Allgemein

10. September 2021   Aktuell - Allgemein

Telepolis: Experten fordern Konsequenzen nach Fake News der BBC über Giftgas in Syrien

Quelle: Telepolis, 10. September 2021

Chlorgas-Kanister, der in Douma durch ein Dach eingeschlagen sein soll. Doch was ist am 7. April 2018 wirklich geschehen. Bild: Screenshot

Ehemaliger deutscher UN-Diplomat erwartet weitere Korrekturen von Medienberichten. Berliner Expertengruppe fordert von OPCW Aufklärung

Im Fake-News-Skandal um die britische BBC, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) und einen angeblichen Giftgasangriff in Syrien haben sich nun Experten aus Deutschland und Großbritannien zu Wort gemeldet. Sie reagierten auf das Eingeständnis der britischen Rundfunkanstalt, dem zufolge Mitarbeiterin Berichte über ein kontroverses Syrien-Thema an zentralen Stellen manipuliert hat.

Das Thema des Fake-Berichtes der BBC hatte mehrfach auch in Deutschland eine Rolle gespielt, sowohl in den Medien als auch im Bundestag.

Vor einer Woche hatte das interne Kontrollgremium der BBC die Überprüfung einer Radioreportage der Journalistin Chloe Hadjimatheou veröffentlicht und mehrere Aussagen dieses Berichten widerrufen. Hadjimatheou hatte in ihrem Beitrag The Canister on the Bed, ausgestrahlt in Radio 4, am 20. November vergangenen Jahres, mehrere OPCW-Kritiker heftig attackiert.

Die betroffenen Personen hatten beanstandet, dass die OPCW einen angeblichen Giftgasangriff im April 2018 umgehend der Führung von Baschar al-Assad angelastet und dieser These widersprechende Erkenntnisse zensiert hatte. Die Organisation lieferte mit ihrem Bericht eine Rechtfertigung für Luftangriffe der USA, Großbritanniens und Frankreichs.

Weiterlesen: Telepolis: Experten fordern Konsequenzen nach Fake News der BBC über Giftgas in Syrien

10. September 2021   Aktuell - Allgemein

Manipulierte die OPCW im April 2018 einen Bericht, um die Bombardierung Syriens durch die USA/Großbritannien/Frankreich im Nachhinein zu rechtfertigen?

Eigener Bericht, Roswitha Engelke,  10.09.2021, 15:00

Nach einem vorgeblichen Angriff der syrischen Regierung  mit chemischen Waffen in Douma im April 2018 waren die Leichen von rund 50 Zivilisten geborgen worden.

Wenige Tage nach diesem Ereignis und noch während der laufenden Ermittlungen der OPCW bombardierten die USA, Großbritannien und Frankreich Einrichtungen der Assad-Regierung und der syrischen Armee.

Die britische BBC  hat nun eingestanden, im Kontext mit den Auseinandersetzungen diffamierende Aussagen über Kritiker an der OPCW-Untersuchung erfunden und damit journalistische Standards verletzt zu haben. Das berichtet die britische Tageszeitung Daily Mail.

Die von der BBC fälschlicherweise angegriffenen  Personen hatten beanstandet, dass die OPCW den Angriff im April 2018 umgehend der Führung von Baschar al-Assad anlastete und alle ihrer These widersprechenden Erkenntnisse zensierte. (Quelle: Telepolis) Mit dieser Aktion hat die OPWC den sofortigen Bombenangriff der USA/Groß-Britannien/Frankreich vor der Öffentlichkeit gerechtfertigt.

Nach den Luftanschlägen twitterte Trump höhnisch: "Mission erfüllt!"

Das britische Verteidigungsministeriums bestätigte den Beschuss einer früheren Raketenbasis etwa 24 Kilometer westlich von Homs. Dort sollten Produkte für chemische Kampfstoffe hergestellt worden sein.

