Innen-/Außenpolitik

25. Juni 2025   Themen - Innen-/Außenpolitik

Ulrike Guérot: Der Wahnsinn hat Methode

Beitrag:  NachDenkSeiten

Wie Kafkas Käfer hat sich die Bundesrepublik Deutschland gleichsam über Nacht zu etwas gewandelt, das man nicht mehr wiedererkennt“, so die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot. Mit ihrem Band „Zeitenwenden. Skizzen zur geistigen Situation der Gegenwart“ analysiert sie, wie Kriegshysterie, wirtschaftliche Krise und politischer Kontrollverlust zusammenhängen. Sich von Angstpropaganda nicht irre machen zu lassen, ist das Gebot der Stunde. Von Irmtraud Gutschke.

Analytisch fundiert und scharfsinnig polemisch in den Schlussfolgerungen: Wer dieses Buch zur Hand nimmt, wird mitgerissen sein von der Sprachkraft dieser Autorin, die schon mehrere vielbeachtete Bücher zur Situation in Deutschland und in der Welt geschrieben hat. Dass der Verlag auf die sonst üblichen biografischen Angaben zur Person verzichtete, mag seltsam erscheinen. Aber Leser der NachDenkSeiten werden wissen, welche Kränkung Dr. Guérot erlitt, nachdem sie im Februar 2023 von der Universität Bonn wegen medial verbreiteter angeblicher Plagiatsvorwürfe als Professorin gekündigt wurde, wogegen sie sich immer noch gerichtlich wehrt. Ihre Vermutung, dass es sich um einen politisch motivierten Rauswurf handelte, muss umso plausibler erscheinen, weil sie vorher schon wegen ihrer Ansichten zur NATO, zur deutschen Position im Ukrainekrieg und zur Corona-Politik ideologischen Scharfmachern ins Messer gelaufen war und weil ihre Kündigung umso stärker rufschädigend wirkte. Wie sie aus Schmerz Stärke gewann, fordert Hochachtung ab.

Endlich einmal den deutschen Osten kennengelernt

„Von heute auf morgen ein stattliches Gehalt zu verlieren

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23. Juni 2025   Themen - Innen-/Außenpolitik

Verantwortunglos

Beitrag: Unsere Zeit von Hans Bauer

„Verantwortung für Deutschland“ verspricht der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD. Wie auch die erste Regierungserklärung des neuen Kanzlers im Bundestag am 14. Mai. Erschreckend allerdings, mit welcher Dreistigkeit Merz & Co. eine Politik verkünden, die schon vor der Wahl von Verantwortungslosigkeit strotzt. Mit Lügen und Tricks wurden grenzenlose Kriegskredite beschlossen. Mit Mühe der neue Machthaber Deutschlands gewählt. Auch mit Unterstützung einer angeblichen Opposition. Wo Scholz zumindest noch zögerte, gibt es nun in der Mannschaft von Friedrich Merz keine Zurückhaltung mehr. Voran diejenigen, die besonderen Einfluss auf Außen- und Verteidigungspolitik haben. Wadephul, Kiesewetter, Pistorius …

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22. Juni 2025   Themen - Innen-/Außenpolitik

Satire - Herr S. erläutert seine politische Unzulänglichkeit - Scheibnerweise Logik

Beitrag: Gedicht von Hans Scheibner

In Politik mich einzumischen bin ich mindestens viel zu dumm.

Statt Krieg lieb ich Frieden und sonst nichts dazwischen, weiß aber kein bisschen zu sagen, warum.

Ich scheitre ja schon an so harmlosen Fragen wie : Krieg gegen Krieg, ist das auch Krieg?

Und gar:

Wenn Sterben zum Weinen ist, darf man dann sagen, dass Feinde auch sterben - und Feinde beklagen?

Da steht man als Laie ganz fragwürdig da.

Man versteht ja zu wenig von höheren Werten. Wen ich totschlagen muss, woher weiß denn das ich?

Wenn ich selbst einen aussuch, bestimmt den Verkehrten.

