Energie-/Umweltpolitik

23. Juli 2020   Themen - Energie-/Umweltpolitik

Damascus - USA. Der GAU

Zeithistorischer Thriller über einen Unfall in einem Atomwaffensilo der USA, zum 75. Jahrestag von Hiroshima,  ein Thrller der zeigt, wie ein Gau um ein Haar mehrere amerikanische Großstädte vernichtet hätte:
 
 
Anhand der Erinnerungen von Luftwaffen-Soldaten, Rüstungsingenieuren und Ersthelfern wird die Kette der Ereignisse im US-amerikanischen Städtchen Damascus nachgezeichnet, die beinahe zur nuklearen Katastrophe geführt hätten.
 
Arkansas, 18. September 1980, abends: Bei Routinearbeiten an einer gefechtsbereiten „Titan II“-Rakete rutscht einem Arbeiter ein Schraubenschlüssel aus der Hand. Er fällt in das Silo und reißt ein Loch.
 
Dieses Missgeschick führt zu einer Kettenreaktion, es droht der GAU, der größte anzunehmende Nuklearunfall in Friedenszeiten. Der größte je gebaute Atomsprengkopf droht zu explodieren. Die USA stehen am Rande einer nuklearen Katastrophe. Gouverneur des US-Staates Arkansas, in seiner ersten Amtszeit, ist zu der Zeit übrigens Bill Clinton, der spätere 42. Präsident der USA. Wie alle Beteiligten ist auch Bill Clinton auf eine Krise solchen Ausmaßes nicht vorbereitet. Der Vorfall in Damascus steht exemplarisch für das große Dilemma, vor dem die USA seit Beginn des nuklearen Zeitalters stehen: die Produktion und der Unterhalt eines Arsenals von Massenvernichtungswaffen, das die Erde potenziell in die hundertfache Selbstzerstörung versetzen könnte, auf der einen Seite, und auf der anderen Seite die tägliche Gefahr, sich selbst, die USA, die Menschheit zu zerstören?
 
Eine spektakuläre Geschichte des Kalten Krieges, erzählt aus der Sicht der Soldaten in den Silos, die mit einem falschen Handgriff die Apokalypse hätten auslösen können. Im Februar 2017 erhielt „Command and Control“ den Preis für das beste Dokumentarfilm-Drehbuch bei den 69. Writers Guild of America Awards.
 
13. Juli 2020   Themen - Energie-/Umweltpolitik

Projekt Fehmarn-Belt-Tunnel schadet der ohnehin ökologisch belasteten Ostsee gewaltig

Kommentar: 13.07.2020, Roswitha Engelke

Das Vorhaben ist rein wirtschaftlich ausgerichtet und hat umweltschädigende Auswirkungen nicht berücktsichtigt. Eine wirtschaftliche Kosten-Nutzenanalyse zeigt aber bereits: Explodierende Kosten im Verhältnis zu immer geringer werdendem wirtschaftlichen Nutzen.

Zusätzlich richtet das Projekt nicht unerheblichen Schaden am ökologischen Gleichgewicht der bereits vielfältig geschädigten Ostsee an.  Ein Fakt, der sich nicht schönreden lässt und nicht ignoriert werden darf.  (Roswitha Engelke)

Ostsee schützen, Tunnelbau stoppen!

Foto: Beltretter

Quelle: Beltretter.de

Liebe BELTRETTER, Unterstützer und Unterzeichner der Petition,

gerade haben wir eine besondere Aktion gemacht: einen Wasser-Flashmob gegen den drohenden Ostsee-Tunnel.

 

Neben wunderschönen Stränden bietet die Ostsee rund um die beliebte Urlaubsinsel Fehmarn jede Menge Sport- und Naturerlebnisse am und im Wasser. Mit dem Bau des geplanten Ostsee-Tunnels könnte das bald vorbei sein. Deshalb schwammen heute Taucher und Wassersportler mit einem 24 Meter langen BELTRETTER-Kreuz – dem Symbol des Widerstands gegen den 18 Kilometer langen Tunnel – in der Ostsee, um ihren Unmut gegenüber dem Großbauprojekt auszudrücken. Der Flashmob wurde von uns BELTRETTERN initiiert. Wir fordern seit Jahren eine Neuprüfung des Bauvorhabens, das nicht nur der Ostsee enormen Schaden zufügen würde, sondern auch immer mehr Schwachstellen in der Kosten-Nutzen-Analyse aufweist, wie der Europäische Rechnungshof erst kürzlich bemängelt hat.

Aktuell liegen gegen den Bau des Tunnels mehrere Klagen von insgesamt sieben Klägern beim Bundesverwaltungsgericht vor, die im September verhandelt werden. Dessen ungeachtet und eigene anderslautende Versprechen brechend, hat das dänische Verkehrsministerium vor Kurzem angekündigt, trotz noch ausstehenden rechtskräftigen Urteils bereits im kommenden Januar mit den Bauarbeiten beginnen zu wollen.

Der Flashmob fand am beliebten Taucher- und Kiter-Hotspot am Grünen Brink auf Fehmarn statt.

Damit hatten wir ein Gebiet ausgewählt, das durch den Tunnelbau direkt betroffen wäre. Denn in unmittelbarer Nähe würde für mindestens acht Jahre die größte Baustelle Nordeuropas entstehen. Durch die Baggerarbeiten würden Sedimente aufgewirbelt, die das Ostseewasser stark eintrüben würden – und das nicht nur rund um Fehmarn, sondern auf einer Länge von bis zu 300 Kilometern entlang der deutschen Ostseeküste.

Durch den Bau würden seltene Riffe zerstört und die ohnehin wenigen und bedrohten Ostsee-Schweinswale vertrieben.

