Soziales

19. März 2019   Themen - Soziales

DIE LINKE. Niedersachsen fordert ein Ende der Sparpolitik

Niedersachsens Landesregierung will mit der Schuldenbremse zukünftig keine wachsenden Ausgaben mehr per Schulden finanzieren.

Ein entsprechendes Gesetz will die Landesregierung am 19. März verabschieden. Städte und Gemeinden fürchten, dass die Schuldenbremse letztlich zu ihren Lasten gehen wird.

Trotz wachsendem Investitionsbedarf, setzt die Landesregierung auf einen Sparkurs.

Thorben Peters, stellvertretender Landesvorsitzenden der LINKEN Niedersachsen erklärt dazu:

„Wer Schulden hat müsse Sparen! – so schlicht ist das Postulat der Landesregierung. Dabei sollen die Schulden als angebliche Ursache für die soziale Schieflage im Land herhalten, um letztlich öffentliche Gelder zu streichen.

Nicht die Bevölkerungsmehrheit hat über ihre Grenzen gelebt, sondern all jene die durch Steuergeschenke, Steuervermeidung und Privatisierungen auf Kosten der Allgemeinheit gelebt haben. Dies geht auf Kosten der Kommunen sowie der zukünftigen Generation.“

Für DIE LINKE Niedersachsen ist klar, statt der Bedienung von Banken, braucht es massive Investitionen in den öffentlichen Bereich und einer Besteuerung der Reichen.

Peters weiter: „Wer den öffentlichen Haushalt einer Landesregierung mit dem Privathaushalt einer schwäbischen Hausfrau vergleicht, hat von Wirtschaft keine Ahnung. Geht es dem Land schlecht, muss investiert werden. In Löhne, Schulen, Gesundheit, Infrastruktur etc.. Davon profitiert dann auch die Binnenwirtschaft, die Steuereinnahmen würden steigen und alle hätten mehr.“

DIE LINKE Niedersachsen stellt sich gegen das geplante Gesetzesvorhaben und spricht sich für einer Streichung der Schuldenbremse aus dem Grundgesetz sowie der Landesverfassung aus.

Link: https://www.dielinke-nds.de/start/aktuell/detail/news/die-linke-niedersachsen-fordert-ein-ende-der-sparpolitik/

15. März 2019   Themen - Soziales

WeltfrauentagTränengas in Istanbul

 

Die Polizei in Istanbul hat eine große Demo zum Weltfrauentag gestoppt. (AFP / Ozan Kose)

In Istanbul hat die Polizei am Abend eine Kundgebung zum Internationalen Frauentag gestoppt. Die Zeitung „Cumhuriyet“ berichtete, dass Tränengas eingesetzt worden sei. Auf Videos in sozialen Medien war zu sehen, wie Polizisten Gummigeschosse vor oder auf die Beine von Protestierenden feuerten.

Nach Angaben von Korrespondenten setzten sie auch Hunde ein. Viele Menschen seien in Nebenstraßen geflüchtet. Die Behörden hatten kurzfristig ein Demonstrationsverbot für die wichtigste Einkaufsstraße erlassen. Dennoch versammelten sich dort tausende Frauen, um für ihre Rechte und gegen Gewalt zu protestieren. In der Hauptstadt Ankara konnte eine ähnliche Demonstration ungehindert stattfinden.

 

Auch in zahlreichen anderen Ländern gab es Demonstrationen zum Frauentag

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08. März 2019   Themen - Soziales

Berlin ist das erste Bundesland, das den internationalen Frauentag als Feiertag erklärt hat. Dies ist ein Erfolg der Linken!

Beitrag: Karsten Färber

Aber was machen die meisten Frauen an diesem freien Tag? Können sie feiern? Nein, denn sie leisten auch an Feiertagen Hausarbeit, während die meisten Männer dies nicht tun.

Dies belegen die meisten Genderstudien. Frauen sind zunehmend doppelt belastet. Während ihre Erwerbstätigkeit steigt, werden sie nicht entsprechend von ihren Männern zu Hause entlastet.

Die entscheidende Frage ist: wer putzt das Klo?

Auch die „neuen“ Männer, die drei „Papa-Monate“ nehmen, kümmern sich in dieser Zeit nicht alleine um ihr Kind. Die Frau ist meist noch dabei, um ihnen zu helfen. Dies ist eine verpasste Chance für die Männer, sich zu emanzipieren … aber auch für die Frauen.

Wie ist das bei uns Linken? Sind wir wirklich so feministisch, wie wir es in unseren Reden kundtun? Leisten die linken Männer gleichberechtigt Haus- und Erziehungsarbeit? Lassen linke Frauen das zu oder beharren sie auch noch im konservativen Rollenbild?

Die Genderfrage ist kein Nebenwiderspruch. Sie ist ein Ausdruck der Emanzipation einer Gesellschaft – egal ob im Kapitalismus oder im Sozialismus.

