Energie-/Umweltpolitik

11. August 2020   Themen - Energie-/Umweltpolitik

Neue Grafiken zum Regenwald-Schutz!

 

Giovane Elber und die Deutsche Umwelthilfe
 
 
 

11. Aug. 2020 — 

Hallo zusammen! Übers Wochenende sind nochmal 10.000 Stimmen bei unserer Petition hinzugekommen – vielen Dank euch allen! Das haben wir auch euch zu verdanken. Die Deutsche Umwelthilfe hat einige eindrückliche Grafiken produziert, die ihr jetzt auch verbreiten könnt. Sie zeigen, wie die Abholzung des Regenwaldes mit unserer Massentierhaltung zusammenhängt. Hier könnt ihr euch die Grafiken herunterladen: 

Wir haben schon über 80.000 Stimmen bei unserer Petition. Helft uns jetzt weiter die 100.000 zu knacken! Verbreitet die Grafiken zum Beispiel über die sozialen Medien, schickt sie euren Freunden per Mail oder druckt sie aus und hängt sie euch ins Auto oder ans Fahrrad. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um auf das Drama in Brasilien aufmerksam zu machen. Vielen Dank euch! 

Euer Giovane Elber und die Deutsche Umwelthilfe e.V.

11. August 2020   Themen - Energie-/Umweltpolitik

Stephen Hawking über die Menschen: "... zu dumm, zu gierig und zu viele ..."

Beitrag und Kommentar: Roswitha Engelke

Was sind die größten Gefahren für unsere Erde? Für den Starphysiker Stephen Hawking war  das ganz klar: die  Gier, die  Dummheit und die Überbevölkerung.

Obwohl die Bevölkerungsexplosion die Grundursache der Umweltprobleme ist, ist Bevölkerungskontrolle in unserer westlichen plutokratisch orientierten Gesellschaft immer noch ein Tabu-Thema.  Dummheit und Ignoranz scheinen in engem Zusammenhang mit Kapitalanhäufung zu stehen.

 

Lukas Fierz © f

 

Wir sind zu viele – Ein Tabu, Autor: Lukas Fierz 27.06.2019

(Der Autor ist Arzt in Bern mit Spezialgebiet Neurologie. Er politisierte früher in der Grünen Fraktion im Nationalrat.)

Als ich 1941 geboren wurde, hatte die Erde 2,5 Milliarden Bewohner, die Schweiz 4 Millionen. Jetzt bevölkern gegen 8 Milliarden Menschen die Erde, und in der Schweiz leben 8,5 Millionen.

All diese Menschen zu ernähren, ist nur mit Intensivlandwirtschaft möglich: mit massiver Zufuhr von fossiler Energie, Pestiziden und Dünger. Das ruiniert die Biodiversität und die Böden. Wegen der globalen Klimaerwärmung sollten wir aber keine fossile Energie mehr verwenden. Und die Düngerlager sind endlich, sie reichen nur für wenige Hundert Jahre. Eine nachhaltige, biologische Landwirtschaft ohne Energie- und Düngerzufuhr vermöchte weit weniger Menschen ernähren – etwa eine bis maximal zwei Milliarden.

Damit sind wir aber noch lange nicht am Ende der Kalamitäten: Die Klimaerwärmung wird eine Verringerung der globalen Ernteerträge bewirken und den Druck von Hunger, Migration und Kriegen verstärken. Und die gewaltige Zahl von Menschen, die auch konsumieren wollen, macht die weltweite Klimaerwärmung vollends unbeherrschbar. So äusserte zum Beispiel Chinas Energieindustrie Absichten, bis 2030 jeden Monat zwei neue Kohlekraftwerke zu bauen, um den wachsenden Energiebedarf zu decken.

Das massive Bevölkerungswachstum und die Zunahme des sogenannten Kulturlandes haben die Lebensräume für die nichtmenschlichen Arten massiv beschnitten. Mittlerweile sind in der Schweiz 60 Prozent von 1143 untersuchten Insektenarten vom Aussterben bedroht und weltweit eine Million der acht Millionen Arten von Lebewesen. Das ist nicht einfach ein Verlust an Naturromantik, denn es drohen Störungen und Ungleichgewichte in der Natur: So ist zum Beispiel die Pflanzenwelt für Bestäubung und Fortpflanzung auf Insekten angewiesen. Das Artensterben wird auch für die Spezies Mensch zur tödlichen Bedrohung. Deshalb fordert der berühmte Insektenforscher und Ökologe Edward O. Wilson in seinem Buch «Die Hälfte der Erde», die halbe Erdoberfläche für die Wildtiere zu reservieren.

