16. Juli 2021   Aktuell

Kuba vor der Revolution: Das Paradies der USMafia

Vorwort: Roswitha Engelke

Dass für die US-Regierung auf Kuba vor der Revolution und vor dem Sozialismus alles im Lot war, erklärt, welche Gruppe die Vereinigten Staaten regiert und die Weltpolitik bestimmt ...

1959 bereitete die kubanische Revolution unter der Führung von Fidel Castro und  Ché Guevara der Batistadiktatur ein Ende. Der Batista Clan und seine us-amerikanischen Mafioso-Freunde wurden von der Isel vertrieben und ihr Großgrundbesitz zum Volkseigentum erklärt. Die Anwort der USA war ein Handels-, Wirtschafts- und Finanzembargo, das bis heute besteht und in jährlichen Abständen verstärkt wird, mit dem Ziel die Wirtschaft des Inselstates völlig lahm zu legen und als Verantwortliche die sozialistische Regierung zu erklären. Das ist perfide!

Wer sich wie die USA auf Demokratie und Menschenrechte beruft, der müsste auch das Völkerrecht, die Vereinten Nationen und ihre Entscheidungen respektieren. Alles andere ist verlogen!

 

Deutschland 2012, WDR

Regie: Bernhard Pfletschinger, Hans-Peter Weymar
Auf Youtube zu sehen

 

Vor der so­zia­lis­ti­schen Re­vo­lu­ti­on auf Ku­ba herrsch­te das dik­ta­to­ri­sche Re­gime von Ge­ne­ral Ful­gen­cio Ba­tis­ta y Zaldívar auf der Ka­ri­bi­kin­sel. Un­ter sei­ner Herr­schaft blühten Dro­gen- und Waf­fen­han­del, Kor­rup­ti­on, Spiel­ka­si­nos und Pro­sti­tu­ti­on. Be­trie­ben wur­den die dunklen Geschäfte von ver­schie­de­nen Ma­fia-Or­ga­ni­sa­tio­nen.

Während die Ma­fia-Bos­se und der Ba­tis­ta-Clan im­mer rei­cher wur­den, hun­ger­te die ku­ba­ni­sche Be­völ­ke­rung. Doch trotz staat­li­cher Re­pres­si­on wuchs die re­vo­lu­ti­onäre Stim­mung un­ter den Ku­ba­nern. Und zum Jah­res­be­ginn 1959 setz­ten Fi­del Ca­stro, Er­ne­sto »Ché« Gue­va­ra und ih­re Ge­nos­sen dem dro­hen­den Ma­fia-Staat ein En­de.

 

 

Im März 1952 riss Ge­ne­ral Ful­gen­cio Ba­tis­ta y Zaldívar durch einen Mi­li­tär­putsch mit Hil­fe des ame­ri­ka­ni­schen Ge­heim­diens­tes CIA die Macht auf Ku­ba an sich. Da­nach hätte der In­sel­staat ei­ne der zahl­rei­chen, von Wa­shing­ton kon­trol­lier­ten Mi­li­tär­dik­ta­tu­ren im Hin­ter­hof der USA wer­den kön­nen. Aber un­ter Ba­tis­ta wur­de dar­aus mehr: Es ent­stand ein Ma­fia-Staat.

Bos­se der ita­lo-ame­ri­ka­ni­schen »Co­sa No­stra« wie Lucky Lu­cia­no oder San­to Traf­fi­can­te so­wie der Chef der jü­disch-ame­ri­ka­ni­schen »Kos­her No­stra«, Mey­er Lans­ky, konn­ten sich un­ter Ba­tis­ta im ku­ba­ni­schen Staats­ap­pa­rat ein­nis­ten und Ha­van­na in die Welt­stadt des Glück­spiels, des Dro­gen- und Waf­fen­han­dels, der Geld­wä­sche und der Pro­sti­tu­ti­on ver­wan­deln. Ku­ba wur­de, sagt der US-ame­ri­ka­ni­sche Po­li­to­lo­ge Karl E. Mey­er, »zum Bor­dell der USA«. Hun­dert­tau­sen­de Ame­ri­ka­ner wur­den mit Bil­lig­flügen in die Spiel­ca­si­nos, Ka­ba­retts, Por­no­ki­nos und in die mit Pro­sti­tu­ier­ten gut ver­sorg­ten No­bel­ho­tels ge­lockt und dort aus­ge­nom­men. Die Mil­lio­nen­ge­win­ne ver­schwan­den in den Ta­schen der US-Ma­fia und des Ba­tis­ta-Clans, die Land­be­völ­ke­rung da­ge­gen hun­ger­te. Wi­der­stand ge­gen das Re­gime und sei­ne Ma­fia-Kom­pli­zen wur­de vom staat­li­chen Re­pres­si­ons­ap­pa­rat bru­tal be­kämpft. Trotz­dem ge­lang es den so­zia­lis­ti­schen Re­vo­lu­ti­o­nä­ren schließ­lich mit wach­sen­dem Rück­halt der Ku­ba­ner, zum Jah­res­wech­sel 1958/59 die Macht auf der In­sel zu über­neh­men. Auf Ku­ba hat­te die Ma­fia ih­ren Traum vom ei­ge­nen Staat fast ver­wirk­licht – und nir­gend­wo stürz­te sie tiefer und wur­de ent­schie­de­ner da­von­ge­jagt. Die Do­ku­men­ta­ti­on zeigt, vor wel­chem Hin­ter­grund sich die so­zia­lis­ti­sche Re­vo­lu­ti­on auf Ku­ba voll­zog.

Zu den Protesten auf Kuba Sahra Wagenknecht:

Aktuell gehen in Kuba Menschen auf die Strasse, weil sich die Versorgungslage dort aufgrund der verschärften US-Blockade gegen das Land sowie aufgrund der in der Coronakrise eingebrochenen Einnahmen aus dem Tourismus sehr verschlechtert hat. Statt sich als Unterstützer dieser Menschen aufzuspielen sollte US-Präsident Biden endlich die Sanktionen gegen Kuba aufheben, die unter Trump noch einmal verschärft wurden. Alles andere empfinde ich als zynische Heuchelei.

Sahra Wagenknecht

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