21. November 2021   Aktuell

Europaweite Demonstrationen für Einhaltung der Menschenrechte - gegen Corona-Verschärfungen: Lockdown, Impfzwang und G2/G3 Benachteiligung

Nachtrag: Am Sonntag, 21.11.21,  auch  Proteste in Den Haag und Amsterdam

Beitrag: Roswitha Engelke

22.11.2021 - 00:41 Uhr

In mehreren europäischen Ländern wie der Schweiz, Österreich, Kroatien, Italien, Nordirland, Belgien und den Niederlanden gingen 100.000 Tausende an diesem Wochenende auf die Straßen, um gegen die Verschärfungen der Coronamaßnahmen (Gesundheitspass, Zwangs-Impfungen, G2/G3 Benachteiligungen für Ungeimpfte) zu demonstrieren.

Ihr Protest für die Einhaltung der  Grund-/Menschenrechte, wurde in vielen Medien als „Krawallmacherei“ heruntergespielt

Die Regierungen in Italien und Frankreich, haben den Zugang zu vielen Örtlichkeiten an den Nachweis einer Corona-Impfung, eines negativen Testergebnisses oder einer Genesung gekoppelt. In Frankreich wurden solche Nachweise zur Pflicht für Fernzüge und Einkaufszentren. In Italien müssen entsprechende Nachweise seit August 2021  für den Besuch von Innenbereichen von Gaststätten und Fitnessstudios vorgelegt werden.


 

Österreich:  Allein in Wien haben mehr als  100.000 Menschen gegen die bevorstehenden Corona-Verschärfungen, den Lockdown und die Impfpflicht, protestiert. Der große Protestzug legte am Samstagnachmittag weite Teile des Verkehrs in der Wiener Innenstadt lahm. "Die Stimmung ist aufgeheizt", bemerkte ein Polizeisprecher.

Katarina Gierscher, eine der Demonstrantinnen, die für die Demonstration aus dem Bundesland Tirol angereist war erklärte: „Es ist nicht normal, dass uns unsere Rechte vorenthalten werden“.

Die 42-jährige Lehrerin betreut seit mehreren Monaten ihre vier Kinder zu Hause und beklagte den zu großen „Druck in der Schule“, wo jede Woche PCR-Tests vorgenommen würden. (Quelle: t-online)

Kanzler Alexander Schallenberg warnte am Freitag vor einer Spaltung der  Gesellschaft:

"Die Gefahr ist groß, dass die Gräben jetzt noch tiefer werden. Aber das dürfen wir nicht zulassen", sagte er in einer Fernsehansprache.

Zuvor hatte die Opposition die Strategie der Regierung scharf kritisiert und von einer „Diktatur“ in Österreich gesprochen.


 

In den Niederlanden fielen die ersten Schüsse auf Demonstranten

Rotterdam: Ein Demonstrant wird von 4 Polizisten niedergeschlagen

 

Eine Demonstration gegen die 2G-Regel und die niederländische Corona-Politik ist  in Rotterdam vollkommen eskaliert. Die Polizei hatte nach eigenen Angaben Warnschüsse abgegeben und auch gezielt auf Menschen geschossen. Dabei sollen sieben Menschen verletzt worden sein. Über den Zustand der Verletzten ist wenig bekannt.  (Quelle: t-online)

Internationale Medien sprechen in diesem speziellen Fall gar nicht erst von Demonstrationen sondern gleich von Krawallen und einer Welle der Gewalt. Wer mit der Ausübung von Gewalt gegen wen begann, stand allerdings nicht zur Debatte.

Rotterdam: Polizeigewalt gegen wehrlose DemontrantInnen

Rotterdams Bürgermeister, Ahmed Aboutaleb, erließ unmittelbar eine Notverordnung, die den Aufenthalt am Ort der Auseinandersetzung sowie im Hauptbahnhof und einer anderen Station für alle Bürger verbot.

Im Kampf für die Menschenrechte, Demonstranten gegen Staatsgewalt. Auch in Den Haag und Amsterdam Proteste gegen Impfzwang und Benachteiligung.