Also: Vorwärts und nicht vergessen, worin unsere Stärke besteht …die Solidarität!

Dies bitte auch zwischen den Geschlechtern.

Der Frauentag ist dieses Jahr ein wirklicher Frauenkampftag, so die Parteivorsitzende Katja Kipping mit Blick auf den Freitag. Der 8. März ist ein Tag, um Frauen zu ermutigen für ihre Rechte zu kämpfen. Es ist großartig, dass auch hierzulande am 8. März zum Frauen*streik aufgerufen wird, so Kipping weiter. Zur Frauenstreik-Seite

 

15. März 2019   Themen - Soziales

Managergehälter steigen weiter – LINKE fordert gesetzliche Beschränkung

Die Unterschiede zwischen Managergehältern und dem Einkommen von Angestellten sind weiter gestiegen

Statistisch gesehen hat ein Vorstandsmitglied eines DAX-Konzerns am 5. Januar diesen Jahres bereits so viel Gehalt bekommen, wie ein durchschnittlicher Angestellter desselben Unternehmens im ganzen Jahr. Die steigende Ungleichheit bei den Einkommen war in dieser Woche Thema im Bundestag. Die Linksfraktion forderte in einem Antrag, die Gesamtbezüge eines Vorstandsmitglieds auf das 20-fache des niedrigsten Angestelltengehalts im Unternehmen zu begrenzen. Zusätzlich sollen die Managergehälter bei der Steuer gedeckelt werden. Die Konzerne könnten dann nur noch maximal die erste halbe Million eines gezahlten Managergehalts von der Steuer abschreiben.

Der für unsere Region zuständige Bundestagsabgeordnete Victor Perli (DIE LINKE) begründete den Antrag und ging auf die unverhältnismäßige Verteilung von Einkommen in Deutschland ein.

„Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn bekommt 3100 Euro Rente - pro Tag! Ich bezweifle, weil er so viel härter arbeitet als die Belegschaft“, so Perli. 2018 erhielten die Spitzenverdiener unter den Chefs deutscher DAX-Konzerne bis zu 10 Millionen Euro Jahresvergütung. Neben den Managergehältern steigen aber auch die Ausschüttungen an die Aktionäre großer Unternehmen.

Deswegen fordert die LINKE mit ihrem Antrag auch, dass die Vergütung von Unternehmensvorständen in Form von Aktien sowie übermäßige Abfindungen untersagt werden.

Perli zeigte sich besorgt über die wachsende soziale Ungleichheit in unserer Gesellschaft, die seiner Meinung nach nicht allein ein soziales, sondern auch ein politisches Problem darstellt. „Der Unmut in der Bevölkerung wächst.

Es geht der Demokratie mehr und mehr an die Substanz, wenn der Eindruck entsteht, dass nur eine reiche Minderheit von der Politik profitiert und die große Mehrheit den Gürtel enger schnallen soll." Die LINKE fordert seit längerem einen sozialen Ausgleich in Form steigender Löhne und Renten, einer Überwindung des Hartz-IV-Systems und Investitionen in gute Infrastruktur und bezahlbares Wohnen. "Für eine Politik, die dem Allgemeinwohl verpflichtet ist, müssen Superreiche und Großkonzerne stärker in die Pflicht genommen werden", so Perli.

06. März 2019   Themen - Soziales

Hunderte von Stromsperren täglich - Die Bundesregierung sieht keinen Anlass zum Handeln

Neue Anfrage der Linkspartei: Hunderte Stromsperren täglich sind für Bundesregierung kein Anlass zum Handeln

08.02.19 - Kleine Anfrage - Drucksache Nr. 19/7517

 

  Durch die Kleine Anfrage sollen Details, insbesondere zur
  sozialen Problemlage der von Stromsperren betroffenen
  Menschen aufgeklärt und die Haltung der Bundesregierung
  zu unseren Forderungen bezüglich der Anwendung von
  Stromsperren gefragt werden.

  Herunterladen als PDF

  Hierzu liegt eine Antwort der Bundesregierung als
  Drucksache Nr. 19/7966 vor. Antwort als PDF
  herunterladen

 

 

 


Berlin/Hannover. Laut Bundesnetzagentur wurde 2017 über 25.000 Haushalten in Niedersachsen auf Grund von Energieschulden der Strom abgestellt. Bundesweit waren über 360.000 Haushalte von dieser drastischen Maßnahme betroffen. 4,8 Millionen Mal drohten Energieversorger mit der Sperrung. In einer neuen Anfrage forderte die Linkspartei die Bundesregierung nun auf, Stellung zu diesen eklatanten Zahlen zu beziehen - mit ernüchterndem Ergebnis. Die Linkspartei will ein Verbot von Stromsperren und die Verstaatlichung der Energieversorger.


Die Sprecherin für Verbraucherschutz der LINKEN im Bundestag, Amira Mohamed Ali kommentiert die Antwort auf ihre Anfrage:

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