Vor Ort
Japanische Höflichkeit – oder: Hiroshima, Nagasaki und das Auswärtige Amt
Beitrag: NachDenkSeiten
Wenn der deutsche Außenminister Wadephul heute seinen „Premiumpartner“ Japan besucht, werden seine Gastgeber sicher zu höflich sein, ihn auf einen Fauxpas anzusprechen, der seinesgleichen sucht. Umso dringlicher muss von anderer Seite daran erinnert werden, was sich das Auswärtige Amt angesichts der 80. Jahrestage der US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki geleistet hat. Von Leo Ensel.
Wie gedenkt man pflichtgemäß der Hunderttausenden von Opfern der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki, ohne den Täter – schließlich ein seit ebenfalls acht Jahrzehnten enger Verbündeter – zu erwähnen? Eine heikle Aufgabe, die Außenminister Johann Wadephul seinen Redenschreibern aber auch modisch als „Herausforderung“ verkauft haben mag.
Wie auch immer: Die Stellungnahme des Auswärtigen Amtes zu den achtzigsten Jahrestagen der atomaren Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki durch die Vereinigten Staaten hat es in sich. Sie ist ein Meisterwerk subliminaler Demagogie! – Gehen wir es Punkt für Punkt durch:
Weiterlesen: Japanische Höflichkeit – oder: Hiroshima, Nagasaki und das Auswärtige Amt
Brandbrief des Bürgermeisters von Hiddensee bringt die Perversion auf den Punkt: Bomben statt Wohnungen
(...) Inhalt und Tonfall des Offenen Briefs sind nicht nur angemessen – sie sollten unter Bürgermeistern Schule machen. (...)
Beitrag: NachDenkSeiten
In einem Offenen Brief rechnet der Bürgermeister von Hiddensee mit dem „Rüstungswahn“ einerseits und dem gefährlichen Geiz gegenüber den Kommunen andererseits ab. An Kanzler Friedrich Merz gerichtet schreibt er: „Denn während Sie und viele Abgeordnete auf Panzer und Raketen zählen, zählen wir in Städten und Gemeinden jeden Euro zweimal.“ Viele Appelle aus kaputtgesparten Kommunen sind noch zu zahm – darum sollte das Beispiel dieses Offenen Briefes Schule machen. Ein Kommentar von Tobias Riegel.
Angesichts der überwältigenden Militarisierung der Gesellschaft und den damit einhergehenden Schäden und Gefahren wählen verschiedene Bürgermeister unterschiedliche Herangehensweisen: Der Bürgermeister der Stadt Külsheim (Main-Tauber-Kreis) beispielsweise hat gerade bestätigt, dass sich die Stadt offiziell beim Bundesverteidigungsministerium als (erneuter) Bundeswehrstandort beworben hat, wie Medien berichten.
Der Bürgermeister der Insel Hiddensee, Thomas Gens (Allianz für Hiddenseer), geht einen anderen Weg. Er hat in einem Offenen Brief in klaren Worten den perversen Gegensatz zwischen den Milliarden für die Rüstung und dem Geiz gegenüber den Kommunen angesprochen. Gens hat eine rechte politische Vergangenheit, wie Medien berichten. Für die Beurteilung des Inhalts seines Offenen Briefes ist diese Vergangenheit meiner Meinung nach nicht relevant: Es geht hier nur um das aktuell gesprochene/geschriebene Wort. Der Offene Brief im Wortlaut findet sich unter diesem Link thomasgens.de.
„Es braucht den politischen Mut, sich dem Rüstungswahn zu widersetzen“
Deutsche Atomwaffen und 100.000 Drohnen?
(...) Geht’s noch?! Noch mehr Atomwaffen machen unsere Welt nicht sicherer, sondern erhöhen die Kriegsgefahr. Nicht zuletzt, weil damit die Gefahr wächst, dass schon ein Missverständnis einen nuklearen Schlagabtausch auslösen kann, der Europa unbewohnbar machen würde. (...)
"Deutsche Atomwaffen und 100.000 Drohnen?"
Beitrag: Sahra Wagenknecht
Die Aufrüstungsdebatte wird immer skurriler: Jetzt fordert Unionsfraktionschef Spahn auch eigene deutsche Atomwaffen oder zumindest den unmittelbaren Zugriff Deutschlands auf europäische Atomwaffen. Geht’s noch?! Noch mehr Atomwaffen machen unsere Welt nicht sicherer, sondern erhöhen die Kriegsgefahr. Nicht zuletzt, weil damit die Gefahr wächst, dass schon ein Missverständnis einen nuklearen Schlagabtausch auslösen kann, der Europa unbewohnbar machen würde.