 

Wasserwerfer gegen Demonstranten in Brüssel

Wie in Österreich und den Niederlanden protestieren auch in Belgien zigtausende Menschen gegen verschärfte Corona-Beschränkungen, insbesondere den Corona-Pass, auf die Straße gegangen. Auf Bildern, die die Nachrichtenagentur Belga verbreitete, waren Polizeiwagen mit zerbrochenen Scheiben, brennende Barrikaden und der Einsatz von Pyrotechnik zu sehen. Die Polizei habe Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt.

Die Demonstration sei von der Stadt Brüssel genehmigt worden, sagte eine Polizeisprecherin Belga zufolge. Gemeinsam mit den Ordnungskräften sei eine Route bis in das Europaviertel der belgischen Hauptstadt festgelegt worden. Die Demonstranten kritisieren dem Bericht zufolge unter anderem die zunehmende Pflicht zur Vorlage von Corona-Zertifikaten in Restaurants und anderen Lebensbereichen. (Süddeutsche Zeitung)

 

 


Proteste in New York

Gut ein Drittel der Einsatzkräfte der New Yorker Feuerwehr ist nicht geimpft: Insgesamt 3500 Feuerwehrmänner und -frauen weigern sich. "Weil wir gezwungen werden. Man setzt uns die Pistole an den Kopf", sagt ein Demonstrant über De Blasio. "Und wenn wir nicht einlenken, verlieren wir unsern Job."


Todesfälle nach Corona-Impfungen: Norwegen mahnt man nun zur Vorsicht

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
     

Todesfälle nach Corona-Impfungen: Norwegen mahnt zur Vorsicht bei gebrechlichen alten Menschen. Möglicherweise verkraften sie die üblichen Nebenwirkungen nicht.

Im Gegensatz dazu wurde in Österreich eine Grazer Notärztin entlassen, weil sie sich weigerte, den unerprobten Imstioff weiterhin zu verwenden.


 

Das ZDF fragt tatsächlich: Wie radikal werden die Corona-Proteste noch? Nach dem Auslöser dieser Protestwelle fragt das ZDF aus naheliegenden Gründen nicht.

Die Damen und Herren des ZDF-Verwaltungsrates und des ZDF-Fernsehrates, Kontrollinstanzen des Zweiten Deutschen Fernsehens, erinnern sich gewiss an den Nürnberger Kodex.

Der sogenannte Nürnberger Kodex gehört seit seiner Formulierung in der Urteilsverkündung im Nürnberger Ärzteprozess (1946/47) insbesondere zu den medizinethischen Grundsätzen in der Medizinerausbildung (ähnlich wie das Genfer Gelöbnis).

Er besagt, dass bei medizinischen Versuchen an Menschen

„die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson unbedingt erforderlich (ist). Das heißt, dass die betreffende Person im juristischen Sinne fähig sein muss, ihre Einwilligung zu geben; dass sie in der Lage sein muss, unbeeinflusst durch Gewalt, Betrug, List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andere Form der Überredung oder des Zwanges, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch zu machen; dass sie das betreffende Gebiet in seinen Einzelheiten hinreichend kennen und verstehen muss, um eine verständige und informierte Entscheidung treffen zu können“.

Anlass für den Nürnberger Kodex waren die während der Zeit des Nationalsozialismus im Namen der medizinischen Forschung begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, insbesondere „verbrecherische medizinische Experimente“ und Zwangssterilisationen.

Der Nürnberger Ärzteprozess jährte sich 2021 zum 74. Mal und damit auch die Geburtsstunde des Nürnberger Ärztekodex von 1947. Die Nürnberger Regionalgruppe der IPPNW nahm dies zum Anlass, in der Nachfolge des Kongresses „Medizin und Gewissen“ 1996[3] mit einer Gedenkveranstaltung an die grundlegenden Prinzipien des Kodex von 1947 zu erinnern und den Nürnberger Kodex von 1997 auf heutige medizinethische Fragen zu beziehen.


Am Nürnberger Kodex vorbei einen direkten oder indirekten Impfzwang per Gesetz einzuführen, sollte sich die Bundesregierung sehr genau überlegen.

 

 

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