Der Kreml verurteilte den Angriff auf das Schärfste, er sei ein Akt der Aggression, der die humanitäre Katastrophe im Land verschlimmern werde, sagte Putin der Mitteilung zufolge.

Der Militärschlag habe einen destruktiven Einfluss auf das gesamte System internationaler Beziehungen. Putin kritisierte, dass die USA, Frankreich und Großbritannien nicht abgewartet hätten, bis internationale Inspektoren sich vor Ort ein Bild von der Lage hätten machen können. (Quelle: Spiegel)

Der Bundeskanzlerin war die persönliche Meinung Trumps  Beweis genug, sie brauchte keine Fakten für eine Verurteilung.


BK’in Merkel: Ich denke, dass die Evidenz dafür, dass dort Chemiewaffen eingesetzt wurden, sehr klar und sehr deutlich ist. Das kann meinetwegen auch noch einmal nachgeprüft werden, aber das hilft uns bei der Verurteilung des Falles jetzt nicht weiter. Wir haben bereits gestern deutlich gemacht, dass wir diesen Einsatz auf das Schärfste verurteilen."

 

Für die Bundesregierung wies Regierungssprecher Steffen Seibert dem syrischen "Regime" die Verantwortung für den Angriff zu; zugleich richten sich die deutschen Vorwürfe auch gegen Russland. 

Hier: Aus dieser Bundespressekonferenz die Aussagen von Seibert und Sprecher Rainer Breul vom Auswärtigen Amt. 

 (Quelle: Sammler)

06. September 2021   Aktuell - Allgemein

Leben wir im besten Deutschland, das wir je hatten?

Der Eifelphilosoph

Ja - die böse Seuche und die Kinder. Spricht man ja nicht gerne drüber. Kinder haben ja auch zu gehorchen. Ist schon oft seltsam, wie wir mit Kindern umgehen. Kenne Autoren - Esther Villar zum Beispiel - die sprechen deutlich von "Inhaftierungen" zugunsten der Lebenslust der Eltern bzw. bei ihr speziell der Mütter. Ja - Inhaftierungen. Kindergarten, Hort, Grundschule mit Ganztagsbetreuung, weiterführende Schule: die jungen Leute werden inhaftiert, damit sie nicht auf der Straße herumlungern. Wenn sie dann aus der Schule kommen, wird die Haft durch den Arbeitgeber durchgeführt - kein Wunder, dass viele davon träumen, im hohen Alter endlich frei zu sein.

 

Oder sich das Leben nehmen wollen. Das soll eine unserer kulturellen Eckpfeiler sein, einer unserer herausragenden Leistungen gegenüber "primitiven Kulturen". Primitive Kulturen? So nennt man die, die mit drei - vier Stunden Arbeit am Tag ihr Tagwerk erledigen konnten - naturnah und nachhaltig. Inklusive Einkauf und Hausarbeit - und Garten. Suche noch nach einer politischen Partei, die das für uns Lohnsklaven einführen möchte.

Weiterlesen: Leben wir im besten Deutschland, das wir je hatten?

08. September 2021   Aktuell - Allgemein

Bolsonaro für Legalisierung von Landraub: Das geht alle an!

 

Die Rodung des Regenwaldes nimmt den Ureinwohnern die Lebensgrundlage und zerstört gleichzeitig das Klima des gesamten Planeten.

 

Quelle: Rosa-Luxemburg-Stiftung

Nachricht | 06.09.2021 Ungleichheit / Soziale Kämpfe - Brasilien /

Brasilianische Indigene verteidigen ihre Territorien mit Protesten in der Hauptstadt

«Unsere Geschichte begann nicht erst 1988!» Unter diesem Motto protestieren 6.000 Indigene aus allen Landesteilen Brasiliens in der Hauptstadt Brasília für ihr Recht auf ihre Territorien. Bild: Cicero Bezerra/CIMISymbolträchtig leuchteten des nachts 380 LED-Leuchten den Schriftzug «Brasil Terra Indígena» («Brasilien indigenes Land») in den Nachthimmel Bild: Scarlett Rocha

«Unsere Geschichte begann nicht erst 1988!» 