Nicht nur die beliebte Urlaubsinsel Fehmarn, sondern auch andere Ostsee-Orte würden unter den Bauarbeiten und ihren Folgen leiden.

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05. Juli 2020   Themen - Energie-/Umweltpolitik

E-Autos sind nicht die Antwort auf eine klimafreundliche Alternative

Beitrag: Dr. Sahra Wagenknecht
 
Ihre Herstellung produziert viel mehr CO2 als die von Verbrennern und der Abbau von für die Batterien notwendigen Ressourcen zerstört ganze Landstriche. Trotzdem unterstützt die Bundesregierung den Kauf eines Elektroautos mit Tausenden Euros. Man könnte meinen, sie haben ihren Blick nicht auf die Zukunft in diesem Land gerichtet, sondern auf die hübsche grüne Traumlandschaft eines Tesla-Werbeclips. 
 
Warum E-Autos nicht die Antwort sind und welche Alternativen es gibt für umweltfreundliche Mobilität – darüber spreche ich diese Woche im Video. 
 
Der Bundestags geht morgen in die Sommerpause – neue Videos gibt es anschließend in ein paar Wochen wieder. Ich wünsche euch so lange einen schönen Sommer und hoffentlich trotz allem die Möglichkeit auf ein wenig Urlaub und Erholung! 
 

 
07. Juli 2020   Themen - Energie-/Umweltpolitik

Umweltaktivisten forderten, Klimaschutzmaßnahmen im Konjunkturpaket der Bundesregierung unterzubringen

 – statt zur Bewältigung der Coronakrise nur Geld für gestrige Konzernpolitik zu vergeben. Ist das aus Ihrer Sicht im Resultat berücksichtigt?

Quelle: jungewelt

»Offen ist, wer für Krise am Ende zahlen muss«

Milliardenschweres Konjunkturprogramm der Bundesregierung. Linke fordert mehr Ausgaben für Soziales und Klimaschutz. Ein Interview mit Victor Perli (Die Linke)  Mitglied des Haushaltsausschusses im Bundestag und Gitta Düperthal
 

Das Konjunkturpaket wird der größten sozialen und wirtschaftlichen Krise der vergangenen Jahrzehnte nicht gerecht. Soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz müssten eine zentrale Rolle spielen. Trotz des gigantischen Umfangs von 130 Milliarden Euro setzen Union und SPD auf kurzfristige Maßnahmen und Anreize für Großunternehmen. Auch wenn der gesellschaftliche Druck eine Kaufprämie für Verbrenner verhindert hat, kann sich die Autoindustrie freuen. Über sechs Milliarden gibt es für die E-Automobilität, inklusive Kaufprämien.

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05. Juli 2020   Themen - Energie-/Umweltpolitik

Mahnwache vor Tönnies

Quelle: Deutsches Tierschutzbüro

 

Der Corona-Ausbruch bei Tönnies beschäftigt ganz Deutschland. Vor allem steht Tönnies wegen dem Umgang mit Arbeitskräften von Subunternehmen massiv in der Kritik. Doch nicht nur Menschen leiden unter dem Schlachtgiganten, sondern vor allem auch die Tiere, die tagtäglich geschlachtet werden.

Im Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück (NRW) wurden zum Schluss bis zu 30.000 Schweine am Tag geschlachtet. Durch die Schließung des Schlachtbetriebs werden die meisten Tiere nun auf andere Schlachthöfe des Unternehmens verteilt. Den zweitgrößten Schlachthof, neben Rheda-Wiedenbrück, betreibt Tönnies in Weißenfels (Sachsen-Anhalt). Hier werden um die 20.000 Schweine täglich geschlachtet. Über 100 Tiertransporter fahren täglich vor. Wir befürchten, dass nun deutlich mehr Tiere in Weißenfels geschlachtet werden und dass aufgrund der Masse und des Akkordes noch mehr Tiere leiden. Daher waren wir am vergangenen Donnerstag vor Ort in Weißenfels und haben eine Mahnwache abgehalten.

Unter dem Motto „Tönnies tötet – Menschen leiden, Tiere sterben" haben wir zusammen mit 45 Aktivist*innen aus der Region Tiertransporter vor dem Schlachthof in Weißenfels angehalten, um zu schauen, wie es den Tieren ging und um ihnen vor dem Tod wenigstens einen kurzen “Moment der Freude” zu bereiten. Für uns und viele Aktivist*innen waren es sehr emotionale und angespannte Momente. Dabei wurden die Transporter nur ganz kurz (max. 5 Minuten) angehalten. Wir wollten den Tieren auf keinen Fall zusätzlich Leid zufügen. Viele der Schweine wirkten bei ihrer Ankunft gestresst und hatten Angst. Kein Tier geht freiwillig in einen Schlachthof. Wir wollten ihnen kurz vor dem Tod aber zeigen, dass es auch friedvolle Menschen gibt, die niemals aufhören werden für sie und ihre Rechte zu kämpfen.

Mit der Aktion wollten wir aber auch aufzeigen, dass in jedem Schnitzel auch mal ein Herz geschlagen hat. Gerade Tönnies steht für massive Ausbeutung von Menschen, aber eben auch von Tieren und das wird bei der aktuellen Diskussion gerade total vergessen. Fast 100% aller geschlachteten Schweine bei Tönnies stammen aus der Massentierhaltung.

Auch wenn wir diese Schweine leider nicht mehr retten konnten, so konnten wir mit unserer Aktion dazu beitragen, dass neben den Missständen bei den Mitarbeiter*innen nun auch über das Leiden der Tiere berichtet wird. Viele Pressevertreter*innen verschiedener Medien (TV & Radio) kamen zur Aktion und der MDR berichtete sogar live von der Mahnwache. Weitere Medienberichte, einen Artikel und Fotos findest Du hier.


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