Ich denke da manchmal zum Beispiel an mich.

 

23. Juni 2025   Themen - Innen-/Außenpolitik

Patrik Baab: „Nach einem neuen Krieg gegen Russland wird es Deutschland nicht mehr geben“

Der Ukraine Krieg ist alles andere als ein unprovozierter Angriffskrieg. (...)  Man muss sich das vorstellen: Ein Land, von dem die furchtbarsten Kriege des vergangenen Jahrhunderts ausgegangen sind, mit vielen Millionen Toten, ist nicht in der Lage, im Ukraine-Konflikt eine einzige Friedens- und Vermittlungsinitiative zu starten. Für diese verkommene deutsche Politik kann man sich wirklich nur schämen. (...)


 

Beitrag: NachDenkSeiten

Ein Artikel von Ulrich Heyden 

Der Journalist und Publizist Patrik Baab ist auf Veranstaltungen und in den Videos der deutschen Friedensbewegung ein gefragter Gesprächspartner. In Moskau präsentierte er kürzlich auf einer Veranstaltung in der Tscheglakow-Stiftung die russischsprachige Ausgabe seines Buches „Auf beiden Seiten der Front“. Das Buch handelt vom Krieg in der Ukraine. Mit Patrik Baab hat Ulrich Heyden gesprochen.

Ulrich Heyden: Herr Baab, Sie sind jetzt schon ein paar Tage in Moskau. Was haben Sie hier erlebt, und was sind Ihre Ziele auf dieser Moskau-Reise?

Patrik Baab: Der Besuch ist rein privater Natur, denn ich finde, die Kontakte zu den Menschen in Russland müssen erhalten bleiben, gerade in einer Zeit, in der wir sprechen können von dem vollständigen Ruin der deutschen Diplomatie.

Man muss sich das vorstellen: Ein Land, von dem die furchtbarsten Kriege des vergangenen Jahrhunderts ausgegangen sind, mit vielen Millionen Toten, ist nicht in der Lage, im Ukraine-Konflikt eine einzige Friedens- und Vermittlungsinitiative zu starten. Für diese verkommene deutsche Politik kann man sich wirklich nur schämen. Und Sprüche wie „Russland wird immer unser Feind sein“ – Johann Wadephul – oder seine Vorgängerin – Frau Baerbock – „wir führen einen Krieg gegen Russland“, „die Sanktionen werden Russland ruinieren“, das ist der Bankrott der Diplomatie, vor allem, wenn man weiß, dass dies alles andere ist als ein unprovozierter Angriffskrieg.

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20. Juni 2025   Themen - Innen-/Außenpolitik

„Bedrohung durch Russland“: Die deutsche Presse und ihr Feindbild im Kopf

Beitrag: NachDenkSeiten, ein Artikel von Marcus Klöckner 

Die Gefahr sitzt im Osten, Russland bedroht uns, wir müssen aufrüsten: Weite Teile der deutschen Medienlandschaft haben den Bezug zur Realität verloren. Im Magazin Stern ist die „Bedrohung“ durch Russland Realität. Kritische journalistische Distanz? Fehlanzeige. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

Schande über diese Presse! Kritische Stimmen im Blätterwald zur Kriegstreiberei? Sie lassen sich nur mit dem Elektronenmikroskop finden. Von morgens bis abends erdreisten sich Redaktionen, die deutsche Öffentlichkeit mit anti-russischer Propaganda zu überschütten. Vernunft, Verstand, kritische Distanzierung zur Wahrheit der Kriegstreiber in den eigenen Reihen? Fehlanzeige! Wer das, was Medien im Zustand der Realitätsverweigerung noch als „Berichterstattung“ verstanden wissen möchten, kritisch verfolgt, kann nur zu einem Schluss kommen: Die Presse ist Bestandteil beim politischen Feindbildaufbau. Der ganze Schwall an Worten, Sätzen, Zitaten, aus denen Medienvertreter die Mär von der „Gefahr aus Moskau“ entstehen lassen, ist eine einzige Blamage für den Journalismus.

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