Weiterlesen: Deutsche Atomwaffen und 100.000 Drohnen?
Nix gelernt? 1945: Bomben auf Plauen – 2025: Suche nach Kellern in Plauen, die als Luftschutzraum tauglich sind
1945, Deutschlands Industriestädte waren nur noch Schutthaufen. Britische Flieger warfen am 15. Oktober 1944 Zehntausende Phosphor-Bomben auf Braunschweig ab. Die Feuersbrunst vernichtet fast die komplette Altstadt. 80.000 Menschen verlieren ihr Zuhause. Zigtausend Menschen starben in den Flammen. (...)
"Nix gelernt? 1945: Bomben auf Plauen"
Beitrag NachDenkSeiten
Haben wir hierzulande noch alle Tassen im Schrank? Die Frage stelle nicht nur ich mir, in meinem persönlichen Umfeld schütteln viele Menschen ebenso nur noch den Kopf über die sinnlose Entfesselung einer sichtbaren wie unsichtbaren Militarisierung der Gesellschaft. Bis ins alltägliche Leben der einfachen Leute dringen Auswüchse einer unsäglichen Entwicklung ein. In meiner Heimatstadt sind viele Bürger sehr sensibilisiert zum Thema Krieg. Plauen wurde in den Jahren 1944 und 1945 zu über 75 Prozent durch Bomben der Alliierten zerstört. Was folgte, war: Nie wieder Krieg! Dieser Satz hat bis heute Gewicht. Nun haben wir 2025, Zeitenwende. In Plauen wird behördlicherseits nachgefragt, welche Keller als Luftschutzraum geeignet wären … Ein Zwischenruf von Frank Blenz.
Das Ohr an der Masse haben, den einfachen Menschen zuhören, bringt Erkenntnisgewinn. Wenn nach diesen Erkenntnissen gehandelt werden würde, sähe die Welt besser aus, finde ich. Doch es läuft ganz anders. Schlimm ist, das erlebe ich immer und immer wieder, dass wichtige Menschen, Politiker zum Beispiel, sehr wahrscheinlich wenig vom Zuhören halten. Und so handeln sie auch – über die Köpfe der Bürger hinweg. Eine Geschichte aus meiner Heimatstadt Plauen im Vogtland (Sachsen).
Bündnis Sahra Wagenknecht - Sechs-Punkte-Plan
Beitrag Sahra Wagenknecht
Der BSW-Bundesvorstand hat am 29. Juni 2025 einen Sechs-Punkte-Plan beschlossen. Er macht deutlich: Das BSW ist da! Als einzige konsequente Friedenspartei, die sich für eine gerechte Aufstiegsgesellschaft und einen verlässlichen Sozialstaat einsetzt und die Meinungsvielfalt gegen den Autoritarismus der „demokratischen Mitte“ verteidigt. Als Partei der demokratischen Erneuerung will das BSW am Ende 2026 in allen ostdeutschen Landtagen vertreten sein und spätestens 2029 in den Bundestag einziehen!
Vorausgegangen war dem verabschiedeten Papier, das wir in voller Länge veröffentlichen, eine zweitägige Klausurtagung mit den BSW-Landesvorsitzenden und BSW-Abgeordneten im EU-Parlament.
Sechs Punkte für Frieden, eine gerechte Aufstiegsgesellschaft und soziale Sicherheit. Gegen den neuen Militarismus und Autoritarismus der „demokratischen Mitte“!
1. Starkes Fundament, klare Aufgabe: Das BSW wird gebraucht!
Das Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit (BSW) ist die erfolgreichste Parteineugründung in der Geschichte der Bundesrepublik. Wir haben 2024 vier beispiellose Wahlerfolge erzielt und bei unserem ersten Antritt zu einer Bundestagswahl knapp 2,5 Millionen Wählerinnen und Wähler überzeugt. Bei korrekter Auszählung wären wir mit großer Wahrscheinlichkeit im Bundestag. Deshalb werden wir weiter für eine Neuauszählung aller Stimmen kämpfen.
Weiterlesen: Bündnis Sahra Wagenknecht - Sechs-Punkte-Plan


