luxemburg: Briefe aus dem Gefängnis (1916-1918)

Quelle: DW -  Made for minds

Bild der Buchseite. Klicken, um Vorschau zu öffnen.   Rosa Luxemburg:

 

Geboren am 5. März 1871 in Zamosc, Polen
Ermordet am 15. Januar 1919 in Berlin

"Es stimmt, ich habe verdammte Lust glücklich zu sein..." schreibt die junge Sozialistin Rosa Luxemburg an ihren Parteifreund und Lebensgefährten Leo Jogiches. Aber ihr persönliches Glück fand sie letztendlich nur in ihrer politischen Karriere, nicht im privaten Leben. Die Sehnsucht nach Zwischenmenschlichem blieb: "Ich fühle mich nur in einer Welt zuhause, wo es Wolken, Vögel und Menschentränen gibt."

Rosalia (Rosa) Luxemburg wächst in einer jüdischen Familie auf. Ihr Vater ist Holzhändler. Als sie zwei Jahre alt ist, zieht die Familie nach Warschau. Mit fünf Jahren erkrankt Rosa an einem Hüftleiden. Monatelang muss sie liegen, eine Tortur für ein aufgewecktes, lebendiges Mädchen wie sie. Zum Trost bringt die Mutter ihr Lesen und Schreiben bei.

Auf Grund ihrer jüdischen Herkunft, der Geh-Behinderung und ihrer außergewöhnlichen Intelligenz hat sie es schwer auf dem Mädchengymnasium: Sie wird schnell zur Außenseiterin. Schon in der Schulzeit verkehrt sie in verbotenen sozialistischen Zirkeln. Im Winter 1888 kann sie nur knapp einer Verhaftung entgehen und nach Deutschland fliehen. Von dort schlägt sich die Siebzehnjährige bis in die Schweiz durch. Frauen sind da zum Studium zugelassen, und so schreibt sie sich 1890 an der Philosophischen Fakultät Zürich ein: Staatswissenschaft, Geschichte und Nationalökonomie – für eine Frau des 19.Jahrhunderts eine ungewöhnliche Wahl. 1897 promoviert sie mit "magna cum laude".

Sie will weiter politisch arbeiten. Mit Hilfe einer Scheinehe bekommt sie die deutsche Staatsbürgerschaft und tritt sofort nach ihrer Ankunft in Berlin in die Sozialdemokratische Partei ein. Die Großstadt behagt ihr allerdings nicht: "Berlin macht auf mich allgemein den widrigsten Eindruck: kalt, geschmacklos, massiv – eine richtige Kaserne." Sie bestimmt schnell die Linie der Partei mit. Als brillante Rednerin kann sie nicht nur die Parteigenossen, sondern auch das einfache Volk begeistern. "Die Göttliche" wird sie genannt. Für Genosse Lenin ist sie "der Adler der Revolution".

Als führende Theoretikerin ihrer Generation geht sie mit der Parteilinie schwer ins Gericht und setzt sich als politische Journalistin radikal für die Rechte der Arbeiterklasse ein. 1904 wird sie zu drei Monaten Gefängnis verurteilt – wegen Majestätsbeleidigung des Kaisers Wilhelm II.

Rosa Luxemburg / Rede in Stuttgart 1907 (Foto: picture-alliance / akg-images)

August 1907: Rosa Luxemburg auf dem Internationalen Sozialistenkongress in Stuttgart

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31. Juli 2021   Aktuell - Vor Ort

Querdenker sind ungemütlich und hinterfragen ... aber sie sind keine Faschisten

Querdenker Sokrates: Die Wahrheit, sofern man diese erlangen kann, liegt in einer Aussage, die sich nicht widerlegen lässt. Wenn man in der Lage ist zu erkennen, was NICHT ist, kommt man dem, was IST, schon näher.

Beitrag: Roswitha Engelke, 31.07.2021, 19:47

Quellen: Karriere Bibel  /  Transfer Online Magazin

Lateral denken (Querdenken) zu können heißt nichts weiter als intellligent und kreativ der Wahrheit  durch Hinterfraen nahe zu kommen oder ein Problem unkonventionell zu lösen, wenn man konventionell nicht weiterkommt. Menschen, die Hinterfragen als Faschisten zu bezeichnen ist unverschämt.

Um zu verdeutlichen, wie laterales Denken funktionieren kann, können Sie vielleicht einfach mal folgendes Rätsel lösen …

Stellen Sie sich vor: Sie fahren mit dem Auto und halten eine konstante Geschwindigkeit. Rechts neben Ihnen fährt ein riesiges Feuerwehrauto. Vor Ihnen galoppiert ein Schwein und hinter Ihnen verfolgt Sie ein Hubschrauber auf Bodenhöhe. Das Schwein und der Hubschrauber halten exakt Ihre Geschwindigkeit. Was machen Sie, um der Situation gefahrlos zu entkommen?

Bevor Sie auf weiterlesen klicken, denken Sie bitte selbst kurz nach!

Ähnlich wie momentan querdenken verketzert wird wurde vor Jahren "autonom sein" in Verruf gebracht. Heute weiß nur noch die 68iger-Generation und das Wörterbuch, dass dieser Begriff nichts weiter als unabhängig sein bedeutet. Wer jedoch gegenwärtig von sich verlauten lässt, dass er autonom ist, darf damit rechnen in das Visier des Verfassungsschutzes zu geraten. Denn heute sind Autonome linksradikale Anarchhisten.

Kapitalismus-Kritik wird zum Antisemitismus, Kritik an den kriegerischen Auseinandersetzungen der USA ist Antisemitismus, Kritik an der Palästinenerpolitik Israels geht gar nicht, denn die antisemitische Schublade ist groß. Obwohl der Umkehrschluss aus diesen Behauptungen hieße: Juden sind durchweg ausbeutende Großkapitalisten und die Kriegspolitik der USA werde hauptsächlich jüdisch gesteuert! Absurd ...

Beängstigend ist hingegen, dass sich eine derart abartige "Denkhygiene" in den Köpfen vieler bereits festgefressen hat.

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