10. September 2021   Aktuell

Manipulierte die OPCW im April 2018 einen Bericht, um die Bombardierung Syriens durch die USA/Großbritannien/Frankreich im Nachhinein zu rechtfertigen?

Eigener Bericht, Roswitha Engelke,  10.09.2021, 15:00

Nach einem vorgeblichen Angriff der syrischen Regierung  mit chemischen Waffen in Douma im April 2018 waren die Leichen von rund 50 Zivilisten geborgen worden.

Wenige Tage nach diesem Ereignis und noch während der laufenden Ermittlungen der OPCW bombardierten die USA, Großbritannien und Frankreich Einrichtungen der Assad-Regierung und der syrischen Armee.

Die britische BBC  hat nun eingestanden, im Kontext mit den Auseinandersetzungen diffamierende Aussagen über Kritiker an der OPCW-Untersuchung erfunden und damit journalistische Standards verletzt zu haben. Das berichtet die britische Tageszeitung Daily Mail.

Die von der BBC fälschlicherweise angegriffenen  Personen hatten beanstandet, dass die OPCW den Angriff im April 2018 umgehend der Führung von Baschar al-Assad anlastete und alle ihrer These widersprechenden Erkenntnisse zensierte. (Quelle: Telepolis) Mit dieser Aktion hat die OPWC den sofortigen Bombenangriff der USA/Groß-Britannien/Frankreich vor der Öffentlichkeit gerechtfertigt.

Nach den Luftanschlägen twitterte Trump höhnisch: "Mission erfüllt!"

Das britische Verteidigungsministeriums bestätigte den Beschuss einer früheren Raketenbasis etwa 24 Kilometer westlich von Homs. Dort sollten Produkte für chemische Kampfstoffe hergestellt worden sein.

Der Kreml verurteilte den Angriff auf das Schärfste, er sei ein Akt der Aggression, der die humanitäre Katastrophe im Land verschlimmern werde, sagte Putin der Mitteilung zufolge.

Der Militärschlag habe einen destruktiven Einfluss auf das gesamte System internationaler Beziehungen. Putin kritisierte, dass die USA, Frankreich und Großbritannien nicht abgewartet hätten, bis internationale Inspektoren sich vor Ort ein Bild von der Lage hätten machen können. (Quelle: Spiegel)

Der Bundeskanzlerin war die persönliche Meinung Trumps  Beweis genug, sie brauchte keine Fakten für eine Verurteilung.


BK’in Merkel: Ich denke, dass die Evidenz dafür, dass dort Chemiewaffen eingesetzt wurden, sehr klar und sehr deutlich ist. Das kann meinetwegen auch noch einmal nachgeprüft werden, aber das hilft uns bei der Verurteilung des Falles jetzt nicht weiter. Wir haben bereits gestern deutlich gemacht, dass wir diesen Einsatz auf das Schärfste verurteilen."

 

Für die Bundesregierung wies Regierungssprecher Steffen Seibert dem syrischen "Regime" die Verantwortung für den Angriff zu; zugleich richten sich die deutschen Vorwürfe auch gegen Russland. 

Hier: Aus dieser Bundespressekonferenz die Aussagen von Seibert und Sprecher Rainer Breul vom Auswärtigen Amt. 

 (Quelle: Sammler)

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