Vor Ort

06. November 2021   Aktuell - Vor Ort

Rechtsstaat Deutschland: Wegschauen bei polizeilichen Maßnahmen

Zeuge von Polizeimaßnahme vor Gericht: Besser gar nicht hinschauen

Quelle: BREMEN taz |

Werner P. hat Zivilcourage gezeigt: Als der Journalist gesehen hat, wie einem Menschen aus seiner Sicht heraus Unrecht geschehen ist, ist er auf ihn zugegangen und hat sich als Zeuge angeboten. So könnte man die Geschichte sehen.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg sieht sie anders. P. steht aktuell im Amtsgericht St. Georg vor Gericht, doch nicht als Zeuge für den Vorfall, sondern selbst als Angeklagter. Denn laut Staatsanwalt hat er versucht, eine Polizeikontrolle zur Überprüfung von Personalien „zu stören“. Und dann, das ist der eigentliche Vorwurf, habe er auch noch eine Verleumdung in die Welt gesetzt.

Um zu verstehen, was passiert ist, kann man zurückgehen zu einem Samstagabend, Mitte Februar 2020. P. war den Tag über als Journalist auf einer Demo in Neumünster, wo gegen ein Nazikonzert protestiert worden war. Nun, gegen zwanzig vor neun, kommt er wieder am Hamburger Hauptbahnhof an. Als er den Bahnsteig an Gleis 12 entlanggeht, sieht er eine Gruppe Menschen aus seinem Zug, die von der Polizei aufgehalten wird; so weit stimmen die Schilderungen überein.

Ein Mann wird auf den Boden befördert

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05. November 2021   Aktuell - Vor Ort

Polizeiliche Maßnahmen - Neuigkeiten im Fall Oury Jalloh

Quelle: Neuigkeiten zur Petition

4. Nov. 2021 — 

Bitte teilen:  https://www.instagram.com/p/CV0sJs4q-2F/

Der forensische Brandexperte Iain Peck (UK) hat neue Beweise gebracht, auf deren Grundlage das Verfahren wegen Mord gegen die namentlich bekannten Polizeibeamten in Dessau wieder aufgenommen werden muss.

In einer komplizierten Tatortrekonstruktion hat er wissenschaftlich nachgewiesen, dass  Oury Jalloh sich nicht selbst verbrannt haben kann:

Es waren 2,5 Liter Brandbeschleuniger / Benzin nötig um ähnliche Verbrennungen zu schaffen und die Zellentür musste offen sein, damit ähnliche Brandmuster möglich waren.

Das macht es einmal mehr klar und diesmal auf wissenschaftlicher Grundlage: Oury Jalloh wurde in der Zelle 5 in der  Dessau-Roßlauer Polizeiwache umgebracht, in der noch weitere POCs ermordet wurden. Die Liste weiterer Beweise ist lang.

17 Jahre schon versuchen deutsche Behörden, Gerichte und Politiker*innen  die Wahrheit zu vertuschen. Doch wir geben nicht auf. Deshalb stellt die Familie von Oury Jalloh jetzt Anzeige wegen Strafvereitelung im Amt gegen die Generalstaatsanwaltschaft in Naumburg. Außerdem fordern wir die Wiederaufnahme der Ermittlungen durch die Bundesanwaltschaft. Der Fall liegt aktuell beim Bundesverfassungsgericht. 

Bitte teilt den Post und die Forderung nach einer richtigen Aufarbeitung!


 

Dazu der Eifelphilosoph via Facebook

Wir sind ja die Guten. Die Superguten. So gut, dass wir sogar das Wort für etwas stärker pigmentierte Mitbürger aus unserem Wortschatz und unseren Büchern gestrichen haben. Voll gut also. Und wehe einer benutzt es: dann fährt aber der ganze Hass des Bessermenschen auf ihn nieder. So gut sind wir wieder.

Wenn sich aber einer von diesen Leuten mal bei uns in einer Polizeistation verirrt - nun ja. Wird er mit Benzin übergossen und angesteckt. Nur das N-Wort - das benutzen wir nicht mehr.

