01. November 2019   Aktuell

Amnesty International - Türkei misshandelt Flüchtlinge und zwingt sie in aktive Konfliktgebiete zurückzukehren

Quellen:

Tagesschau.de

Amnesty International

Für den Bericht sprachen Amnesty-Experten mit Flüchtlingen, die sagten, dass sie von türkischen Polizeikräften geschlagen und bedroht worden seien.

Sie seien dazu gezwungen worden, Dokumente zu unterschreiben, die belegen sollten, dass sie selbst ihre Rückkehr nach Syrien gefordert hätten. Doch tatsächlich waren sie von der Türkei zur Rückkehr in ein lebensgefährliches Kriegsgebiet gezwungen worden.

"Die Behauptung der Türkei, dass sich die syrischen Flüchtlinge selbst dazu entschieden hätten, direkt in den Konflikt zurückzukehren, ist gefährlich und unehrlich. Im Gegensatz dazu haben unsere Recherchen ergeben, dass die Menschen ausgetrickst und gezwungen wurden, zurückzugehen", sagt Anna Shea, Expertin für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten bei Amnesty International.

"Die Türkei verdient große Anerkennung dafür, dass sie in den vergangenen acht Jahren mehr als 3,6 Millionen Frauen, Männer und Kinder aus Syrien aufgenommen hat.

Aber sie hat kein Recht diese Menschen für politische Erpressungen zu instrumentalisieren oder sie in ein aktives Konfliktgebiet abschieben – entgegen nationaler und internationaler Rechtslage. Das ist im höchsten Grade menschenverachtend und verlogen.

Bereits Monate vor dem Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien schob die Türkei syrische Flüchtlinge in das vom Krieg zerrüttete Land ab – also noch vor dem Versuch der türkischen Regierung, auf der syrischen Seite der Grenze eine sogenannte "Sicherheitszone" einzurichten.

Zu diesem Ergebnis kommt der neue

Amnesty-Bericht "Sent to a war zone: Turkey’s illegal deportations of Syrian refugees".

 

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