Artensterben, Hunger, Kriege

Die grosse Bevölkerungszahl hat noch weitere Konsequenzen: Eine Stadt mit 100'000 Einwohnern könnte ohne Autos und fast ohne öffentlichen Lokalverkehr funktionieren. Erst bei grösseren Städten entstehen die grossen und ineffizient energiefressenden Pendlerströme, die uns von fossiler Energie abhängig machen und die Biosphäre mit CO2 vergiften.

Auch gewisse Auswüchse des Tourismus stehen in Zusammenhang mit den Bevölkerungszahlen: Gerade in der Schweiz sind viele Ferienorte durch Überbauung und Übernutzung derart verschandelt worden, dass manche Erholungssuchende ihre Ferien lieber anderswo verbringen. Man denke nur an Davos, St.Moritz oder Crans-Montana. Auf der Suche nach «unverdorbener Natur» reist man dann in ferne Länder – meistens per Flugzeug – und ruiniert auch noch den übrigen Planeten.

Nicht zuletzt hat der Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe Gunnar Heinsohn nachgewiesen, dass ein grosser männlicher Geburtenüberschuss die Wahrscheinlichkeit eines Kriegs erhöht («Kriegsindex»), ein Mechanismus, welchen die Historiker bis jetzt übersehen hatten.

Wenn wir immer noch eine Weltbevölkerung von 2,5 Milliarden hätten wie 1941, so wäre die Umweltkatastrophe wohl leichter abzuwenden. Mit einer Weltbevölkerung, die gegen acht, zehn Milliarden und darüber hinaus wächst, wird es hingegen mehr als fraglich, ob wir die Kurve kriegen.

Und selbst wenn wir sie kriegen: Verzicht auf Autos, Flüge und Fleisch ginge ja noch – aber eine Welt ohne Kühe, Milch, Butter, Käse, mit Protein aus Heuschrecken und Maden...?

Nach wie vor ein Tabu

Es überrascht deshalb, wie Überlegungen zur Überbevölkerung tabuisiert oder gar dämonisiert werden. Ein gutes Beispiel dafür war 2014 die Schweizer Volksinitiative «Ecopop», die das globale Bevölkerungswachstum eindämmen wollte.

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11. August 2020   Themen - Energie-/Umweltpolitik

Klimawandel und Dürren-Doppelschläge

 

Quelle: Spektrum.de

Wiederholung von 2018/2019: Klimawandel macht Dürren-Doppelschläge deutlich häufiger

Die Dürresommer von 2018 und 2019 waren ein Extremfall, das zeigen Klimadaten aus 250 Jahren. Doch aufeinanderfolgende Dürrejahre drohen zum gesamteuropäischen Regelfall zu werden.

 

Niedrigwasser am Rhein b. Düsseldorf 2018

Gleich zwei extreme Dürresommer nacheinander, wie in den Jahren 2018 und 2019? Das habe es in 250 Jahren europäischer Klimageschichte nicht gegeben, schreiben Forscher um Rohini Kumar vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig. Doch laut ihren Modellrechnungen könnten solche verheerenden Trockenperioden bis Ende des Jahrhunderts deutlich häufiger werden. Wie häufig, hänge stark davon ab, wie stark die Menschheit ihren Kohlendioxidausstoß verringere, so die Wissenschaftler im Fachblatt »Scientific Reports«.

 

 

Sie betrachten dazu drei standardisierte Zukunftsszenarien. Im pessimistischsten – das einem praktisch ungebremsten Treibhausgasaustoß entspricht – würde sich die Zahl der doppelten Dürrejahre versiebenfachen. Die Anzahl solcher Zweijahresdürren beziffern sie in ihrer Studie für den Zeitraum 2051 bis 2100 auf ungefähr 14 – mithin also drei pro Jahrzehnt. Gleichzeitig vergrößert sich die Fläche, die durch die Dürren betroffen ist: Sie beläuft sich in den pessimistischsten Schätzungen auf 60 Prozent der mitteleuropäischen landwirtschaftlich genutzten Fläche.