16 Jahre hat es gedauert, bis ein Gutachten erstellt wurde, dass erklärt, dass ein ans Bett gefesselter Mann sich nicht selbst anzünden kann. Bis dahin hatten wir geglaubt: das geht.Das machen die öfter. Einfach so. Kennt man von denen. In Afrika machen die den ganzen Tag nichts anderes.

Jetzt gucken wir überrascht und stellen fest: geht doch nicht. Einen Untersuchungsausschuss dazu wird es nicht geben. Zwar kommt ein Bericht von Sonderberatern zu dem Ergebnis, dass der Tod von Oury Jalloh hätte verhindert werden können - in dem man ihn einfach nicht ansteckt, vermute ich - aber das war es dann auch.

Wie man hört, war der sogar unschuldig, ist nur aus Versehen verhaftet worden. Mehr wird man aber nicht hören, denn die SPD hat sich spontan entschlossen, den von ihr selbst angeregten Ausschuss nicht einberufen zu lassen. Womöglich wusste man, was ´rauskommt.

Das geht in diesem Land: Leute im Gefängnis bei lebendigem Leibe zu verbrennen. Und es mit albernsten Geschichten zu vertuschen. Was sind wir gut!
Oder?

Und in einem Land, in dem sowas geht: was geht da noch?

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/dessau/dessau-rosslau/neues-gutachten-tod-oury-jalloh-100.htm

 

04. November 2021   Aktuell - Vor Ort

Assange-Berufung Tag 2: Update zur Auslieferungsentscheidung

Quelle: ac/TVism

Assange-Berufung Tag 2: Update zur Auslieferungsentscheidung

In diesem Video berichten wir über den zweiten Tag der Berufungsverhandlung im Auslieferungsverfahren von WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Die Verteidigung entkräftete die Behauptungen der US-Regierung und argumentierte, dass die gegebenen Zusicherungen jederzeit widerrufen werden können und daher unzuverlässig sind.

Außerdem hat das Gericht Beweise dafür, dass der US-Geheimdienst ein Attentat auf Assange plante. Eine Entscheidung über die Auslieferung wird in den kommenden Wochen fallen.

Aussagen von Reporter ohne Grenzen Direktorin für internationale Kampagnen Rebecca Vincent.


Unsere bisherigen Video-Updates zu diesem Fall finden Sie hier. (Quelle: acTVism)

 

Im September gaben Ex-CIAler gegenüber der US-Nachrichtenseite Yahoo zu, dass sie Pläne geschmiedet hatten, Assange zu töten. Genau das hatten Mitarbeiter einer an dem Komplott beteiligten spanischen Sicherheitsfirma zuvor schon in einem Verfahren in Madrid ausgesagt, das der Anwalt Martínez dort führt. „Es ist völlig unmöglich, unter diesen Umständen eine Auslieferung zuzulassen“, sagt Martínez. (Quelle: taz)

05. November 2021   Aktuell - Vor Ort

Solidarität mit Julian Assange: Nicht ausliefern!

  (Foto: Dominic Lipinski/dpa)

 

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 02.11.2021

Julian Assanges Ernennung zum Ehrenmitglied des deutschen PEN-Zentrums ernannt worden. Seine Ernennung wird verknüpft mit der Forderung nach seiner sofortigen Freilassung. Das teilte die Schriftstellervereinigung, die für die Freiheit des Wortes eintritt, am Dienstag in Darmstadt mit. Die Ernennung zum Ehrenmitglied ist verknüpft mit der Sorge um die Gesundheit von Assange, dessen Haftbedingungen von Amnesty International als Folter bezeichnet werden.

Das PEN-Zentrum Deutschland sprach von Justizwillkür. Der Freiheitsentzug von Assange sei eine ungeheuerliche Menschenrechtsverletzung, die inmitten einer westeuropäischen Demokratie geschehe und nicht etwa in einem despotischen Regime.

