Allgemein

28 December 2025   Aktuell - Allgemein

Gegen das Vergessen - Die Ermordung von Premierminister Olof Palme

Olof Palme (...) Sein Projekt „Gemeinsame Sicherheit“ hatte führende Persönlichkeiten aus westlichen Ländern, der Sowjetunion und der Dritten Welt zusammengebracht. Sein Dialog mit den Sowjets veranlasste die USA (und Großbritannien) ihn zu beschuldigen, ein sowjetischer Einflussagent“ zu sein. (...) 


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Publiziert auf Free21 am 23.12.2025, 6:00 Uhr Geschichte & Gesellschaft

Autor: Ola Tunander
ist Professor Emeritus am PRIO (Peace Research Institute Oslo – Institut für Friedensforschung) in Oslo. Von 1987 2016 arbeitete er als Forscher am PRIOund veröffentlichte 12 Bücher und eine Reihe von Artikeln zu den Themen: Sicherheitspolitik, Marinestrategie, U Bootoperationen, Geopolitik, Dual state, Psychologische Operationen (PSYOP) und zur Geschichte des Kalten Krieges.

Hintergrund
Am 28. Februar 1986 um 23:21 Uhr wurde der schwedische Ministerpräsident Olof Palme, nach einem Besuch mit seiner Frau im Kino, im Zentrum von Stockholm erschossen. Er wurde aus einer Entfernung von 20 cm erschossen. Die Kugel ging durch die Luftröhre, die Aorta und das Rückenmark, wobei die verwendete Munition kugelsichere Westen durchschlagen konnte. Dies sieht nach einer professionel-
len Operation aus. Mehrere Zeugen sahen den Mörder, aber er verschwand sofort und wurde nie gefunden. Die polizeili- chen Ermittlungen folgten zunächst einer kurdischen Spur, die jedoch ins Lee-
re lief. Die Polizei verdächtigte daraufhineinen gewalttätigen Alkoholiker.
Die Überprüfungskommission zurOlof-Palme-Ermittlung stellte in den 1990er Jahren fest, dass die polizeili- chen Ermittlungen von Anfang an „unprofessionell“ abgelaufen sind. Nachfolgende Untersuchungen führten zu keinem Ergebnis, obwohl in den Medien viele detaillierte Behauptungen über
die Verdächtigen und ihre Handlungen aufgestellt wurden. Die Palme-Ermitt-lung wurde 2020 eingestellt, nachdem der Staatsanwalt auf einen verstorbenen Mann hingewiesen hatte, einen Bürokra-
ten und Designer, der zufällig eine Waffe mit Kugeln in der Hand hatte, die kugel-
sichere Westen durchschlagen konnten, und zufällig spät in der Nacht den Premierminister und seine Frau auf der Straße getroffen hatte,


Nicht viele Menschen glaubten diese Behauptung, nicht einmal die Ermittler selbst, die sich intensiv mit der Beteiligung schwedischer Stay-Behind-Netzwerke, südafrikanischer Sicherheitsbeamter und westlicher Geheimdienste befasst hatten. Das Problem war nicht ein Mangel an Informationen, sondern
vielmehr die große Menge an weitgehend glaubwürdigen Beweisen, die in verschiedene Richtungen wiesen. Dies würde auch auf eine professionelle Operation hindeuten.
Trotz einer massiven Medienkampagne gegen ihn, gewannen die schwedischen Sozialdemokraten mit ihrem Vorsitzenden Olof Palme im September 1985 die Wahlen. Einige Medien hatten
ihn als psychisch krank und pro-russisch dargestellt. Sein Projekt „Gemeinsame Sicherheit“ hatte führende Persönlichkeiten aus westlichen Ländern, der Sowjetunion und der Dritten Welt zusam-
mengebracht. Sein Dialog mit den Sowjets veranlasste die USA und Großbritannien, ihn zu
beschuldigen, ein „sowjetischer Einflussagent“ zu sein. Er hatte in den 1960er und 1970er Jahren den Unabhängigkeitskampf Vietnams und den Freiheitskampf des ANC in Südafrika sowie die Sandi-
nisten in Nicaragua unterstützt, während die USA deren Häfen verminten. Rechtsgerichtete Schweden bezeichneten Palme als Verräter und argumentierten, sein Sozialstaat sei zu teuer. Das
Geld solle stattdessen für die Verteidi-gung Schwedens gegen eine sowjetische Aggression verwendet werden, sagten sie.
Seit Anfang der 1980er Jahre kam es in Schweden fast „täglich“ zu Versuchen angeblich „sowjetischer U-Boote“, tief in die schwedischen Schären und Marinestütz-
punkte einzudringen. Die schwedische Marine setzte Wasserbomben und Minen gegen die U-Boo-
te ein. Innerhalb von drei Jahren stieg der Anteil der Schweden, die die Sowjetunion als unfreundlich oder als direkte Bedrohung betrachteten, von 25–30% auf 83%. Schweden wurde zu einem an-
deren Land.
Dennoch erhielt Olof Palme bei den Parlamentswahlen im Herbst 1985 fast 50 Prozent der Stimmen. Die Massenmedien bezeichneten seine Friedensintiativen als „Beschwichtigungspolitik“
mit gefährlichen Folgen. Als er im Februar 1986 erschossen wurde, war meine erste Reaktion: „Sie haben es tatsächlich geschafft.“. Es war sicherlich keine Überraschung. Er war mehr als 11 Jahre
lang Ministerpräsident (1969–1976 und 1982–1986). Weiterlesen

27 December 2025   Aktuell - Allgemein

MAGA will ein faschistisches Disneyland-Europa

Schöne Aussichten, von den USA zu einer Mickey Mouse "zivilisiert" zu werden.


