09. Januar 2022   Aktuell

Mit Seitenblick auf Kasachstan - Wie man eine Farbrevolution richtig anzettelt

Kommentar Roswitha Engelke, 09.01.2022, 12:30

Es braucht nicht viel, um einen künstlichen Volksaufstand in Szene zu setzen. Am Beispiel der Ukraine erläutern Matthias Bröckers und Paul Schreyer anschaulich, wie so etwas vor sich geht und wie das Trittbrett auf das die USA, UN und die EU aufspringen können richtig vorbereitet wird.

Dazu ein Auszug aus ihrem Buch: „Wir sind immer die Guten“. Ähnlichkeiten mit den Protesten in Kasachstan sind natürlich nicht zufällig.

 

(...) Seite 65 ff, Kapitel 5 „Besser als Krieg“ Farbrevolution und Fakedemokratie

1. Sende einen kleinen Trupp Agenten in das Zielland, die als Studierende, Geschäftsleute, Touriste, Kreative, Journalisten et cetera Kontakte knüpfen.

2. Gründe eine Reihe von Organisationen (NGOs), die sich für Menschenrechte, Demokratie, Ökologie oder Soziales einsetzen, sammle in den lokalen Gruppen Unzufriedene, Liberale und Leichtgläubige; Möchtegernwestliche Studierende und junge Leute sind besonders geeignet.

 

3. Rekrutiere ein Netzwerk einheimischer Mitverschwörer - Intellektuelle, Medienleute, Politiker, wenn möglich Militärs -, indem du sie entweder kaufst, oder mit Veröffentlichung über private Verfehlungen Druck ausübst.

4. Suche dir eine Farbe oder ein Symbol für die „Revolution“ aus, gestalte Plakate, Banner, Sticker und Websites - immer auch in englischer Sprache.

5. Starte den Aufstand mit „spontanen Protestaktionen“:

Mit Vorwürfen wegen Menschrechtsverletzungen, Korruption, was auch immer. Die Anschuldigungen müssen nicht wahr sein, aber die Proteste leidenschaftlich.

6. Bringe die Twitter- und Facebook-College-Commnunity dazu, die „spontanen“ Proteste in den sozialen Netzwerken und auf der Straße zu unterstützen. Schicke deine gekauften Akademiker und Politiker in die Talkshows, lass sie Artikel schreiben und auftreten, organisiere weitere Kundgebungen und Protestevents, um den Druck auf die Regierung zu erhöhen. Die ausländischen Medien werden die Aktionen jetzt als „spontanen“ Aufstand für „Bürgerrechte“, gegen „Wahlfälschung“ oder was auch immer präsentieren.

7. Jetzt brauchst Du ein paar gewalttätige Provokateure, welche die Polizei zum möglichst brutalen Einschreiten gegen die  „berechtigten Bürgerproteste“ bringen. Bilder von übel zugerichteten Frauen und anderen Opfern der „Regierungsgewalt“ erregen weltweit Aufsehen. Internationale Proteste hangeln auf die Regierung nieder.

8. Dann bringst du deine gekauften Politiker nach vorne und brauchst nur zu warten, bis die USA, die UN oder die EU Druck auf die amtierende Regierung ausüben. Die Drohung mit ökonomischen Sanktionen, Überflugverboten, bewaffneten Aufständen oder Bombardements wird die Regierung überzeugen sich deinem Willen zu beugen oder zurückzutreten und Neuwahl auszurufen.

Der letzte Punkt des Rezepts „How to Cook up a Fake „People‘s Uprising“ aus dem diese Kurzanleitung für postmoderne Staatsstreiche zusammengefasst ist, lautet:

Falls die Farben-/Frühlingsrevolution scheitert, bereite eine Militäraktion vor“.

 

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