12. Februar 2020   Aktuell

Cum-Ex und Cum-Cum Experte Merz schielt auf das Kanzleramt

Foto: Tagesschau, v. 12.02.2020

Beitrag: Roswitha Engelke, überarbeitet am 13.02.2020

Nicht nur der Prophet gilt im eigenen Lande wenig, sondern auch Fraktionsvorsitzende.

Geht die CDU nicht etwas übereilt daran, Annegret Kramp-Karrenbauer auf das Abstellgleis zu schieben. Es sieht fast ein wenig danach aus, als hätten einflussreiche CDU Mitglieder nach den Äußerungen der Fraktionsvorsitzenden zu der desaströsen Thüringenwahl die Gelegenheit am Schopf gepackt, Frau Kramp-Karrenbauer weggekickt und "Finanzass" Merz aus dem Hut gezaubert.

Wer braucht eine Kramp-Karrenbauer, wenn man doch einen Merz haben kann!  Merz, der Retter in der Not!  

Die Basis der CDU steht hinter Merz, der als Aufsichtsratschef des US-Unternehmens Blackrock aller Wahrscheinlichkeit nach in den größten Steuerbetrug aller Zeiten verstrickt ist (Cum-Ex, Cum-Cum).

Bereits seit 2015 ermitteln Staatsanwälte in der Cum-Ex-Affäre  gegen mehr als 100 Banken und Fonds, dutzende Anwälte, Banker und Berater. Hier steckt der Möchtegernkanzler in massiven Interessenkonflikten, die seine Kandidatur negativ beeinflussen. Denn seine Nähe zu den mutmaßlichen Cum-Ex-Akteuren bleibt unbestritten.

Merz distanziert sich zwar von den fragwürdigen Deals:

"Sie dienen letztlich dazu, die Steuerzahler auszunehmen", sagte er, was aber nicht heißt, er hätte nichts damit zu tun. Dessen ungeachtet weiß er (natürlich  nur  theoretisch), wie man 's macht.

Ist das jetzt von Vorteil für die Ämter Fraktionschef/Bundeskanzler?

 

Ratsherr der Linken Helmstedt, Ulrich Engelke schaut noch aus einen anderen Blickwinkel auf den CDU-Kandidaten Merz:

"Versicherungsvertreter u. Vermögensverwalter an die Macht! Die verstehen es.

Immer mal wieder gibt Friedrich Merz seine "überragenden" wirtschaftspolitischen Kenntnisse zum Besten, als da wären ein höheres Renteneintrittsalter und eine weitere Privatisierung der Rente mit Kapitaldeckung.

Klar, die Firmen suchen ja bereits jetzt händeringend nach siebenundsechzigjährigen Facharbeitern, das weiß doch jeder. Und eine weitere Privatisierung der Rente mit einer Kapitaldeckung ist das Ei des Kolumbus, sind doch enorme Zinsen, d. h. eine exorbitante Rendite zu erwarten und das deutsche Volk hat soviel Einkommen, dass es sowieso nicht weiß, wohin mit dem vielen Geld." -

 

Aber nicht nur Friedrich Merz, der bei  US-Vermögensverwalter Blackrock ein millionenschweres Gehalt kassiert, ist der Meinung, dass generell jeder Mensch bis zum 70. Lebensjahr für seinen Lebensunterhalt arbeiten sollte.

Auch Jens Spahn, ein weiterer Kanzler-Kandidat der CDU hat eine Erhöhung des Renteneintrittalters angekündigt.

«Mit der steigenden Lebenserwartung muss auch das Renteneintrittsalter weiter steigen», sagte der Bundesgesundheitsminister bei einer Regionalkonferenz in Düsseldorf. -

Der böse Witz dabei ist, dass Großbetriebe wie z. B. VW schon knapp vor dem 60. Lebensjahr anfragen, ob der Mitarbeiter nicht in Frührente gehen möchte ... zwischen 2017 und 2019 wurden unter dem Aspekt Altersteilzeit 30.000 Stellen "sozialverträglich" abgebaut.

Da wäre noch Armin Laschet, der sehr für den liberalen Kurs der CDU  Marke Merkel steht. Wäre ein "weiterso" die Folge? Seine Antworten auf die Kanzler-Frage lassen sich meistens so interpretieren: Ich könnte schon, wenn ich denn wollte. Wird er tatsächlich  Kanzlerkandidat, aber verliert danach bei der Bundestagswahl, wäre der Weg zurück in die wohlig-warme Staatskanzlei in Düsseldorf ziemlich sicher versperrt. Seine politische Karriere wäre wohl vorbei.

 

 

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