05. März 2018   Aktuell

Hass auf Knopfdruck - Reconquista Germanica

Dieser Inhalt wird bereitgestellt von FocusOnline

 

Julia Ebner lebt in London, wo sie als Extremismus- und Terrorismusforscherin beim „Institute for Strategic Dialogue“ tätig ist. Sie unterwanderte für sechs Monate Deutschlands größte rechtsextreme Trollfabrik - und erfuhr, wie viel Schaden koordinierter Hass, Einschüchterungs- und Manipulationskampagnen anrichten können.

 

"Wir befinden uns im Krieg, im Informationskrieg", heißt es in der rechtsextremen Gruppe Reconquista Germanica, die vergangene Woche in Deutschland Schlagzeilen machte. Die selbsternannte elektronische Armee schloss sich im Sommer 2017 zusammen, um den Ausgang der Bundestagswahl zu AfDs Gunsten zu beeinflussen. Radikale Internet-Aktivisten vereinbarten in geschlossenen Foren Uhrzeiten, Hashtags und Zielscheiben für ihre Hasskampagnen, um die Algorithmen der sozialen Medien zu manipulieren und den politischen Online-Diskurs zu diktieren.

Mit erstaunlichem Erfolg: Wie unsere Analysen zeigen, gelang es ihnen vor der Wahl mithilfe von Online-Manipulationskampagnen Hashtags wie #TrauDichDeutschland und #MerkelMussWeg wochenlang in die Top-Trends der sozialen Medien zu befördern. Dieser inszenierte gesellschaftliche Druck brachte sie ein Stückchen näher an ihr Ziel, den politischen Rechtsruck.

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