15. März 2018   Aktuell

Kriegspropaganda gegen Russland oder Theresa May und ihre Affinität zu Ian Flemings Agententhrillern

Kommentar: Roswitha Engelke

Hackerangriffe, Giftmorde ... und die bösen Russen

Da die Propagandamaschinerie der Nato-gesteuerten EU regelmäßig Originaldokumente und Fakten unterdrückt und stattdessen ausschließlich durch politisch gleichgeschaltete „Nachrichtenagenturen“ oder „Journalisten“ gefilterte und verzerrte Informationen in die Welt setzt, an dieser Stelle die offizielle Erklärung Russlands zum Fall Skripal an die OPCW. 

Übersetzt und Quelle: Wordpresscom

Erklärung des Ständigen Vertreters der Russischen Föderation bei der OPCW. Botschafter Alexander Shulgin während der 87 Sitzung des OPCW Executive Councils zum Chemiewaffenvorfall in Salisbury, Den Haag, 13. März 2018

Herr Vorsitzender,

mit Blick auf die widerlichen Angriffe von britischen Offiziellen in London, ebenso wie die Aussagen des Leiters der britischen Delegation der OPCW in Richtung Russlands über die dubiose Geschichte zweier durch eine Chemiewaffe vergifteter Personen in Salisbury, möchten wir Folgendes festhalten.

Die unbegründete Anschuldigungen britischer Behörden bezüglich Russlands angeblicher Verstrickung in die Verwendung von Chemiewaffen auf ihrem Terrotorium sind absolut inakzeptabel. Unsere britischen Kollegen sollten sich daran erinnern, dass Russland und das Vereinigte Königreich Mitglieder der OPCW sind, das einer der erfolgreichsten und wirksamsten Mechanismen zur Abrüstung und Nicht-Weiterverbreitung darstellt. Wir rufen sie auf, die Ultimaten und Drohungen zu unterlassen und zum rechtlichen Rahmen der Chemiewaffenkonvention zurückzukehren, der es ermöglicht, diese Art von Situation zu lösen.

Wenn London ernsthafte Gründe für den Verdacht hat, Russland würde die CWC (Chemical Weapons Convention) verletzen – und die Erklärung des angesehenen Botschafters Peter Wilson zeigt, dass dem so ist -, empfehlen wir, dass Großbritannien sofort das Verfahren nach Absatz 2 von Artikel 9 der CWC in Anspruch nimmt. Dieses ermöglicht, uns auf einer bilateralen Grundlage offiziell zu kontaktieren, um Fragen, Zweifel oder Bedenken jeglicher Art auszuräumen.

 

Wir möchten auch betonen, dass diesbezügliche Erklärungen im Rahmen des Übereinkommens dem ersuchenden Mitgliedstaat so bald wie möglich, in jedem Fall aber nicht später als 10 Tage nach Eingang der Anfrage, erteilt werden. Die ultimative Forderung, dass diese Informationen unmittelbar, am Ende des heutigen Tages, bereitgestellt werden, ist deshalb vollkommen inakzeptabel.

Unsere britischen Kollegen sollten ihren propagandistischen Eifer und ihre Phrasen für ihr unaufgeklärtes heimischem Publikum aufsparen, wo sie vielleicht eine gewisse Wirkung entfalten. Hier, innerhalb der Mauern einer spezialisierten, internationalen Organisationen wie der OPCW, muss man Fakten und nichts anderes als Fakten präsentieren. Hören Sie auf, Hysterie zu schüren! Fangen Sie an und formulieren Sie eine offizielle Anfrage für Konsultationen mit uns, um die Situation zu klären.

Eine faire Warnung: wir benötigen substanzielle Beweise für die angebliche russische Spur in diesem bedeutenden Fall. Großbritanniens Behauptungen, sie hätten alles, und ihre weltberühmten Wissenschaftler hätten unwiderlegbare Informationen, die sie uns aber nicht geben werden, werden nicht akzeptiert. Für uns bedeutet dies, dass London gar nichts Substantielles vorzuweisen hat und all die lauten Vorwürfe nichts als Fiktion und eine weitere Fortführung des schmutzigen Informationskriegs gegen Russland sind.

Früher oder später werden sie für Ihre Lügen zur Rechenschaft gezogen.

Darüberhinaus wäre es in diesem speziellen Fall legitim für die britische Seite, Hilfe vom Technischen Sekretariat der OPCW zu ersuchen, um die Analyse der verfügbaren Proben, die angeblich Spuren einer Chemiewaffe in Salisbury aufweisen, in einem unabhängigen Labor durchführen zu lassen.

Vielen Dank, Herr Vorsitzender.


Wir bitten Sie, diese Erklärung als offizielles Dokument der 87. Sitzung des OPCW-Exekutivrats zu verbreiten und auf dem Server der Organisation zu veröffentlichen.

Quelle: Außenministerium der Russischen Föderation.

 

 

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