"Wir fordern die zuständigen Behörden in England auf, Assange nicht an die USA auszuliefern, wo ihm bis zu 175 Jahre Haft drohen, sondern ihn sofort (...) aus dem Gefängnis zu entlassen. Seine fortdauernde Haft ist einzig politisch begründet und daher weder hinnehmbar noch berechtigt. Sie widerspricht dem Recht auf Meinungsfreiheit", erklärte Ralf Nestmeyer, Writers-in-Prison-Beauftragter des deutschen PEN. Mit der Ehrenmitgliedschaft wolle das PEN-Zentrum Deutschland seiner Forderung nach Freilassung Nachdruck verleihen, sagte Nestmeyer.

PEN International könne die Mitgliedschaften nicht verleihen, daher habe man sich auf nationaler Ebene dafür entschieden. Vergangene Woche wurde der Journalist und Schriftsteller Deniz Yücel zum Präsidenten des deutschen PEN-Zentrums gewählt.

 

02. November 2021   Aktuell - Vor Ort

Stagnierender Flynneffekt: Die Menschheit wird zunehmend dümmer ...

Kommentar Ulrich Engelke: So, so, die Menschheit wird dümmer.

Ich erinnere mich an ein Buch von Professor Isaac Asimov (bekannt als SF-Autor, Film "irobot" mit Will Smith in der Hauptrolle), in dem zu meinem Erstaunen alternative Betrachtungen zu Intelligenz aufgeführt waren.

Eine Wirkungsgröße fehlte allerdings: (Nach der) Wahrheit (leben). Denn meines Erachtens ist ein sicherer Weg in die Dummheit bis hin zur Demenz das Anhäufen von Widersprüchlichkeiten beziehungsweise Blockaden im Denkgerät, neuerdings mehr und mehr in die Gehirne gepumpt durch die sogenannten Fake-News. Und die kommen nicht unbedingt aus der Querdenkerszene, sondern werden aus regierungsgesteuerten Mediengeschützen abgefeuert. Fake-News sind ein super Mittel zur Zerstörung der Ratio und zur Manipulation der Massen. Um zur Wahrheit zu gelangen muß es Menschen geben, die dem Augenschein und dem alltäglichen Denken misstrauen.

Aus gutem Grund nutzen radikale Terror-Regime Fake News, um Angst und Hysterie in der Masse auszulösen. Denn nur eine verängstigte Masse läßt sich unter Druck setzen und als Instrument gegen die Wahrheit benutzen.

Siehe dazu auch "Massenpsychologie und Ich-Analyse", S. Freud.

 


 

LABOR: Stagnierender Flynn-Effekt - Die Menschen werden dümmer

Quelle:  Deutschlandfunk

Von Ulrike Mix

Die menschliche Intelligenz stagniert, neuesten Studien zufolge ist sie seit 1975 sogar rückläufig. Dass der Rückgang genetisch bedingt sein könnte, schließt die Forschung aus; aber die Ursachen sind unklar. Doch welche Fähigkeiten machen Intelligenz überhaupt aus – und wie wird sie gemessen?

Wissenschaftler haben bemerkt, dass der IQ der Menschen zu stagnieren beginnt – je nach Land zu einem anderen Zeitpunkt (imago / Science Photo Library)

Wird die Menschheit immer dümmer? Junge Leute im Botanischen Garten von Tübingen scheinen sich darüber keine Sorgen zu machen. Die meisten lachen, was wohl deutlich machen soll, dass sie die Frage zumindest nicht als Problem wahrnehmen – auch wenn was Wahres dran sein könnte.

„Derzeit würde ich eher sagen, dass die Menschheit ein bisschen dümmer wird, wenn man sich die Nachrichten anschaut.“

„Also wenn man in die USA guckt – die Anhängerschaft von Trump, die ja nicht wirklich kleiner wird. Ich weiß nicht, ob man das immer in Verbindung bringen kann mit diesem IQ.“

„Also ich bin jetzt ja an der Universität, deshalb kommt es mir so vor, als ob sie klüger werden – aber ich bin mir da auch nicht ganz sicher!“

Schlussfolgerndes Denken als Vorteil

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