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11. August 2020   Themen - Energie-/Umweltpolitik

Weltrauminstitut Brasilien: Im Juni 2020 bereits 2248 Feuer im Regenwald

Quelle: Tagesschau.de

In der Corona-Krise kaum bemerkt: Im Amazonas-Regenwald wüten wieder schwere Waldbrände. Das brasilianische Weltrauminstitut registrierte im Juni 2248 Feuer - so viele wie seit 2007 nicht mehr.

Im Gebiet des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien hat es im vergangenen Monat die schwersten Brände seit 13 Jahren gegeben. Wie das brasilianische Weltrauminstitut nach der Auswertung von Satellitenaufnahmen mitteilte, waren mehr als 2200 Feuer zu sehen.

Experten gehen davon aus, dass die meisten Feuer durch Brandrodung in abgeholzten Gebieten entstanden sind. Die Regierung unter Präsident Jair Bolsonaro hatte das Budget der Umweltbehörde Ibama und damit auch die Kontrollen im Regenwald drastisch zusammengekürzt.

Für illegale Holzfäller kommt damit die Politik von Bolsonaro fast einem Freifahrtschein gleich. Auch die Abholzung des Regenwaldes ist von August 2019 bis Juni diesen Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut Inpe um mehr als 34 Prozent gestiegen.

Greenpeace befürchtet Schäden wie in 2019

Die Umweltorganisation Greenpeace ist besorgt, dass sich die Umweltkatastrophe des vergangenen Jahres wiederholen wird. Damals wüteten im Amazonas-Regenwald die schwersten Waldbrände seit mehr als 20 Jahren, die sich auch auf Bolivien und Peru ausdehnten. "Es ist kaum zu hoffen, dass die Umweltkatastrophe, die wir im letzten Jahr mit einer Reihe krimineller Brände erlebt haben, in diesem Jahr geringer ausfallen wird", sagte Rômulo Batista von Greenpeace in Brasilien. In Brasilien liegen fast 60 Prozent des Amazonas-Gebiets, des größten Regenwalds der Welt.

Bolsonaro hatte im vergangenen Jahr die Daten von Inpe, das seit 30 Jahren die Abholzung des Regenwaldes via Satellit dokumentiert, öffentlich als "Lüge" abgetan und als "Umweltpsychose" bezeichnet. Dem Chef von Inpe, Ricardo Osório Galvão, warf er vor, "im Auftrag internationaler Nichtregierungsorganisationen" zu handeln und verfügte seine Entlassung.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. Juli 2020 um 10:00 Uhr.

03. August 2020   Themen - Energie-/Umweltpolitik

Brandrodung und Abholzung von Regenwald

Quelle: Deutsche Umwelthilfe

Investigativ-Reporter und Umweltaktivist Marcel Gomes in Brasilien äußert sich zur Verstrickung von Politik und illegaler Abholzung im Amazonasgebiet. Wir kämpfen gegen die Naturzerstörung in Südamerika!

Hallo zusammen!

Vielen Dank für eure positiven Rückmeldungen auf das Video von Marcel Gomes und dass ihr seine Botschaft verbreitet. Das ist leider nicht selbstverständlich: Erst diese Woche ist der neue Bericht von Global Witness veröffentlicht worden. Er zeigt, dass 2019 weltweit 212 Umweltschützer wegen ihres Engagements getötet wurden. Das sind Menschen wie Marcel, die aktiv für unsere Natur kämpfen. 

Mehr als zwei Drittel der Fälle sind in Südamerika passiert. Brasilien ist auf dem dritten Platz der gefährlichsten Länder für Umweltaktivisten mit 24 Morden. Häufig sind es Indigene, die ihren Einsatz für den Regenwald am Amazonas mit ihrem Leben bezahlen müssen. Es macht mich traurig, dass Menschen, die sich für den Schutz unserer Natur einsetzen wie Verbrecher behandelt werden. Dabei sind die wahren Verbrecher doch diejenigen, die einfach unsere Natur zerstören!  

Der Bericht macht deutlich, in welche Gefahr Umweltaktivisten wie Marcel Gomes sich begeben, wenn sie sich öffentlich für den Schutz der Amazonasgebiete aussprechen. Lasst uns weiter unsere Unterstützung für sie zeigen! Verbreitet unsere Petition und das Video von Marcel, damit auch die deutsche Regierung endlich hinschaut und sich für den Schutz der Natur Brasiliens einsetzt.  

Vielen Dank an alle. 

Euer Giovane Elber und die Deutsche Umwelthilfe

 
Mehr Informationen findest du hier:
 
Hier geht es zu unserer Petition:

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