 

Quelle: Jacobin, von Von Almut Rochowanski, 19.12.25

Laut Trumps neuer National Security Strategy wollen die USA Europa künftig so behandeln, wie der Westen den Osten und den Süden stets behandelt hat: Sich in unsere Wahlen einmischen und unsere Gesetze aushebeln, um uns »Zivilisation« beizubringen.

m 5. Dezember veröffentlichte Donald Trump die National Security Strategy seiner zweiten Amtszeit. In diesem Papier erklären traditionell amerikanische Präsidenten die Welt und die Rolle der USA in ihr, die außenpolitischen Ziele, die sie sich stecken, und wie sie diese erreichen wollen. Nach Monaten taktisch platzierter Leaks in der Gerüchteküche der Washingtoner Denkfabriken hätten die Grundzüge – nämlich dass es mit der amerikanischen primacy, also dem weltweiten Vormachtsanspruch, jetzt wirklich vorbei sei – niemanden vom Fach überraschen dürfen.

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23 December 2025   Aktuell - Allgemein

Eine friedliche Welt – Aufgeklärter Realismus das Friedenskonzept des 21. Jahrhunderts?

Quelle: NachDenkSeiten ein Artikel von Alexander Neu

Unter dem Begriff „Realismus“ wird auf eine politikwissenschaftliche Denkschule, die insbesondere von Hans Joachim Morgenthau und John H. Hertz geprägt wurde und gegenwärtig prominent von John Mearsheimer vertreten wird, verwiesen. Die Prämisse der Denkschule ist die Macht bzw. die Akkumulation der Macht durch Staaten. Hierzu gehört auch die zutiefst „realistische“ Aussage, wonach Staaten keine Freunde hätten, sondern Interessen. Von Alexander Neu.

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24 December 2025   Aktuell - Allgemein

Wie EU-Sanktionen die Meinungsfreiheit untergraben

Brüssel hat den Schweizer Ex-Militär und Autor Jacques Baud wegen angeblicher Russland-Propaganda sanktioniert. Juristen und Politiker zweifeln die Rechtsgrundlage an. Die Meinungsfreiheit ist die Grundlage der Demokratie. Ferner ist es nur fair, beide Seiten über eine bestimmte Angelegenheit anzuhören, in diesem Fall die westliche und die russische Seite. Audiatur et altera pars! 

Das Sanktionieren der freien Meinung verstößt gegen das Menschenrecht. Das wirft die Frage auf, werden in der EU die Rechtsstaatlicheit, Menschenrechte und die Demokratie  peu à peu abgeschafft? ---


 

Zu sagen hier herrscht Freiheit ist immer ein Irrtum oder eine Lüge:
Freiheit herrscht nicht.


Quelle: Hintergrund

„Absurd“: EU sanktioniert Schweizer Militäranalysten Jacques Baud

Baud: Sanktionierung ist politische Entscheidung gegen Meinungsfreiheit / BSW: „Schlag gegen die Rechtsstaatlichkeit“ in EU / Auswärtiges Amt: „Alle die auf diesem Feld unterwegs sind, müssen damit rechnen, dass es auch ihnen passieren kann.“

(Diese Meldung ist eine Übernahme von Multipolar)

Der Schweizer Militäranalyst Jacques Baud hat seine Sanktionierung durch die EU und die damit verbundenen Vorwürfe gegen sich als „absurd“ bezeichnet. Es handele sich eindeutig um eine politische Entscheidung und einen Fall, bei dem es um die Meinungsfreiheit gehe, sagte Baud. Dem Publizisten, Ex-Offizier und früheren Mitarbeiter des Schweizer Nachrichtendienstes, der sowohl für die NATO als auch für die UNO gearbeitet hat, wird von der EU vorgeworfen, als „Sprachrohr für prorussische Propaganda“ zu fungieren. Baud betonte im Gespräch mit dem Schweizer Portal „Transition News“, seine Arbeit sei nicht politisch motiviert, sondern fachlich.

Seit mehreren Jahren analysiert Baud die internationale Sicherheits- und Militärpolitik, insbesondere den Konflikt in der Ukraine. Seine Bücher und Beiträge zum Ukraine-Krieg stützen sich auf ukrainische und westliche Quellen. Er verwende keine russischen Quellen, außer bei direkten Zitaten. Er verzichte bewusst auf Informationen, die Propaganda sein könnten. Er sei überrascht, dass er als „Propagandist“ bezeichnet werde.

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22 December 2025   Aktuell - Allgemein

Frohe Weihnachten: Frieden auf Erden und a l l e n Menschen ein Wohlgefallen

... man munkelt, das wäre machbar.

40.000+ kostenlose Weihnachten und Weihnachtsbaum-Bilder - Pixabay

 

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