27. Juni 2022   Aktuell

Vier Jahre nach Sachartschenkos Ermordung: Der Kiewer Terror geht weiter

Quelle: RTDeutsch, Anton Gentzen

Vier Jahre nach Sachartschenkos Ermordung: Der Kiewer Terror geht weiter. Alexander Sachartschenko, der vor vier Jahren bei einem Bombenanschlag ermordete Staatschef der Volksrepublik Donezk, wäre am 26. Juni 46 Jahre alt geworden. Angesichts des von Kiew erkennbar als Waffe eingesetzten Terrors gegen eigene Staatsbürger stellt sich auch heute die Frage, wer im ukrainischen Bürgerkrieg die Terroristen sind.

In den sozialen Netzwerken ist unter Donbass-Einwohnern eine Diskussion wieder aufgeflammt und nicht zu übersehen. Am 26. Juni wäre der bei einem ukrainischen Terroranschlag am 31. August 2018 (Beitrag wurde aus dem Netz entfernt) getötete erste Präsident der damals noch nicht anerkannten Volksrepublik Donezk Alexander Sachartschenko 46 Jahre alt geworden.

In örtlichen Foren wird am Sonntag seiner gedacht und immer wieder die Frage gestellt, wann die Welt merkt, dass nicht die von Kiew als "Terroristen" gebrandmarkten Donbass-Separatisten Terroranschläge verüben, sondern es die Kiewer Regierung selbst ist, die sich seit acht Jahren immer wieder und wieder terroristischer Methoden bedient.(Beitrag wurde aus dem Netz entfernt)

 

Mithilfe von Terroranschlägen hat Kiew nicht nur Alexander Sachartschenko "liquidiert". Auf ähnliche Weise wurden auch andere populäre Aufständische ermordet, beispielsweise Alexei Mosgowoj, Michail Tolstych ("Giwi"), Arsen Pawlow ("Motorola") und viele andere. 

Auf offener Straße erschossen, von westlichen Politikern ignoriert

Diese Diskussion ist auch deshalb aktuell, weil Kiew in den inzwischen durch Russland kontrollierten Gebieten unverhohlen zur Taktik des sogenannten "kontrollierten Terrors" greift: Lokale Politiker, Angestellte kommunaler Verwaltungen, Behördenmitarbeiter und Menschen, die sich loyal zu Russland verhalten, werden auf offener Straße erschossen oder bei Sprengstoffanschlägen umgebracht. Ziel ist, den Einwohnern Angst einzujagen und sie von einer Zusammenarbeit mit Russland abzuhalten.

Aus zuverlässigen (?) Quellen wird berichtet, dass der ukrainische Präsident Selenskij selbst den Terror gegen die eigenen Staatsbürger genehmigt hat und wohl sogar fordert, ihn zu intensivieren. 

So wurde erst am Freitag, dem 24. Juni, das Auto des Leiters des Jugendamtes der Stadt Cherson zur Explosion gebracht, Dmitri Sawlutschenko verbrannte darin vor den Augen seiner Mutter. Die ukrainische Presse reagierte mit der Schlagzeile "Ein Kolaborant weniger".

 

 

Bereits am 20. März wurde auch in Cherson ein prorussischer Aktivist in seinem Auto erschossen und am 20. April dort erneut ein prorussischer Blogger ermordet. In der Zwischenzeit gab es weitere versuchte Attentate und einen vereitelten Bombenanschlag auf die Siegesfeier am 9. Mai.

Am 30. Mai gab es in der ebenfalls russisch kontrollierten Stadt Melitopol einen Bombenanschlag auf humanitäre Helfer.

Dies ist nur eine auszugsweise Aufzählung der von der Kiewer Regierung zu verantwortenden Terrorakte. Bereits im März dieses Jahres sind mehrere bekannte Politologen, Journalisten und Aktivisten verschleppt worden und seit dem spurlos verschwunden

- der Politologe und Journalist Juri Dudkin;
- der ehemalige Offizier des Geheimdienstes SBU (bis 2014) Wlad Mulyk;
- die Mitglieder der Kommunistischen Partei der Ukraine, Alexander und Michael Kononowitsch;
- der Politiker und Geschäftsmann Wassilij Wolga;
- der Politologe Dmitrij Dschangirow.

Ebenfalls gibt es keinerlei Lebenszeichen von der ehemaligen Abgeordneten der Regionenpartei, Journalistin und Bürgerrechtsaktivistin Olena Bondarenko und von Dmitrij Dschangirow, der die Plattform Kapital TV betrieb und über auf geopolitische und intellektuelle Themen informierte. Internationale Menschenrechtsorganisationen schweigen sich dazu aus.

Eine Dokumentation der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) bestätigt Attentate und Morde auf Separatisten in den Volksrepubliken Donezk und Luhansk.

Der Zorn der Bevölkerung nimmt zu. In russischen und ukrainischen sozialen Medien wird eine reziproke Anwendung des Individualterrors auf ukrainische Vertreter und Aktivisten gefordert.

 

 

 

 

 

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