Unter diesem Motto versammelten sich 6.000 Indigene aus allen Landesteilen Brasiliens in der Hauptstadt Brasília, um dort für ihr Recht auf Leben und auf ihre Territorien zu protestieren. Symbolträchtig leuchteten sie des nachts mit 380 LED-Leuchten den Schriftzug «Brasil Terra Indígena» («Brasilien indigenes Land» ) in den Nachthimmel, fotografisch eingefangen von einer Drohne bis zum Ende des Protestes Anfang September per sozialer Medien versandt. Aus Brasília sollte die Welt sehen, dass die Indigenen Brasiliens vereint sind in ihrem Widerstand gegen die extrem rechte Regierung von Jair Bolsonaro und gegen die mächtige Farmer:innenlobby, die gemeinsam mit Bergbaukonzernen daran arbeiten, den Indigenen Brasiliens ihre Territorien streitig zu machen, um auch dort in Zukunft industrielle Landwirtschaft oder Bergbau zu betreiben.

Landtitelfälschung und Amnestie

Weiterlesen: Bolsonaro für Legalisierung von Landraub: Das geht alle an!

01. September 2021   Aktuell - Allgemein

Der Frust der Arbeitnehmer

Quelle: "Die Selbstgerechten", Seite 77 ff, von Dr. Sahra Wagenknecht

Man kann nicht sauber arbeiten

Allen Prognosen zum Siegeszug einer individualistischen Ethik werden von Befragungen widerlegt, die Soziologen in Unternehmen durchgeführt haben. Plastisch schildern die Autoren des Buches über die Peugeot-Arbeiter, wie der Zerfall des Zusammenhalts und der Solidarität im Betrieb, die Erosion der Gewerkschaften und den Niedergang ihrer Wohnviertel nicht nur als soziales Katastrophe, sondern geradezu als persönlich Demütigung empfinden. Aber auch, wie sehr es sie stört, dass sie ihre Arbeit nicht mehr mit der gewünschten Präzision erledigen können, weil für die neue Renditeorientierung im Unternehmen Tempo wichtiger geworden ist als Qualität.

Auch in deutschen Industriebetrieben monieren Mitarbeiter, dass durch die Beschleunigung von Entwicklungs- und Fertigungsprozessen früherer Qualitätskriterien, Detailtreue und Kontrolle auf der Strecke bleiben. Sie missbilligen Innovationen ohne echte Verbesserungen. Das alte Arbeitsethos der Industriearbeiter kollidiert hier mit dem Sharholder-Value-Regime großer Unternehmen, in denen heute vor allem Finanzkennzahlen den Rhythmus vorgeben.

 

Auch viele Servicebeschäftigte erleben solche Konflikte. So schildert eine Reinigungskraft ihr tägliches Dilemma: "Man kann nicht saubaer arbeiten, sowohl man möchte, und muss dies noch verantworten. ... wenn du Geld verdienen willst, musst du pfuschen. Anders geht's nicht. Eine Arbeit auszuführen, die nicht ordentlich erledigt werden kann, ist für sie Quelle permanenter Frustration. Und obwohl die Dienstleistungsbeschäftigten mit ihren Einkommen kaum über den Monat kommen, ist es auch für sie eine Frage des Stolzes, dass sie für sich selbst sorgen können und eben nicht vom Staat leben müssen. So kämpfen sie ständig um die Normalität eines bescheidenen guten Lebens, ohne sie jemals wirklich erreichen zu können.

Vorschau zum Buch

Dieses Buch gefiel 90 % der Google-Nutzer

 

Suche

 
 
 

Rosa Luxemburg Stiftung

 

Besucherzähler

Heute0
Gestern3
Woche52
Monat186
Insgesamt79466
 

Anmeldung